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7 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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7 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich war knapp fünf Jahre dort, und den größten Teil dieser Zeit habe ich als gut erlebt, fachlich wie menschlich. Der Zusammenhalt im Team war das, was getragen hat. Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt, auch als die Rahmenbedingungen dafür nicht mehr förderlich waren. Wer gute Leute um sich hatte, konnte fachlich weiter arbeiten.
Angekündigte strukturelle Veränderungen sind bei mir über Monate nicht als Umsetzung angekommen. Einen nachvollziehbaren Stand dazu habe ich in dieser Phase zu keinem Zeitpunkt gehabt. Für mich hat das eine Dauerspannung erzeugt, die sich direkt auf die tägliche Arbeit ausgewirkt hat.
Kritisches Feedback wurde aus meiner Sicht nicht mehr als konstruktiver Beitrag verstanden, sondern als etwas, das man persönlich zurechnet.
Ich habe von mir aus mehrfach um Gespräche mit der Geschäftsführung gebeten, weil ich strukturelle Themen ansprechen wollte. Meine Erfahrung war jedes Mal dieselbe: Es ging nicht um die Sache. Der Verlauf drehte sich um meine persönliche Verantwortung und um eine rückblickende Aufzählung dessen, was ich in den vergangenen Jahren falsch gemacht haben soll. Konkrete Beispiele oder nachvollziehbare Kriterien habe ich dazu nicht erhalten, ein Ergebnis hatten die Gespräche auch nicht. Ich bin jedes Mal mit dem Eindruck herausgegangen, dass hier Druck weitergegeben und nicht gearbeitet wurde.
Daraus hat sich für mich ein Muster ergeben: Strukturelle Probleme wurden auf die Ebene individuellen Verhaltens verschoben. Das habe ich nicht nur bei mir so wahrgenommen. In den Jahren davor war das anders, da habe ich Führung erlebt, die Probleme als strukturelle Probleme behandelt hat. Zuletzt war davon für mich nichts mehr übrig.
Die HR-Funktion konnte ihre Schutzrolle gegenüber Mitarbeitenden in dieser Phase aus meiner Sicht nicht ausfüllen. In Situationen, in denen ich Moderation für nötig gehalten hätte, war sie für mich nicht spürbar. Mein Eindruck war, dass es dafür an Unabhängigkeit und Rückendeckung gefehlt hat, nicht am Willen.
Mehrere Kolleginnen und Kollegen haben das Unternehmen in den letzten Monaten verlassen. Ich war mit meiner Wahrnehmung nicht allein und auch nicht der Einzige, der gegangen ist. Auffällig fand ich, wie viele es in kurzer Zeit waren, obwohl die Aufgaben und das Team unverändert gut waren. Andere haben aus meiner Wahrnehmung versucht, möglichst nicht aufzufallen. Dass der Laden weiter lief, lag für mich am mittleren Management und an den Teams.
Ich bin gegangen, und zwar aus genau einem Grund: dem Verhalten der Geschäftsführung gegenüber uns als Mitarbeitenden. Nicht wegen personeller Veränderungen, nicht wegen der Aufgaben, nicht wegen des Teams. Das Team war der Grund, warum ich so lange geblieben bin.
Strukturelle Entscheidungen sollten kommuniziert werden, wenn sie umgesetzt werden, nicht Monate vorher als Ankündigung, die dann im Nichts verläuft.
Feedback aus dem Team ist ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Gespräche, die auf individuelle Schuldzuweisung hinauslaufen, sind kein geeignetes Mittel, darauf zu reagieren, und sie lösen kein strukturelles Problem.
Die Geschäftsführung sollte reflektieren, welchen Schaden ein Führungsstil anrichtet, der auf Druck statt auf Vertrauen setzt. HR braucht Unabhängigkeit und Rückendeckung, um als echte Anlaufstelle zu funktionieren. Solange das nicht gegeben ist, bleibt jede Compliance-Struktur auf dem Papier.
Lange war die Stimmung gut, im letzten Jahr hat sie sich aus meiner Sicht gedreht. Offenheit wurde durch Vorsicht ersetzt. Was in dieser Zeit noch getragen hat, war das Team, nicht der Rahmen drumherum.
