Ihr Unternehmen?

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journaway 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Starkes Produkt, starke Kollegen, aber die Tech-Führung treibt gute Leute aus dem Unternehmen

3,1
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Leer gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kolleginnen und Kollegen sind der größte Pluspunkt. Der Zusammenhalt ist wirklich gut, der Umgangston freundlich und es gibt eine echte Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen. Die Rahmenbedingungen sind aus meiner Sicht überdurchschnittlich: Vertrauensarbeitszeit, sehr flexible Home-Office-Regelung, Workation-Möglichkeiten auch außerhalb Europas, Social Days für ehrenamtliches Engagement. Auch die Hardware-Ausstattung ist solide. Inhaltlich gibt es viel Bewegung und Lernpotenzial, sofern man Eigeninitiative mitbringt. Das Produkt selbst ist stark und man merkt, dass im Unternehmen viel Herzblut steckt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die größte Schwäche liegt eindeutig in der technischen Führungsebene. Der Umgang wirkt regelmäßig autoritär, herablassend und wenig reflektiert. Andere Meinungen oder fachliche Einwände werden nicht als Beitrag verstanden, sondern als Widerstand abgetan, oft begleitet von einem Tonfall, der einer Führungsrolle nicht angemessen ist. Auffällig ist außerdem, dass fachliche Substanz dabei häufig nicht mit dem Auftreten Schritt hält. Es wird viel beansprucht, was inhaltlich nicht eingelöst wird.
Die Folgen sind im Tech-Bereich deutlich sichtbar. Die Stimmung ist angespannt, Vertrauen geht verloren, und es herrscht eine spürbare Unruhe, die weit über einzelne Teams hinausgeht. Die Anzahl an Kündigungen in den letzten Wochen ist auffällig hoch, gerade auch in tragenden Rollen, und in den Gängen ist es ein offenes Geheimnis, dass sich darüber hinaus zahlreiche weitere Personen aktiv woanders bewerben. In Gesprächen wird dabei nahezu immer derselbe Grund genannt. Es ist kein Zufall, sondern ein klar erkennbares Muster.
Besonders bedauerlich ist, dass das Unternehmen davon abgesehen wirklich Potenzial hätte. Produkt, Marke, Kolleginnen und Kollegen sind stark. Es scheitert an einer einzelnen Stelle in der Führung, an der seit Langem nichts passiert, obwohl die Auswirkungen für jeden im Unternehmen sichtbar sind.

Verbesserungsvorschläge

Stimmung im technischen Bereich auf Geschäftsführungsebene ernsthaft zu betrachten und nicht als Einzelmeinungen abzutun. Die Anzahl an Abgängen in den letzten Monaten spricht für sich, und in Gesprächen taucht regelmäßig der gleiche Grund auf. Ein verbindliches 360-Grad-Feedback für die Führungsebene, externes Coaching und vor allem klare Konsequenzen bei wiederholt destruktivem Verhalten wären sinnvolle erste Schritte. Solange der Eindruck bestehen bleibt, dass bestimmte Personen über Kritik erhaben sind, wird sich an der Fluktuation nichts ändern. Zusätzlich wäre es hilfreich, transparente Karrierepfade und faire, nachvollziehbare Regeln für Gehaltsanpassungen einzuführen.

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb der Teams ist die Stimmung grundsätzlich angenehm und kollegial. Sobald jedoch die technische Führungsebene stärker präsent ist, verändert sich die Atmosphäre spürbar und wird angespannter. Viele wirken dann zurückhaltender und passen genau auf, was sie sagen.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen sympathisch und modern, das Branding ist professionell aufgebaut. Innen entspricht das Bild allerdings nicht in allen Punkten der Realität.

Work-Life-Balance

Die Rahmenbedingungen sind hier wirklich gut. Vertrauensarbeitszeit, sehr flexible Home-Office-Regelung, Workation-Möglichkeiten und zusätzliche Tage für soziales Engagement bieten viel Spielraum, um Arbeit und Privatleben sinnvoll zu verbinden.

Karriere/Weiterbildung

Klare Karrierepfade, Levels oder verbindliche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es aus meiner Sicht nicht. Weiterbildung passiert vorwiegend nebenbei und hängt stark vom eigenen Antrieb ab.

Gehalt/Benefits

Beim Einstieg lässt sich grundsätzlich gut verhandeln. Im weiteren Verlauf sind Anpassungen jedoch schwer zu erreichen, weil regelmäßig neue Anforderungen oder Rahmenbedingungen formuliert werden, die eine Erhöhung im Ergebnis verhindern.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In der Außendarstellung wird das Thema regelmäßig betont, im Alltag spielt es aus meiner Wahrnehmung eine eher kleinere Rolle als früher.

Kollegenzusammenhalt

Aus meiner Sicht der größte Pluspunkt im Unternehmen. Die Zusammenarbeit unter den Kolleginnen und Kollegen ist wirklich angenehm, hilfsbereit und verlässlich. Man unterstützt sich gegenseitig, auch über Teamgrenzen hinweg.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu lässt sich aus meiner Perspektive wenig Konkretes sagen.

Vorgesetztenverhalten

Hier liegt aus meiner Wahrnehmung das größte Problem im Unternehmen. Der Umgang aus der technischen Führungsebene wirkt häufig herablassend, wenig reflektiert und stark stimmungsabhängig. Andere Meinungen werden selten als Bereicherung verstanden, sondern eher als Widerstand. Man hört das nicht nur aus einem Team, sondern quer durch verschiedene Bereiche.

Arbeitsbedingungen

Die Hardware-Ausstattung ist solide und es gibt grundsätzlich, was man für die tägliche Arbeit benötigt.

Kommunikation

Im direkten Team funktioniert die Abstimmung gut. Was von oben kommt, ist häufig kurzfristig, unklar formuliert oder im Tonfall unangemessen. Kritische Rückfragen werden eher als Störung empfunden, statt als Beitrag zur Lösung.

Gleichberechtigung

Im Alltag insgesamt unauffällig, aus meiner Sicht weder besonders positiv noch besonders negativ.

Interessante Aufgaben

Die fachlichen Themen sind grundsätzlich abwechslungsreich und bieten Raum, sich weiterzuentwickeln, sofern man die nötige Eigeninitiative mitbringt.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.