Ihr Unternehmen?

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Joseph 
Dresselhaus 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Unzufriedenheit pur: Ein Blick hinter die Kulissen

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Joseph Dresselhaus GmbH & Co. KG in Herford gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mittlerweile gibt es nichts mehr Gutes hier.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein grundlegendes Problem ist die derzeitige Führungsebene. Der gesamte Management-Wasserkopf, zusammen mit der Geschäftsführung, muss schnellstmöglich ersetzt werden. Anstatt das Unternehmen in eine positive Richtung zu führen und echte Veränderungen zu bewirken, konzentriert sich das Management nur auf Kontrolle und Selbstbereicherung– und das auf Kosten der Mitarbeitenden und der Unternehmenskultur.

Die Geschäftsführung hat es versäumt, klare realistische Visionen zu entwickeln und umzusetzen, die das Unternehmen langfristig erfolgreich machen könnten. Stattdessen wird alles an die zum Teil ahnungslose Manager delegiert, die wenig bis keinen echten Mehrwert schaffen. Ihre Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar und tragen nicht zur tatsächlichen Verbesserung bei.

Arbeitsatmosphäre

Hier fühlt man sich schnell nur noch wie eine Zahl und nicht wie ein wertvoller Teil des Teams. Die Arbeitsatmosphäre ist von ständiger Überlastung und hohem Stress geprägt, während echte Wertschätzung für die eigene Leistung nahezu nicht existiert. Lob wird oft nur oberflächlich verteilt und ist selten konkret oder individuell – man wird nicht als Mensch wahrgenommen, sondern lediglich als Ressource, die möglichst schnell und effizient abgearbeitet werden soll.

Wenn man den Mut hat, Kritik zu äußern oder die eigenen Grenzen klarzumachen, wird man sofort mit Schuldgefühlen konfrontiert. Es wird impliziert, dass man das gesamte Team oder gar das Unternehmen in Gefahr bringt, wenn man nicht ständig „mitzieht“ oder zusätzliche Aufgaben übernimmt. Diese Art der emotionalen Manipulation trägt dazu bei, das ohnehin schon hohe Stressniveau noch weiter zu steigern.

Kommunikation

Die Kommunikation lässt mehr als zu wünschen übrig. Sie findet kaum oder nur minimal statt und ist meist viel zu spät, wenn überhaupt. Informationen werden nur in den nötigsten Dosen weitergegeben, und oft weiß man erst im Nachhinein, was wirklich los ist – eine echte Kommunikation oder transparente Entscheidungsprozesse gibt es nicht. Wichtige Themen werden verschwiegen oder so dargestellt, als seien sie gar kein Problem, obwohl sie das Gegenteil beweisen.

Interessanterweise funktioniert der „Flurfunk“ weitaus besser als jede offizielle Kommunikation. Gerüchte und unbestätigte Informationen verbreiten sich schneller als offizielle Mitteilungen, was zu noch mehr Verwirrung und Unsicherheit führt.

Noch dazu wird ständig versucht, alles in ein positives Licht zu rücken – selbst wenn die Realität ganz anders aussieht. Probleme werden so lange wie möglich klein geredet oder ganz unter den Teppich gekehrt. Wer die Wahrheit anspricht oder hinterfragt, läuft Gefahr, als Pessimist abgestempelt zu werden. Diese Art der Kommunikation sorgt nicht nur für Unklarheit, sondern verstärkt das Gefühl der Entfremdung und mangelnden Transparenz.

Kollegenzusammenhalt

Der einzige wirklich positive Punkt ist der Zusammenhalt unter den Kollegen. Trotz des hohen Stressniveaus und der ständigen Überlastung halten die Mitarbeiter zusammen und unterstützen sich gegenseitig – das ist es, was wirklich den Betrieb am Laufen hält. Hier zeigt sich, dass der wahre Wert des Unternehmens in denjenigen liegt, die an der Basis arbeiten, und nicht in den Führungskräften oder der oberen Ebene.