Bekanntheit war in meinen Gesprächen mit Kandidatinnen und Kandidaten regelmäßig ein Thema, allerdings im negativen Sinne. Viele kannten das Unternehmen vorher gar nicht, und wer es kannte, konnte selten sagen, was es eigentlich macht. „Irgendwas mit Daten und AI” war eine Antwort, die ich oft gehört habe. Für Bewerbende heißt das: Der Name allein trägt im Lebenslauf nicht, man muss selbst erklären können, wofür man dort gearbeitet hat.
Viel Flexibilität. Hier gibt es wenig zu beanstanden.
Weiterbildung war möglich, aber man musste selbst darauf kommen und selbst nachfragen. Von sich aus ist niemand auf mich zugekommen. In meinen letzten zwei Jahren gab es für mich weder ein Gespräch über meine Entwicklung noch eine Anpassung der Vergütung. Wer hier vorankommen will, sollte das Thema aktiv und regelmäßig selbst setzen, sonst passiert nichts.
Beim Gehalt würde ich niemandem raten, ohne Vergleichsangebot in die Verhandlung zu gehen. Nach meiner Einschätzung bewegt sich das Niveau im besten Fall am Marktdurchschnitt, in einigen Bereichen darunter. Gerade bei Profilen, die schwer zu bekommen sind, hat das Angebot aus meiner Sicht nicht zum Anspruch gepasst. Benefits gleichen das nicht aus.
Alles ok. Mehr aber auch nicht.
Im Team war der Zusammenhalt absolut top, gerade als es schwierig wurde. Man hat sich gegenseitig gedeckt, Dinge aufgefangen und offen miteinander geredet. Das ist der Grund, warum ich so lange geblieben bin, und es ist das, was ich vermisse. Meine Kritik richtet sich ausschließlich an die Führungsebene, nicht an die Kolleginnen und Kollegen.
Hier gibt es absolut nichts zu meckern.
Bezogen auf die Geschäftsführung, nicht auf meine direkte Führungskraft: Ich habe mehrfach selbst um Gespräche gebeten, um strukturelle Themen anzusprechen. Es ging in keinem davon um die Sache, sondern um meine persönliche Verantwortung, ohne konkrete Beispiele und ohne Ergebnis. Kritik wurde nicht als Hinweis verstanden, sondern als Angriff.
Das passt schon.
Angekündigt wurde viel, nachgehalten wenig. Einen belastbaren Stand zu laufenden Veränderungen habe ich über Monate nicht bekommen, auch nicht auf Nachfrage. Kommunikation lief für mich vor allem von oben nach unten.
Alles in grünen Bereich.
Das passte grundsätzlich.
Besonders positiv hervorzuheben sind die sehr gute Arbeitsatmosphäre, der starke Kollegenzusammenhalt und die interessante Projektlandschaft. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe, die Teams unterstützen sich gegenseitig und das Arbeitsumfeld ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Zudem bietet das Unternehmen eine gute Work-Life-Balance mit flexiblen Arbeitsmöglichkeiten und einem hohen Maß an Eigenverantwortung.
Auch das Image am Markt ist aus meiner Sicht sehr positiv. Die Projekte sind abwechslungsreich, fachlich anspruchsvoll und bieten die Möglichkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Insgesamt bietet das Unternehmen ein modernes und angenehmes Arbeitsumfeld mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen, was den Arbeitsalltag sehr attraktiv macht.
Verbesserungsbedarf sehe ich vor allem bei der Führungskultur, der internen Kommunikation und der Mitarbeiterentwicklung. Aus meiner Sicht findet zu wenig persönlicher Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden statt. Mitarbeitergespräche wirken teilweise eher formal als entwicklungsorientiert, wodurch Potenziale und individuelle Karriereziele nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Darüber hinaus wird viel Zeit in Meetings und Kommunikationsrunden investiert, obwohl nicht immer alle Beteiligten einen direkten Beitrag zum jeweiligen Thema leisten können. Bei Karriere- und Förderentscheidungen wünsche ich mir mehr Transparenz und Chancengleichheit. Auch die Gehaltsentwicklung und die Benefits halten nach meinem Empfinden nicht mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten Schritt. Zudem sollten unternehmensinterne Kommunikationskanäle stärker auf fachliche und arbeitsbezogene Themen fokussiert werden.
