Vertrauen und Flexibilität statt pauschaler Officepflicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt im direkten Entwickler-Team ist hervorragend.
Die fachliche Delivery und Zusammenarbeit auf Teamebene funktionieren reibungslos - interessanterweise gerade wegen des gut funktionierenden Remote-Setups der vergangenen Zeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Massiver Vertrauensbruch: Ich bin erst vor kurzem im Unternehmen. Die beim Jobantritt implizierte Flexibilität wurde mir nach ein paar Monaten direkt wieder gestrichen.
Unsoziale Umsetzung: Eine 3-Tage-Präsenzpflicht im Büro mit nur drei Wochen Vorlauf durchzudrücken, zeugt von null Empathie für familiäre Verpflichtungen.
Ignoranz gegenüber Fakten: Die Geschäftsführung behauptet blind, erzwungene Büropräsenz schaffe Innovation und Zusammenhalt, obwohl aktuelle Studien (z. B. Stanford, University of Pittsburgh) belegen, dass solche Mandate primär Demotivation und hohe Fluktuation erzeugen.
Scheinheilige Kommunikation: Einschneidende Kontrollmaßnahmen werden als Förderung des "Teamgefüges" verkauft und Kritik mit Phrasen über "spontane Gespräche" abgebügelt.
Verbesserungsvorschläge
Die antiquierte "Return-to-Office"-Politik sofort stoppen.
Das Management - und speziell der derzeitige CEO - sollte anerkennen, dass moderne Führung auf Vertrauen und messbaren Ergebnissen basiert, nicht auf physischer Anwesenheitskontrolle.
Hier besteht aktuell eine spürbare Lücke zwischen Führung und Teamalltag. Ein offener Perspektivenwechsel - oder bei Bedarf auch neue Akzente im Führungsteam - würde helfen, das gegenseitige Vertrauen nachhaltig zu festigen.
Wissenschaftliche Fakten zur Produktivität anerkennen, statt RTO-Entscheidungen auf ein diffuses Bauchgefühl zu stützen.
Die Lebensrealitäten der Belegschaft respektieren: Drei Wochen Vorlauf für massive Änderungen bei Kinderbetreuung und Pendelwegen sind schlichtweg unzureichend
Arbeitsatmosphäre
Stark getrübt durch den Frust der neuen Vorgaben
Kommunikation
Ankündigung als vollendete Tatsache im "Bits & Bites", fadenscheinige Argumente statt echter Transparenz
Work-Life-Balance
Kompletter Umsturz der Routinen mit nur drei Wochen Vorlauf, Ignoranz gegenüber Pendel- und Betreuungssituationen
Vorgesetztenverhalten
Vertrauensbruch direkt nach Einstellung, Entscheidungen von oben herab ohne Rücksicht auf funktionierende Teams
Arbeitsbedingungen
Erzwungen zu Großraumbüros/Präsenz.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mitarbeiter grundlos an drei Tagen die Woche ins Büro pendeln zu lassen, ist weder ökologisch noch sozial
Gehalt/Benefits
Flexible Arbeitsmodelle sind ein massiver Benefit, der gerade gestrichen wurde
Image
Durch antiquierte "Return-to-Office"-Mandate verliert das Unternehmen als moderner IT-Arbeitgeber massiv an Attraktivität