Fokus auf alte Technologien, Innovation außerhalb von KI eher irrelevant.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es steht moderne und zuverlässige Hardware zur Verfügung, bei der auch Sonderwünsche berücksichtigt wurden.
Die Arbeitszeiten sind flexibel und die Urlaubsplanung verläuft unkompliziert.
Es besteht die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden aktiv umgesetzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der starke Fokus auf veraltete Technologien führt dazu, dass Projekte für viele Mitarbeitende schnell monoton wirken.
Das Führungsverhalten zeigt sich in Tonfall, Verlässlichkeit und Umgang mit Kritik häufig wenig professionell.
Die Gehälter liegen deutlich unter dem Branchenschnitt.
Verbesserungsvorschläge
Für konzentriertes Arbeiten vor Ort sollten klare Regeln wie feste Focustimes eingeführt werden, um die Produktivität im Büro zu steigern.
Langjährig beschäftigte Mitarbeitende, die in ihrer Rolle weniger motiviert wirken, sollten gezielt gefördert, durch Weiterentwicklung angeregt oder durch passende Positionswechsel neu eingebunden werden, damit ihr Potenzial besser genutzt wird.
Die Modernisierung der Technologie-Stacks sollte konsequent vorangetrieben werden, wobei Eigenentwicklungen reduziert werden, wenn Standardlösungen wirtschaftlicher sind.
Leistungsgerechte Gehälter sollten am Branchenniveau ausgerichtet werden, um als Arbeitgeber langfristig attraktiv zu bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Vor Ort kam es mehrfach zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden. Wertschätzung in Form von Lob war selten. Kritik wurde häufig indirekt und über mehrere Personen hinweg weitergegeben, was eher dem „Stille-Post“-Prinzip glich.
Im sogenannten „Mobile Office“ konnte dagegen konzentrierter und produktiver gearbeitet werden.
Kommunikation
Es gab regelmäßige monatliche „Meet & Greets“, in denen Verkaufszahlen und aktuelle Themen vorgestellt wurden. Entscheidungsprozesse und Hintergründe für Neuerungen wurden jedoch nur selten transparent kommuniziert.
Kollegenzusammenhalt
Das Unternehmen wirkte teils zweigeteilt: Auf der einen Seite jüngere oder neue Mitarbeitende, auf der anderen Seite Kolleg:innen mit langjähriger Betriebszugehörigkeit.
Einige Mitarbeitende, die schon über 20 Jahre im Unternehmen sind, verharren stark in alten Routinen oder äußern sich regelmäßig kritisch zu bestehenden Problemen, ohne Lösungen anzubieten.
Engagierte neue Kolleg:innen gleichen dies häufig aus, sodass am Ende noch ein akzeptables Gesamtergebnis erreicht wird.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist möglich, ebenso flexible Arbeitszeiten. Auch Urlaubsanträge wurden in der Regel unkompliziert und kurzfristig genehmigt.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten fiel häufig negativ auf: wiederholtes Zuspätkommen zu Terminen, ein rauer und teils herablassender Tonfall sowie ein Fokus auf Kritik statt konstruktivem Feedback.
Auch laute Diskussionen und Türenschlagen gehörten zum Alltag. Mitunter waren Gespräche von Vorgesetzten sogar durch geschlossene Türen bis in andere Büros hörbar.
Interessante Aufgaben
Für Junior-Entwickler:innen kann das Unternehmen eine erste Anlaufstelle sein. Allerdings wird es recht schnell eintönig, da hauptsächlich auf ältere Technologien gesetzt wird (z. B. Delphi, PHP; nur die .NET-Projekte wurden in den letzten Jahren teilweise modernisiert).
Zudem wird viel Entwicklungszeit für Eigenlösungen aufgewendet, obwohl Standardsoftware wirtschaftlicher wäre.
Gleichberechtigung
Der Frauenanteil bei JAM ist im Vergleich zu vielen anderen IT-Unternehmen erfreulich hoch.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Kolleginnen auf allen Ebenen stets respektvoll behandelt werden und ihr Beitrag genauso selbstverständlich geschätzt wird wie der ihrer männlichen Kollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährig Beschäftigte konnten sich teilweise deutlich mehr erlauben, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.
Arbeitsbedingungen
Die Hardware war stets aktuell, individuelle Wünsche wurden vom IT-Team berücksichtigt – das ist positiv hervorzuheben.
Effizientes Arbeiten vor Ort war allerdings schwierig, da konzentriertes Arbeiten kaum respektiert wurde und viele private Gespräche für ein lautes Umfeld sorgten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
JAM legt Wert auf Nachhaltigkeit, u. a. durch den Einsatz einer Wärmepumpe, einer PV-Anlage auf dem Dach sowie firmeneigener Ladesäulen für Elektroautos.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter liegen spürbar unter dem Branchendurchschnitt, insbesondere im Vergleich zu Luxemburg. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden als 13. Monatsgehalt ausgezahlt.
Beim Ausscheiden entfiel jedoch der Anspruch darauf, obwohl das Gesamtpaket offiziell als „Jahresgehalt inkl. 13. Gehalt“ kommuniziert wurde.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind begrenzt, da man meist in der Position verbleibt, in der man eingestellt wurde. Die Hierarchien sind flach (Geschäftsführung, Teamleitungen, Mitarbeitende).
Positionswechsel sind grundsätzlich möglich.
Weiterbildungen wurden auf Nachfrage ermöglicht, aber nur von wenigen Mitarbeitenden wahrgenommen.