Die Arbeitsatmosphäre, der Kollegenzusammenhalt und die interessanten Aufgaben sind klare Stärken des Unternehmens. Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem in der Führungskultur und Kommunikation. Führungskräfte sollten häufiger den direkten persönlichen Austausch mit Mitarbeitenden suchen, anstatt sich überwiegend auf Kennzahlen, Berichte oder große Gesprächsrunden zu verlassen. Regelmäßige, ehrliche Mitarbeitergespräche sind aus meiner Sicht die Grundlage für ein gutes Betriebsklima, erfolgreiche Personalentwicklung und eine wirksame Weiterbildung.
Zudem könnten Meetings und Kommunikationswege stärker fokussiert werden, damit die Arbeitszeit effizienter genutzt wird. Bei Karriere- und Förderentscheidungen wünsche ich mir mehr Transparenz und Chancengleichheit. Darüber hinaus sollten Gehalt und Benefits stärker an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst werden. Schließlich würde eine klarere Trennung zwischen beruflicher Kommunikation und politischen Diskussionen zu einem noch professionelleren Arbeitsumfeld beitragen.
Bei Jakala herrscht eine sehr angenehme und wertschätzende Arbeitsatmosphäre. Die Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Hilfsbereitschaft und offener Kommunikation. Man fühlt sich im Team gut aufgehoben, kann eigene Ideen einbringen und wird bei Herausforderungen unterstützt. Ein Umfeld, in dem die Arbeit Spaß macht und man gerne seinen Beitrag leistet.
Das Unternehmen genießt aus meiner Sicht ein sehr gutes Image. Die Wahrnehmung am Markt ist positiv und die Projekte sowie Kunden sind attraktiv. Auch deshalb bin ich grundsätzlich gerne Teil des Unternehmens und empfehle es als Arbeitgeber weiter.
Die Work-Life-Balance ist sehr gut. Flexible Arbeitsmodelle und ein hohes Maß an Vertrauen ermöglichen es, Beruf und Privatleben gut miteinander zu vereinbaren. Auf persönliche Bedürfnisse wird Rücksicht genommen, wodurch eine gesunde Balance zwischen Leistung und Erholung gefördert wird. Dies trägt spürbar zur Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden bei.
Bei den Themen Karriereentwicklung und Weiterbildung sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Aus meiner Sicht können Entwicklungsmöglichkeiten nur dann gezielt gefördert werden, wenn Führungskräfte ihre Mitarbeitenden wirklich kennen. Dafür braucht es regelmäßige, persönliche Gespräche und ehrliches Interesse an den Stärken, Zielen und Potenzialen der einzelnen Mitarbeitenden.
Die vorhandenen Gespräche wirken teilweise eher wie Pflichttermine und bleiben an der Oberfläche. Der Eindruck entsteht, dass die Bewertung von Mitarbeitenden häufig stärker auf Kennzahlen und Berichten basiert als auf dem direkten Austausch. Weiterbildung ist jedoch einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen. Hier würde ich mir mehr Zeit für persönliche Entwicklungsgespräche, konkretes Feedback und individuelle Fördermaßnahmen wünschen. Nur durch den kontinuierlichen Dialog lassen sich Talente erkennen und langfristig entwickeln.
Bei Gehalt und Zusatzleistungen sehe ich Verbesserungspotenzial. Die Vergütung ist aus meiner Sicht nicht vollständig wettbewerbsfähig und die vorhandenen Benefits fallen eher überschaubar aus. Insbesondere die Entwicklung der Lebenshaltungskosten und die Inflation wurden nach meinem Empfinden nicht ausreichend berücksichtigt. Eine stärkere Anpassung der Gehälter sowie attraktivere Zusatzleistungen würden die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden deutlicher zum Ausdruck bringen und die Attraktivität des Unternehmens weiter steigern.
