Vom hochmotierten Mitarbeiter zur inneren Kündigung - alles andere als ein Einzelschicksal
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kostenlose Snackbar mit Süßigkeiten, Obst und Kaffee.
Das damalige Team sowie die interessanten Aufgabengebiete.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Art und Weise wie mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern umgegangen wird.
Parkplatzmangel, ein mittlerweile sehr geringes Qualitätsbewusstsein und viele "selbstgemachte" Reklamationen und Probleme.
Verbesserungsvorschläge
Die Mitarbeiter und deren Leistung und Expertise wirklich wertschätzen und nicht nur so tun als ob.
Die Firma nicht kaputtsparen.
Leistungsträger nicht in den Burnout treiben, indem man diesen immer mehr Arbeit aufhalst.
Arbeitsatmosphäre
Die ursprünglich angenehme Atmosphäre ist der Angst vor ungerechtfertigten und bodenlosen Anschuldigung gewichen.
Versprochen wurde viel, aber Taten sagen mehr als tausend Worte; besonders wenn diese genau das Gegenteil von dem Gesagten sind.
Wenn man nicht der gleichen Meinung war, wie die GF, dann "ist man kein Teil des Teams"
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen den Mitarbeiter war immer kollegial, konstruktiv und lösungsorientiert. Bei schwierigen Themen wurde schon mal hitzig debattiert; hierbei blieb man aber immer professionell.
Die Kommunikation zur GF gestaltete sich schwierig, da diese so gut wie nie greifbar war. Wenn es doch zum Gespräch kam, hatte man zwar oft das Gefühl, dass man richtig verstanden und Schwere der Sorgen/Probleme wahrgenommen wurde und entsprechend reagiert werden würde... Pustekuchen - das exakte Gegenteil wurde gemacht.
Kollegenzusammenhalt
Ich durfte Teil eines absolut tollen Teams sein! Jeder hat bereits mehr als 120% geleistet und doch bekam man immer Hilfe, wenn man darum bat.
Herausforderungen und Krisen wurde durch enorme gemeinsame Anstrengung und überwältigender Leistungen überwunden. Und dem Wissen, dass man es mal wieder geschafft hatte, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, hat man den Tag auch gerne zusammen ausklingen lassen.
Anscheinend hatte die GF nie verstanden, was für einen Schatz sie in Form ihrer Mitarbeiten hatte...
Work-Life-Balance
Überstunden mussten regelmäßig gemacht werden, da man sonst nicht ansatzweise mit seinem Arbeitspensum hinterhergekommen ist. Wenn man wirklich wichtige private Termine hatte, bekam man aber meist problemlos frei.
Vorgesetztenverhalten
Aufgrund der flachen Herarchie ist der direkte Vorgesetzte fast immer die Geschäftsführung. Leider entstand der Eindruck, dass diese komplett überfordert ist.
Wenn man selbst zu viel zu tun hat oder "fachfremd" ist, sollten die fundierten und wohlüberlegten Empfehlungn von Mitarbeitern zumindest in Betracht gezogen werden...
Kurz um, hirer fehlt leider an vielen Ecken an der Professionalität.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabengebiete waren sehr interessant und vielfältig. Ab und zu durfte/musste man auch etwas machen, für das man gar nicht angestellt wurde... Zur Freude oder auch zum Leid desjenigen.
Gleichberechtigung
Das mit der Gleichberechtigung klappte soweit gut. Ab und zu gab es den ein oder anderen sexistischen Kommentar, aber nichts schlimmes.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit in Ordnung
Arbeitsbedingungen
Arbeitstage, an welchen man nicht gestresst war und nicht wusste, was man zuerst machen sollte, gab es selten.
Aufgrund von zu wenig Mitarbeitern hatte man chronisch ein zu großes Arbeitspensum, welches man abarbeiten musste. Wenn dies nicht getan wurde, resultierte dies nicht selten darin, dass Kunden vertröstet werden mussten.
Wenn man sich Urlaub nehmen wollte, so musste man zwangsweise vorarbeiten. Eine funktionierende Vertretung gab es nicht. Teilweise wurde an arbeitsfreien Tagen gearbeitet, um irgendwie hinterherzukommen und nach dem Urlaub nicht direkt eine 70 Stunden Woche zu haben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde darauf geachtet, möglichst regional zu kaufen.
Gefühlt wurde aber auch an einigen Stellen Greenwashing betrieben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt bewegt sich meiner Meinung nach eher im unteren Bereich, besonders für Fachkräfte. Eine Inflationsanpassung gab es nicht, jeder Mitarbeiter musste sich eine entsprechende Gehaltsanpassung "erkämpfen".
Image
Hier klafft die Selbsteinschätzung und die Wahrnehmung von auserhalb mittlerweile weit auseinander. Früher war man sehr angesehen.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegschancen gab es so gut wie keine; was aber bei einer recht kleinen Firma aber (glaube ich) normal ist.
Messen konnten eigentlich nur besucht werden, wenn man selbst Messestandpersonal war.
Seminare gab es nur für sehr wenige ausgewählte Mitarbeiter mit dem klaren Fokus darauf, wertvolle Infos für die Firma abzugreifen und nicht die persönliche Entwicklung des Mitarbeiters.