Leider wird dieser Zusammenhalt von der Unternehmensführung kaum anerkannt oder gefördert. Stattdessen scheinen die Mitarbeitenden ganz unten nur als „Arbeitseinheit“ zu gelten, die so schnell wie möglich durch den Prozess geschleust werden soll, ohne echte Wertschätzung zu erfahren. Während das Management eher auf seine eigenen Interessen fokussiert ist, sind es die Kolleginnen und Kollegen, die sich auf dem Boden der Tatsachen bewegen und das eigentliche Rückgrat des Unternehmens bilden. Diese unerschütterliche Zusammenarbeit der Basis bleibt jedoch oft unbemerkt, da der Fokus von oben eher auf der äußeren Darstellung des Unternehmens liegt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance insgesamt okay, aber sie hängt stark davon ab, in welcher Niederlassung man arbeitet, ob ein Betriebsrat vorhanden ist und in welcher Abteilung man tätig ist. In manchen Bereichen gibt es eine gewisse Flexibilität, etwa mit der Möglichkeit, 1-2 Tage pro Woche im Home Office zu arbeiten. Doch auch hier gibt es Haken: Die Erwartungen an die Arbeitszeiten sind alles andere als realistisch.

Trotz der Option für Home Office wird erwartet, dass man nahezu den ganzen Tag über verfügbar ist – von früh morgens bis spät abends, besonders für Meetings oder spontane Termine, die häufig außerhalb der regulären Kernarbeitszeiten liegen. Dies führt dazu, dass die eigentliche Kernarbeitszeit oft überschritten wird.

Vorgesetztenverhalten

Lässt stark zu wünschen übrig. Alles, was über den Teamleiter hinausgeht, ist schlichtweg ineffizient und nicht hilfreich. In einigen Abteilungen, die zum Glück noch ohne Manager oder Abteilungsleiter auskommen, läuft die Arbeit viel besser, weil diese „Führungskräfte“ oft nur unnötigen Stress verursachen.

Besonders die Manager auf C-Level sind ein echtes Problem. Sie bieten keinerlei echte Unterstützung für die Mitarbeitenden. Stattdessen sorgen sie lediglich dafür, dass die Geschäftsführung einen direkten Ansprechpartner hat. Die tatsächliche Aufgabe der Manager scheint darin zu bestehen, Druck auszuüben und zu versuchen, möglichst viel aus den Mitarbeitenden herauszupressen, ohne Rücksicht auf die realen Belastungen und Bedürfnisse der Teams. Die menschliche Seite der Führung fehlt völlig, stattdessen regiert die Kontrolle.

Die Führungskräfte in diesem Unternehmen sind mit das Schlimmste, was die Arbeitsatmosphäre betrifft. Sie schaffen es, selbst die engagiertesten Mitarbeitenden demotiviert und ausgebrannt zu machen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind entweder eintönige Routinearbeiten, die einen schnell langweilen, oder es wird einem plötzlich Verantwortung für Themen übertragen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Oft steht man dann vor Aufgaben, für die man keinerlei Fachwissen hat und auch keine Ansprechperson mehr, die einem weiterhelfen kann. Anstatt interessante und herausfordernde Aufgaben zu bieten, die die Mitarbeitenden motivieren und weiterentwickeln, wird man mit Aufgaben überhäuft, die entweder wenig Sinn ergeben oder einen völlig überfordern, weil man keinerlei Unterstützung bekommt.

Es fehlt an einer klaren Einarbeitung und an Kollegen, die bereit sind, ihre Expertise zu teilen. Wer also Glück hat, darf sich durch Themen kämpfen, die völlig außerhalb des eigenen Wissensbereichs liegen – ohne oder mit schlechten Anleitung, ohne Ansprechpartner und oft ohne die nötigen Ressourcen, um die Aufgabe auch nur annähernd gut erledigen zu können. Statt spannende und lehrreiche Aufgaben zu bekommen, fühlt es sich eher wie ein ständiges Ausprobieren und Improvisieren an.

Gleichberechtigung

In Bezug auf Gleichberechtigung lässt sich sagen, dass es keine offenen negativen Vorfälle gibt, die direkt an das Thema angeknüpft sind. Allerdings gibt es auch kaum positive Entwicklungen. Besonders auffällig ist, dass auf der Führungsebene fast keine Frauen vertreten sind – hier scheint die Gleichstellung noch in weiter Ferne zu liegen

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind leider sehr unterschiedlich und hängen stark davon ab, wo man gerade arbeitet. Einige haben das Glück, an höhenverstellbaren Tischen zu sitzen und mit moderner Hardware zu arbeiten, während andere mit veralteten Geräten und kleinen Monitoren im Büro oder Lager absitzen müssen. Besonders im Lagerbereich ist die Ausstattung ein klarer Rückschritt, der die Arbeit zusätzlich erschwert.

Das Großraumbüro im EK-Bereich ist eine schlechte Entscheidung gewesen. Es sorgt für wenig Privatsphäre und hohe Geräuschkulisse. Dazu kommt, dass es kaum einheitliche Standards für die Arbeitsplätze gibt – manche Abteilungen haben Glück und können auf Kaffee zugreifen, andere hingegen haben nicht einmal das.