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein ist grundsätzlich vorhanden. Verbesserungsbedarf sehe ich jedoch beim Umgang mit politischen Diskussionen in unternehmensinternen Kommunikationskanälen. Aus meiner Sicht sollten berufliche Kommunikationsplattformen stärker auf arbeitsbezogene Themen fokussiert bleiben. Politische Meinungsäußerungen können schnell polarisieren und vom eigentlichen Zweck der internen Kommunikation ablenken.
Ich würde mir eine klarere Orientierung an den Grundsätzen politischer Neutralität und parteipolitischer Unabhängigkeit wünschen. Dies würde zu einem professionellen und respektvollen Arbeitsumfeld beitragen, in dem die Zusammenarbeit und die Unternehmensziele im Mittelpunkt stehen.
Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht eine der großen Stärken des Unternehmens. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe, man unterstützt sich gegenseitig und kann sich jederzeit auf die Hilfsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen verlassen. Auch teamübergreifend wird sehr kooperativ gearbeitet, was den Arbeitsalltag angenehm macht und zu einer positiven Atmosphäre beiträgt.
Dieser Aspekt ist für mich nur schwer zu bewerten, da der Anteil älterer Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen vergleichsweise gering erscheint. Dort, wo die Zusammenarbeit stattfindet, habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Aufgrund der begrenzten Wahrnehmung möchte ich hierzu jedoch keine abschließende Bewertung abgeben.
Bei der überschaubaren Unternehmensgröße wünsche ich mir mehr persönlichen Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, auch auf höheren Managementebenen. Führung bedeutet aus meiner Sicht nicht nur fachliche Steuerung, sondern vor allem regelmäßigen direkten Kontakt zu den Mitarbeitenden. Dafür ist keine tiefgehende technische Expertise erforderlich, sondern Interesse an den Menschen und ihrem Arbeitsumfeld.
Gerade durch persönliche Gespräche lassen sich Stimmung, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale frühzeitig erkennen. Kritik oder Unzufriedenheit sollten möglichst im direkten Dialog aufgegriffen werden. Allgemeine Diskussionen in großen Runden empfinde ich dafür als weniger zielführend. Mehr persönliche Präsenz und direkter Austausch würden aus meiner Sicht die Mitarbeiterbindung und das Betriebsklima weiter stärken.
Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut. Moderne Arbeitsmittel, flexible Arbeitsmöglichkeiten und ein professionelles Arbeitsumfeld schaffen die Voraussetzungen für effizientes und angenehmes Arbeiten. Insgesamt bietet das Unternehmen ein Umfeld, in dem man seine Aufgaben produktiv und mit hoher Eigenverantwortung erledigen kann.
Die Kommunikation könnte effizienter gestaltet werden. Teilweise verbringen Mitarbeitende viel Zeit in Besprechungen, obwohl sie von den behandelten Themen nur am Rande betroffen sind. Eine stärkere Fokussierung auf die tatsächlich relevanten Teilnehmer würde Entscheidungswege verkürzen und mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben schaffen. Nach dem Prinzip: Nur die Personen sollten an einem Meeting teilnehmen, die aktiv beitragen oder Entscheidungen treffen können. Dies würde die Produktivität aus meiner Sicht deutlich erhöhen.
Grundsätzlich erlebe ich das Unternehmen als fair. Allerdings entsteht gelegentlich der Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende stärker gefördert oder sichtbarer unterstützt werden als andere. Persönliche Nähe zu bestimmten Entscheidungsträgern scheint teilweise Einfluss auf Wahrnehmung und Entwicklungsmöglichkeiten zu haben. Mehr Transparenz bei Karriere- und Förderentscheidungen würde dazu beitragen, Chancengleichheit noch stärker erkennbar zu machen.
Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und fachlich interessant. Durch die Vielfalt der Projekte ergeben sich regelmäßig neue Herausforderungen und Lernmöglichkeiten. Dadurch bleibt die Arbeit spannend und man hat die Möglichkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und eigene Ideen einzubringen.
Das Büro ist modern gestaltet, hochwertig ausgestattet und bietet eine schöne Aussicht. Nach außen wird ein freundliches und familiäres Arbeitsumfeld kommuniziert. Einige Kolleginnen und Kollegen waren menschlich sehr angenehm, offen und hilfsbereit. Die fachlichen Themen und Projekte an sich können interessant und abwechslungsreich sein.
