Theoretisch das Maximum, praktisch das Minimum. Nicht empfohlen (außer man sammelt schlechte Erfahrungen)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man lernt sehr schnell, wie man es nicht machen sollte. Ein Crashkurs in Sachen Demotivation. Abwechslung: Jeder Tag bringt neue ungeplante „Herausforderungen“.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Diskrepanz zwischen Vorstellungsgespräch und Realität ist beeindruckend. Was angekündigt wird, existiert später nur noch in der Erinnerung. Struktur, Einarbeitung und Verlässlichkeit wirken eher wie optionale Extras.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Improvisation, mehr Struktur.
Weniger Druck, mehr Führung.
Weniger Versprechen, mehr Realität.
Arbeitsatmosphäre
Daueranspannung liegt in der Luft. Meckern gehört zum Alltag, offene Worte eher nicht.
Image
In der Region kein unbekannter Laden – leider nicht im positiven Sinn.
Work-Life-Balance
Balance setzt zwei Seiten voraus. Hier überwiegt eine deutlich. Überstunden sind Pflicht und natürlich unvergütet. Wochenendarbeit wird weder mit Freizeit noch mit Geld (oder einem prozentualen Aufschlag) vergütet.
Karriere/Weiterbildung
Theoretisch denkbar, praktisch jedoch nicht existent. Für einen Karrieresprung ist kündigen und in anderen Unternehmen bewerben die beste Option.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hauptsache, der Betrieb läuft – alles andere ist nachrangig.
Kollegenzusammenhalt
Fluktuation wie im Karussell. Beziehungen bleiben oberflächlich, weil man nie weiß, wer nächste Woche noch da ist.
Vorgesetztenverhalten
Führung nach dem Prinzip: Hauptsache laut, Hauptsache Druck.
Arbeitsbedingungen
Keine Klimatisierung, mäßige Sauberkeit und regelmäßiger Fahrzeugbetrieb in geschlossenen Räumen. Wer saubere Luft schätzt, sollte vorher tief einatmen - am besten vor der Tür.
Kommunikation
Informationen sind wie Ostereier: gut versteckt und schwer zu finden. Informationen gelten offenbar als Bringpflicht – nur weiß niemand, wohin man sie bringen soll.