Die ehemals vorhandene Kantine ist längst verschwunden. Auch die Tankstelle, ist schon lange außer Betrieb. Es scheint, als sei alles, was für die Mitarbeitenden von Bedeutung wäre, mittlerweile etwas, an dem man auf Teufel komm raus sparen möchte. Statt das Wohl der Mitarbeitenden zu fördern, wird an jedem kleinen Detail gespart, was für viele zu einem echten Nachteil wird. Dafür gibt es andere hohe "sinnlose" Ausgaben für GF und GL.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In Bezug auf Umwelt- und Sozialbewusstsein gibt es leider wenig Positives zu berichten. Es gibt keine Mülltrennung, keine Photovoltaikanlagen oder sonstige nachhaltige Initiativen. Die Heizungen laufen nach wie vor mit Gas.

Das Thema Umweltschutz scheint überhaupt keine Priorität zu haben. In all den Jahren habe ich nie gehört, dass jemand ernsthaft auf ökologische oder nachhaltige Maßnahmen Wert legt. Wenn das Thema doch einmal angesprochen wird, dann meistens nur im Zusammenhang mit Marketing und der Darstellung nach außen, um ein positives Image zu wahren. Hinter den Kulissen gibt es jedoch keinerlei Bemühungen, die Umwelt aktiv zu schonen oder auf Nachhaltigkeit zu achten – es bleibt bei Lippenbekenntnissen, die keinen praktischen Nutzen haben.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist leider alles andere als attraktiv. Im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche liegt es deutlich unter dem Durchschnitt – man kann ruhig sagen, dass man mindestens 10-20 % weniger bekommt, als es in vergleichbaren Positionen woanders üblich ist.

Es gibt keinerlei Aussicht auf Gehaltserhöhungen oder Anreize für eine langfristige Bindung. Selbst wenn man sich hohe Leistungen und Engagement erarbeitet, wird das selten oder nie durch eine angemessene Vergütung honoriert.

Auch die Sozialleistungen sind minimal und bieten wenig, um das Unternehmen für Mitarbeitende wirklich attraktiv zu machen. Hier wird man eher dazu ermutigt, sich mit dem Mindesten zufrieden zu geben, was für ein Unternehmen dieser Größe und Branche einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Image

Steht in starkem Gegensatz zur Realität, die die Mitarbeitenden erleben. Während in der öffentlichen Darstellung viel Wert auf ein positives und modernes Image gelegt wird, sieht die Arbeitsrealität ganz anders aus.

Es wird ein Bild der Innovation, des Wohlwollens und des Engagements für die Mitarbeitenden gezeichnet, doch hinter den Kulissen ist davon wenig zu spüren. Die Mitarbeiter werden nicht als wertvolle Ressource gesehen, sondern eher als austauschbare Einheiten, deren Bedürfnisse und Zufriedenheit keine Priorität haben.

Was nach außen als fortschrittlich und mitarbeiterfreundlich wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Fassade – mit wenigen echten Verbesserungen oder Maßnahmen, die das Arbeitsumfeld langfristig positiv beeinflussen. Es ist eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was im Alltag tatsächlich passiert.

Karriere/Weiterbildung

Karrierechancen sind entweder ein Glücksspiel oder schlichtweg nicht existent. Je nach Abteilung kann man entweder relativ schnell aufsteigen oder aber sein ganzes Arbeitsleben in der gleichen Position festhängen, ohne eine realistische Aussicht auf Weiterentwicklung. Es gibt kaum strukturierte Karrierepfade oder langfristige Perspektiven, die einem echte Aufstiegsmöglichkeiten bieten.

Weiterbildung wird leider ebenfalls nicht gefördert. Statt den internen Wissensaustausch oder die Weiterbildung der Mitarbeitenden zu unterstützen, setzt man lieber auf externe Dienstleister, Berater und Co. Das bedeutet, dass wertvolles Wissen im Unternehmen gar nicht erst aufgebaut wird, sondern stattdessen von außen eingekauft wird – was sowohl die Mitarbeitermotivation als auch die langfristige Entwicklung des Unternehmens bremst.

Wer hier Karriere machen möchte, muss oft auf eigene Faust weitermachen oder sich anderweitig fort- und weiterbilden – Unterstützung vom Unternehmen bekommt man kaum. Es bleibt ein Unternehmen, das eher auf kurzfristige Lösungen setzt, anstatt auf nachhaltige Entwicklung der eigenen Mitarbeitenden.


Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.