Die Diskrepanz zwischen Außenwirkung und interner Realität ist sehr groß. Nach außen wird ein familiäres Miteinander vermittelt, intern habe ich die Atmosphäre jedoch als belastend und angespannt wahrgenommen. Viele Mitarbeitende wirkten müde, frustriert oder resigniert, auch wenn sie nach außen hin freundlich auftraten.
Der Workload empfand ich als hoch im Verhältnis zur Vergütung. Mehrere Mitarbeitende haben mir in persönlichen Gesprächen geschildert, dass sie sich unterbezahlt fühlen. Auch ich hatte das Gefühl, dass Leistung und Bezahlung nicht in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.
Der Umgang mit Mitarbeitenden in der Probezeit war für mich persönlich enttäuschend. Nach mehreren Wochen krankheitsbedingtem Ausfall erhielt ich direkt am ersten Tag meiner Rückkehr die Kündigung, obwohl mir in vorherigen Gesprächen stets signalisiert wurde, dass meine Leistung und Zusammenarbeit positiv bewertet würden. Ein offenes Gespräch oder eine ehrliche Vorwarnung gab es nicht.
In einer internen Versammlung wurde kommuniziert, dass es keine geplanten Kündigungen gebe. Kurz darauf wurden mehrere Personen entlassen. Für mich wirkte das widersprüchlich und hat mein Vertrauen in die interne Kommunikation deutlich erschüttert.
HR habe ich nicht als neutrale Anlaufstelle wahrgenommen. Kritische Punkte wurden relativiert und unangenehme Situationen mit allgemeinen Aussagen abgetan. Das Gefühl, wirklich gehört zu werden, hatte ich dort nicht.
Der Umgang mit Mitarbeitenden sollte deutlich transparenter und ehrlicher werden. Kündigungen sollten nicht überraschend erfolgen, während in Feedback Gesprächen zuvor vermittelt wird, dass alles sehr gut laufe. Wer krankheitsbedingt ausfällt, sollte dafür kein indirektes oder direktes negatives Signal erhalten. Krankheit gehört zum Leben dazu und sollte nicht sanktioniert werden.
Die Kommunikation zwischen Management, HR und Mitarbeitenden wirkt widersprüchlich. Wenn in internen Versammlungen vermittelt wird, dass es keine geplanten Kündigungen gibt, kurz darauf jedoch mehrere Personen das Unternehmen verlassen müssen, untergräbt das Vertrauen in die Führungsebene.
HR sollte stärker als unabhängige Anlaufstelle agieren und nicht nur Management Entscheidungen vertreten. Offene Gespräche, klare Erwartungen und ehrliches Feedback würden viel zur Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen.
Die Vergütungsstruktur sollte überprüft werden. Mehrere Mitarbeitende haben mir unabhängig voneinander geschildert, dass sie ihr Gehalt im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitslast als zu niedrig empfinden. Auch ich persönlich habe mein Gehalt im Verhältnis zum Workload als unangemessen erlebt.
Mir ist aufgefallen, dass nach meiner kritischen Bewertung vermehrt sehr positive Bewertungen veröffentlicht wurden, die in Ton und Stil auffällig werblich wirken. Für mich persönlich entsteht dadurch der Eindruck, dass aktuell stärker an der Außenwirkung gearbeitet wird als an der tatsächlichen Verbesserung interner Probleme. Nachhaltige Veränderungen würden langfristig glaubwürdiger wirken als reine Imagepflege.
Die zentrale Lage des Standorts.
Ich habe das HR-Team als sehr unfair und wenig authentisch erlebt. Nach außen wurde ein freundlicher Ton gepflegt, aber in den entscheidenden Situationen zeigte sich, dass Informationen zurückgehalten oder widersprüchlich vermittelt wurden. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass man nicht ehrlich mit den Mitarbeitern umgeht.
Ein Beispiel: Vor der gesamten Belegschaft wurde ausdrücklich betont, dass es keine Liste mit Kündigungen gäbe. Am selben Tag wurden jedoch mehrere Kollegen entlassen. Solche Situationen haben bei mir massiv Vertrauen zerstört.
