Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg*innen waren wirklich alle sehr nett und hilfsbereit. Ich erlebte, dass viele Mitarbeitenden mit viel Herz und Engagement dabei waren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Neben dem bereits gesagten erlebte ich eine starre Hierarchie und Machtgefälle zwischen den Ebenen. Ich erlebte eine Haltung Auszubildenen gegenüber, die äußerst veraltet ist. Ganz nach dem Motto „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Eine Haltung die ich nicht mehr als zeitlich angemessen finde.
Ich erlebte wenig Beachtung für die Bedürfnisse von Mitarbeitenden. Eher erlebte ich, dass Leistungsdruck auf diese ausgeübt wurde.
Meine Eindrücke betreffen jedoch nur den Bereich der ambulanten Hilfen.
Verbesserungsvorschläge
Der Verantwortung für Duale Studierende gerecht werden. Kritik und Wünschen sollte mit Offenheit begegnet werden, anstelle diese zu invalidieren. Ein wertschätzenden und respektvollen Umgang hätte ich mir gewünscht und sollte eigentlich Standard sein.
Arbeitsatmosphäre
Ich erlebte viel Leistungsdruck und Unzufriedenheit von Kolleg*innen. Insgesamt erlebte ich keine schöne Arbeitsatmosphäre.
Karrierechancen
Sind insgesamt in der Sozialen Arbeit gut
Arbeitszeiten
38,5 Stunden inklusive Uni. Kann jedoch insgesamt sehr intensiv sein. Für Angelegenheiten aus der Uni erhielten wir keine Zeiträume oder Unterstützung.
Ausbildungsvergütung
Ist ok. Orientiert sich am BaFög Höchstsatz
Die Ausbilder
Eine Anleitung, die ausreichend Kapazitäten hat, um Auszubildenden gerecht zu werden, habe ich nicht erlebt. Ich fühlte mich mir selbst überlassen. Ich erlebte kaum inhaltliche Ausbildung durch Anleiter*innen. Die im Ausbildungsplan festgehaltenen Absprachen fanden bei mir so gut wie gar keine Berücksichtigung in der Ausbildung. Das Engagement von Mitarbeiter*innen, die Anleiter*innen werden wollten blieb in meiner Zeit erfolglos. Meiner Einschätzung nach kann meine erlebte Ausbildung kaum dem Begriff "Ausbildung" gerecht werden.
Spaßfaktor
Beeinflusst von dem Gefühl kaum Berücksichtigung und Wertschätzung erlebt zu haben entwickelte sich kaum Spaß bei der Arbeit. In einzelnen Fällen und insbesondere im Kontakt mit Kolleg*innen erlebte ich Spaß bei der Arbeit.
Ich habe zudem fast ausschließlich sehr monotone und repetitive Aufgaben erledigt. Konkret habe ich quasi nur mit und für Klient*innen eingekauft. Abwechslung war kaum vorhanden.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie bereits berichtet waren die Aufgaben sehr eintönig und haben mich massiv unterfordert. Von Seiten der Dualen Student*innen und den Teamkolleg*innen wurde der Wunsch nach mehr Anleitung und Begleitung von erfahrenen Kolleg*innen geäußert. In meiner Zeit blieb das Engagement jedoch erfolglos. Im direkten Kontakt mit der Geschäftsführung hatte ich den starken Eindruck, dass die Wünsche nach einer fachlich qualitativen und abwechslungsreichen Ausbildung nicht ernst genommen wurden. Vielmehr erfuhr ich die Haltung, dass die Ausbildung in der jetzigen Form doch gut sei. Eine Haltung die ich nur sehr schwer nachvollziehen kann.
Variation
Kaum Abwechslung
Respekt
Von Teamkolleg*innen erlebte ich viel Respekt. Leider kann ich nicht das selbe über die Geschäftsführung und die Verantwortliche für Duale Studierende aus der Verwaltung berichten.
In Gesprächen erlebte ich eine nahe zu feindseliges Verhalten. Nachdem mein Erleben der Ausbildung und meine Wünsche erneut nicht ernst genommen wurden, warf man mir vor, ich hätte meine Schweigepflicht verletzt. Ein Vorwurf der in der gesamten Zeit nie mit konkreten Belegen untermauert wurde. Ich hatte den Eindruck, man mich damit unter Druck setzen wollte. Daraufhin legte mir die Geschäftsführung einen Aufhebungsvertrag vor, welcher zum Ende des Monats datiert war. Man forderte mich auf diesen bereits zum nächsten Tag zu unterschreiben. Außerdem wurde mir die Arbeit mit Klient*innen untersagt. Stattdessen sollte ich ausschließlich Bürotätigkeiten erledigen. Ein Grund, weshalb ich nicht mehr mit Klient*innen tätig sein darf, wurde mir nicht genannt.
Insgesamt erlebte ich das Gespräch und die darauffolgenden Gespräche als äußerst respektlos und kaum vereinbar mit meinen Werten und Moralvorstellungen für einen Träger der Sozialen Arbeit.