Stillstand statt Fortschritt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen ist tarifgebunden, was für faire und transparente Bezahlung sorgt. Positiv hervorzuheben ist auch der erkennbare Wille, die Insolvenz erfolgreich zu bewältigen und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die internen Abläufe sind stark veraltet, und moderne Strukturen oder digitale Prozesse fehlen weitgehend. Das Führungsverhalten mancher Vorgesetzten ist problematisch. Wertschätzung, Kommunikation und Teamgeist bleiben oft auf der Strecke. Zudem wirkt die Arbeitsumgebung trist und wenig motivierend. Insgesamt entsteht so ein Arbeitsklima, das eher belastend als förderlich ist.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre wünschenswert, die Arbeitsbedingungen grundlegend zu verbessern und die Arbeitsumgebung moderner und angenehmer zu gestalten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wirkte insgesamt wenig motivierend, man hatte häufig den Eindruck, dass die meisten Mitarbeitenden nur ihren Tag abarbeiteten. Möglicherweise trug auch die in die Jahre gekommene, eher dunkle und graue Arbeitsumgebung zu dieser Stimmung bei.
Image
Das Image des Unternehmens ist insgesamt weder besonders gut noch besonders schlecht. Es wirkt weitgehend neutral, abgesehen von der derzeitigen Insolvenz, die das öffentliche Bild verständlicherweise etwas beeinträchtigt.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeit liegt bei etwa 35 bis 40 Stunden pro Woche, was grundsätzlich fair ist. Positiv hervorzuheben sind die vielen Urlaubstage, die zudem sehr flexibel genommen werden konnten. Homeoffice wird hingegen nicht angeboten und ist aufgrund der betrieblichen Gegebenheiten weder erwünscht noch praktisch umsetzbar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Umweltbewusstsein besteht noch deutliches Verbesserungspotenzial. Es wird weiterhin sehr viel gedruckt und abgelegt, anstatt auf digitale Prozesse zu setzen - teils wird eine Digitalisierung sogar aktiv abgelehnt. Sozial engagiert sich das Unternehmen jedoch: Es nimmt gelegentlich an Veranstaltungen teil und bildet regelmäßig Auszubildende aus.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich bestehen im Unternehmen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass diese aktiv gefördert oder als wichtig angesehen werden. Weiterbildungen spielten im Arbeitsalltag kaum eine Rolle, und echte Aufstiegschancen wirkten eher begrenzt.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt im Unternehmen einige Kolleginnen und Kollegen, deren Verhalten den Arbeitsalltag deutlich erschwert. Teilweise herrscht ein respektloser und überheblicher Umgangston, der das Arbeiten im Team sehr unangenehm macht. Konstruktive Zusammenarbeit ist mit solchen Personen kaum möglich, was oft dazu führt, dass man an Tagen, an denen man direkt mit ihnen zusammenarbeiten muss, nur ungern zur Arbeit geht.
Trotzdem gibt es auch einige Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit sehr angenehm und motivierend war. Diese positiven Ausnahmen machen den Arbeitsalltag etwas erträglicher.
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Vorgesetzten, mit denen ich zusammengearbeitet habe, zeigten kaum Wertschätzung oder Anerkennung für geleistete Arbeit. Stattdessen war eine Kultur des Lästerns und Herabsetzens einzelner Mitarbeitender spürbar, was in manchen Fällen eindeutig als Mobbing bezeichnet werden kann. Dieses Verhalten führte zu einer stark belastenden Arbeitsatmosphäre, in der Motivation und Vertrauen zunehmend verloren gingen. Die Geschäftsführung trat fair und professionell auf und bemühte sich um ein respektvolles Miteinander.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsräume verfügen größtenteils über kein Tageslicht, stattdessen sorgen oft grelle Deckenlampen für eine eher unangenehme Beleuchtung. Das gesamte Umfeld wirkt alt und grau, was sich auch auf die Stimmung auswirkt. Positiv zu erwähnen ist, dass die Produktionsgeräusche noch im erträglichen Bereich liegen und die Arbeitsplätze insgesamt relativ sauber sind.
Kommunikation
Es finden in regelmäßigen Abständen Betriebsversammlungen statt, bei denen grundlegende Informationen geteilt werden. Dabei hatte ich jedoch den Eindruck, dass nur das kommuniziert wurde, was auch „offiziell" gesagt werden durfte. Positiv ist, dass wir zumindest eine grobe Einordnung zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und zu den angestrebten Zielen erhalten haben.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung erfolgt nach Tarif und ist grundsätzlich fair. Allerdings befindet sich das Unternehmen derzeit in der Insolvenz, was verständlicherweise für Unsicherheit sorgt.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeiten waren wenig spannend und boten kaum Abwechslung. Viele Aufgaben wiederholten sich, wodurch kaum Entwicklungsmöglichkeiten oder neue Herausforderungen entstanden.