Auch andere Kolleginnen berichteten von ähnlichen Erfahrungen, zum Beispiel dass sie völlig überrascht von einer Kündigung wurden und sogar noch ihre Nachfolger einarbeiten sollten, ohne darüber informiert zu sein. Für mich wirkte das intransparent und respektlos.
In Feedbackgesprächen sollte klar und ehrlich gesagt werden, was wirklich Sache ist, statt widersprüchliche Informationen zu vermitteln.
Die flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit, remote zu arbeiten, sind definitiv Pluspunkte. Das Büro ist modern, zentral gelegen und sehr angenehm gestaltet. In vielen Teams herrscht ein kollegiales Miteinander und innerhalb der Studios gibt es einen guten Zusammenhalt. In der Softwareentwicklung wird auf Code-Qualität geachtet – vor allem in Projekten mit neuen Produkten.
Die Führung durch das obere Management ist oft unprofessionell und wirkt intransparent. Kommunikation findet häufig spät oder gar nicht statt, und kritische Themen wie Gleichberechtigung werden kaum reflektiert. Gehaltsgespräche werden vermieden, Weiterbildung erfordert viel Eigeninitiative, und wer nicht laut genug fragt, bekommt selten Unterstützung. Das Betriebsklima leidet unter dieser Führungskultur, ebenso wie das Vertrauen der Mitarbeitenden. Auch das Umwelt- und Sozialbewusstsein wirkt eher wie Fassade als gelebter Wert.
Mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der internen Kommunikation. Ein reflektierterer, professionellerer Umgang im oberen Management – auch in Bezug auf Gleichberechtigung und respektvollen Umgang – wäre wünschenswert. Zudem sollten Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten strukturierter und zugänglicher gestaltet werden, statt von individueller Beharrlichkeit abhängig zu sein. Ein glaubwürdigeres Engagement für Umwelt- und Sozialthemen würde das Gesamtbild ebenfalls deutlich verbessern.
Die Kultur und Atmosphäre in den einzelnen Studios und Teams ist grundsätzlich positiv, wird aber stark durch die schwache Unternehmensführung, mangelhafte Kommunikation und die dadurch oft gedrückte Gesamtstimmung beeinträchtigt. Nur wenige Kolleg:innen kommen regelmäßig ins Office – die meisten arbeiten remote, obwohl das Büro an sich wirklich schön ist. Dank stabiler Bestandskunden herrscht für eine Agentur zwar ein vergleichsweise stabiles Umfeld, allerdings gab es in den letzten Jahren kaum Neukunden bzw. größere Projekte. Das trägt nicht gerade zu einer motivierenden oder zukunftsorientierten Stimmung bei – auch wenn das Lieblingswort des Managements "Growth" ist.
Das Unternehmen arbeitet an spannenden Projekten mit bekannten Kunden – allerdings kennt außerhalb kaum jemand den Namen JAKALA. Intern ist das Image eher durchwachsen und unter den Mitarbeitenden wird selten positiv über die Firma gesprochen.
Hohe Flexibilität bei der zeitlichen und örtlichen Arbeitsgestaltung: Lediglich die Kernarbeitszeiten sowie regelmäßige Weeklies und Dailies sind verbindlich.
Mehr Schein als Sein: Nach außen wird gerne mit Slogans wie #AgenciesForFuture geworben, in der Praxis sieht das Umweltbewusstsein aber anders aus – etwa wenn die Strecke Köln–Hamburg über Zürich geflogen wird.
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten hängen stark vom jeweiligen Bereich ab. In der Softwareentwicklung wird Weiterbildung tendenziell noch eher gefördert, allerdings muss man selbst sehr aktiv werden. Ohne Eigeninitiative läuft wenig – meist sind mehrere Anläufe und wiederholtes Nachfragen nötig, bis sich die Führungskraft Zeit nimmt, um über mögliche Förderungen zu sprechen.
