Mehrjähriges Anstellungsverhältnis mit guten und schlechten Zeiten, am Ende entmutigend und enttäuschend.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Interessante Aufgaben und das damalige Team.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den Umgang mit Mitarbeitern und Kunden.
Verbesserungsvorschläge
Wenn ein großer Anteil der Mitarbeiter zusammenbricht, eine Auszeit von dem mentalen und beruflichen Stress braucht und gehäuft ausfällt, sollte man den Führungsstil in seiner fachlichen und v.a. zwischenmenschlichen Art und Weise hinterfragen. Die Überlast war auf Dauer zu viel.
Arbeitsatmosphäre
Das größte Lob gaben stets die Kunden, sowohl direkt ausgesprochen als auch mit Wiederbeauftragung bestätigt. Das Lob seitens der Geschäftsführung war berechnendes Stilmittel.
Kommunikation
Positiv hervorzuheben ist die Zusammenarbeit im Team: Der fachliche Austausch, die interne Kommunikation sowie die Meetingkultur unter Kolleg:innen waren konstruktiv und professionell.
Leider war die Kommunikation seitens der Geschäftsführung (GF) von einem anderen Charakter geprägt. In Regelterminen herrschte oft bedrückendes Klima. Die Angst vor emotionalen Wutausbrüchen hemmte konstruktives Miteinander. Durch Zurückhaltung versuchte man nicht in den Fokus zu geraten.
Kollegenzusammenhalt
Man hat nicht verstanden, was für ein besonderes Team an fähigen, liebevollen und freundschaftlich verbundenen Mitarbeitern gewachsen war. Das Team hat die Firma getragen und ihr alles gegeben, nicht andersherum. Das Finden des Teams war absolutes Glück.
Work-Life-Balance
Insgesamt wurde darauf geachtet, dass jeder Angestellte seine Arbeit mit seiner Lebenssituation abstimmen kann.
Man durfte z.B. seine Überstunden, nach Erbitten bei der GF so nehmen, wie es nötig war. Da man hunderte Überstunden hatte, war das aber auch ok so.
Vorgesetztenverhalten
Hier fehlt es an Professionalität.
Interessante Aufgaben
Das Team und die interessanten Aufgaben waren der Grund, warum man gerne für die Firma gearbeitet hat. Meist war man an namhafte Kunden "ausgeliehen" und in dieser Zeit "eher" deren Mitarbeiter. Das Wissen, dass man durch Kundenaufträge erarbeitet hat, ist eine Bereicherung und das Kapital des Mitarbeiters.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Erfahrung der älteren Kollegen wurde genutzt, um kritische Projektthemen zu lösen. Keine professionelle Anerkennung hierfür. Ein "Danke" im Flur musste meist genügen.
Arbeitsbedingungen
Kleine Büros mit ein bis vier Arbeitsplätzen waren angenehm. Werkzeug und Ausrüstung war maximal unteres Mittelmaß.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde lieber fair-trade als billig gekauft.
Gehalt/Benefits
Gehalt wurde meist pünktlich bezahlt. Insgesamt niedriges Gehaltsniveau. Eine Gehaltserhöhung war verbunden mit einem Eingeständnis, dass man als Zusatz in den Arbeitsvertrag aufnehmen musste. In sechs Jahren gab eine Gehaltserhöhung,. Gehalt war Tabuthema.
Image
Hier liegt Wahrnehmung und Realität sehr weit auseinander. Der Arbeitgeber lebt hier von seiner Belegschaft und dem Seniorchef.
Karriere/Weiterbildung
Eine Schulung in sechs Jahren (Brand- und Datenschutz ausgenommen)