Innerhalb der Studios, die gemeinsam für einen Kunden arbeiten, ist der Zusammenhalt gut, und auch insgesamt ist das kollegiale Miteinander angenehm. Allerdings gibt es nur wenig engeren Austausch zwischen den einzelnen Bereichen – was auch am Betriebsklima liegt, das solchen bereichsübergreifenden Kontakt leider nicht begünstigt.
Mit dem mittleren Management, inklusive der Studioleads, habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht. Die Geschäftsführung hingegen zeigt regelmäßig ein äußerst fragwürdiges Verhalten. Dazu zählen unter anderem das gezielte Mobbing von Mitarbeitenden, die man offenbar loswerden möchte, sowie das bewusste Streuen von Fehlinformationen, um Stimmung gegen diese Kolleg:innen zu machen. Das führt zu einer insgesamt sehr negativ geprägten Kommunikationskultur zwischen dem oberen Management und den Mitarbeitenden. Außerdem werden in Einzelfällen bewusst die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf verwischt – etwa durch das Anbieten von Gefälligkeiten oder durch Nachrichten, die dazu dienen sollen, Druck auszuüben und eine emotionale Bindung an den Arbeitgeber zu erzeugen.
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt überwiegend gut. Das Büro ist modern, ansprechend gestaltet und durch die zentrale Lage sehr gut erreichbar. Auch die technische Ausstattung im Büro ist zeitgemäß – Laptop, Maus und Tastatur werden gestellt. Darüber hinaus gibt es allerdings keine Unterstützung bei der Ausstattung des Home Office.
Die Quantität der internen Kommunikation hat in den letzten Monaten zwar endlich zugenommen, die Qualität bleibt jedoch weiterhin unzureichend. Besonders während des Übernahmeprozesses von FFW zu JAKALA wurde kaum transparent über personelle Veränderungen – inklusive Kündigungen – informiert. Ein Betriebsrat, der sich dieser Thematik annehmen wollte, wird aktuell vom Management ausgebremst.
Das Gehalt liegt eher unter dem Branchendurchschnitt. Gehaltsgespräche finden in der Regel nicht statt – teils wirkt es, als würden sie bewusst vermieden.
Das Geschlechterverhältnis im Unternehmen ist insgesamt relativ ausgewogen, und auch die Altersstruktur ist eher jung. Im oberen Management spiegelt sich das jedoch kaum wider – hier dominieren weiterhin männliche Führungskräfte. Ein echtes Bewusstsein für Themen wie Gleichberechtigung oder Diversität ist auf dieser Ebene kaum erkennbar. Besonders in informellen Situationen wie Firmenfeiern kommt es gelegentlich zu sexistischen Bemerkungen, die einen unangenehmen Eindruck hinterlassen und wenig Professionalität ausstrahlen.
Wenn man das Glück hat, an einem neuen Produkt zu arbeiten, ist die Code-Qualität in der Regel sehr hoch – und im Entwicklerteam wird auch aktiv darauf geachtet, diesen Standard zu halten. Hat man allerdings das Pech, auf einem Bestandskundenprojekt zu landen, das sich nur noch um Maintenance dreht, muss man sich mit teils jahrealtem Legacy-Code herumschlagen.
Die Arbeits-Atmosphäre, die Projekte, das Büro.
Wirkt oft sehr turbo-kapitalistisch (Wachstum, Wachstum!), es gibt aber keine Mitarbeiter-Beteiligung. Gäbe es wenigstens Unternehmensanteile wäre das meiner Meinung nach vertretbarer.
Besseres System für Gehaltsverhandlungen, am besten sogar mit fixem Inflationsausgleich pro Jahr.
Komme gerne zur Arbeit
Gute, bekannte Kunden. Im B2C Bereich eher unbekannt.
Ich konnte meine Zeiten so wählen, wie ich es möchte. Das funktioniert bisher super und wird auch nicht komisch beäugt. Das schätze ich sehr.
Gehälter sind eher Durchschnitt würde ich sagen und Gehaltsverhandlungen eher Arbeitgeberfreundlich strukturiert.
Bei Essen etc. wird oft vegetarisch bestellt. Unter Jakala hat sich etwas mehr Greenwashing dazu gesellt.
Alles in Allem okay, aber manchmal etwas Kindergarten.
Gutes Equipment, Großraumbüro (stört mich persönlich aber nicht).
Ziemlich transparente Firmen-Meetings.
In der Theorie ja, in der Praxis – vor allem in der IT – noch sehr männerlastig.
Gibt sehr spannende Projekte, aber das ist auch abhängig vom Studio in dem man landet. Ich wusste allerdings bereits vor Antritt der Stelle, welches das sein wird.
Standort (Gänsemarkt, HH) und prestigeträchtige Aussicht.
Meiner Erfahrung nach inkompetentes (mittleres) Mangement. Mir sind keinen Schulungen bekannt. Mageres Reflexionsvermögen. Selbst wenn unzufriedene Mitarbeitende kündigen, vereinzelt ohne eine neue Stelle zu haben.
(Grundlagen-)Schulungen für disziplinarische Führungskräfte.
Schlechte Auftragslage, die so weit reichte, dass Kollegen meines nahen arbeitsumfelds und ich die Augen für potenzielle Partner/Aufträge offen halten sollten.
Kollegen sind plötzlich „gegangen worden“, aus nicht nachvollziehbaren (kommunizierten) Gründen.
FFW ist weitestgehend unbekannt. Scheint sehr auf Expansion zu setzen. Jakala ggf. bekannter.
Flexible Arbeitszeiten. Allerdings kein mitarbeiterfreundliches Konzept für den Umgang mit Überstunden.
Kollegen wurden während Corona in Hinblick auf Weiterbildungen vertröstet. Auch danach gab es keine nennenswerten Weiterbildungsmöglichkeiten, von denen ich weiß. Ich selbst habe reguläre Weiterbildungen eigeninitiativ vorgeschlagen, jedoch wurden diese ohne valide Begründung abgelehnt.
Zudem gibt es einen Mangel an messbaren Entwicklungszielen. Ich habe willkürlich wirkende Bewertungen erfahren.
Gehalt sehr unbefriedigend und weit unter dem, was mir andere Unternehmen anbieten.
Es ist umweltfreundliches Verhalten, insbesondere von Arbeitnehmern, gewollt. Und es wurde betont, dass bei Essen auf Firmenkosten kein Fleisch bestellt werden soll / der Zug statt das Flugzeug für kürzere Distanzen genutzt werden soll. Das wird jedoch seitens Management nicht vorgelebt. „Agencys for Future“ wirkt auf mich nicht glaubwürdig.
Zusammenhalt gut. Kollegen teilen oftmals Unwohlsein durch intransparente Entscheidungen beim Management.
Es fällt auf, dass viele junge Menschen eingestellt werden. Die vergleichsweise wenigen älteren sind dafür dann deutlich länger im Unternehmen.
Entscheidungen wurden meiner Erfahrung nach den Mitarbeitern übergestülpt. Teilweise war die Argumentation wenig nachvollziehbar. Es gab kaum Partizipationsmöglichkeiten, um die Meinung der Mitarbeiter einzuholen.
Gute Mitarbeiter, die unzufrieden sind, lässt man von sich aus kündigen ohne ihre Kritik hören zu wollen / kein voraussagendes Handeln.
Höhenverstellbare Tische. Rückzugsmöglichkeiten für mehr Fokus gibt es allerdings nur wenige.
Viel Arbeit nach Wasserfall. Agilität wurde meinem Wissen nach nur in wenigen Bereichen angestrebt.
Es gab unterschiedliche Situationen, in denen sich Kollegen gegenüber dem Management dafür ausgesprochen haben, dass es hilfreich ist, Kündigungen von Kollegen im Teammeeting zu
kommunizieren (da sich das Management irgendwann dagegen entschieden hatte). Daran geändert wurde jedoch nichts.
In der Zeit als FFW zu Jakala wurde, wurde beispielsweise das gemeinsame Firmenessen aus wenig nachvollziehbaren Gründen extrem heruntergefahren, trotz Kollegen, die betont haben, wie wertvoll das gemeinsame lunch für sie war.
Teilweise spannende Kunden, allerdings rare Auftragslage und dadurch entstehende Leerläufe. Gefühlt mehr verlorene als gewonnene Pitches.