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jSERVICE 
GmbH
Bewertung

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Tolles Team, gute Stimmung – aber Luft nach oben bei Projekten und Gehalt

3,1
Empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2024 im Bereich Forschung / Entwicklung bei jSERVICE FIN GmbH in Wolfsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

1. Die Arbeitsatmosphäre ist offen und unterstützend, Kolleg:innen helfen jederzeit gern weiter.
2. Die Kommunikation im Team ist gut organisiert, Teamleiter sind gut erreichbar und offen für Anliegen.
3. Die Geschäftsführung ist menschlich sehr zugänglich und wertschätzt langjährige Mitarbeitende.
4. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, fachliche und disziplinarische Verantwortung zu übernehmen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

1. Die Aufgaben sind oft eintönig und wenig herausfordernd, besonders für erfahrene Mitarbeitende.
2. Die Präsenzpflicht im Büro wird als unflexibel und teilweise sinnlos wahrgenommen.
3. Die Gehälter liegen unter dem Marktniveau.
4. Fachliche Weiterbildungen sind begrenzt und häufig an konkrete Projekte gebunden.
5. Entscheidungen der Geschäftsführung werden oft ohne Einbindung der Mitarbeitenden getroffen.

Verbesserungsvorschläge

1. Die Vielfalt der Kundenprojekte sollte erhöht werden, um abwechslungsreichere und herausfordernde Aufgaben zu ermöglichen.
2. Die Präsenzpflicht im Büro sollte flexibler gestaltet werden.
3. Gehaltsstrukturen und -entwicklungen sollten transparenter und marktgerechter gestaltet werden, insbesondere für erfahrene Mitarbeitende.
4. Fachliche Weiterbildungen und Zertifizierungen sollten unabhängig von Projekten angeboten und ausgeweitet werden.
5. Die Kommunikation der Geschäftsführung sollte transparenter sein, und Mitarbeitende sollten stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe die Arbeitsatmosphäre insgesamt als angenehm empfunden. Die Kolleg:innen waren offen, hilfsbereit und haben mir stets das Gefühl gegeben, willkommen zu sein. Besonders positiv habe ich wahrgenommen, dass man bei Fragen oder Unterstützungsbedarf nie allein gelassen wurde – ich hatte immer das Gefühl, dass gegenseitige Hilfe selbstverständlich war.

Ideen konnte man meiner Wahrnehmung nach jederzeit einbringen – auch wenn ich den Eindruck hatte, dass sie nicht immer aufgegriffen wurden. Es gab zwar Bemühungen, z. B. durch das OKR-Framework mehr auf Mitarbeitervorschläge einzugehen, jedoch hat sich dieses Vorgehen aus meiner Sicht nicht wirklich durchgesetzt oder Wirkung gezeigt.

Darüber hinaus ist mir aufgefallen, dass die Arbeitslast im Team spürbar ungleich verteilt war. Einige Kolleg:innen – insbesondere Teamleiter:innen und sehr engagierte Mitarbeiter:innen – haben nach meinem Eindruck deutlich mehr Verantwortung übernommen, während andere eher weniger eingebunden waren.

Image

Aus meiner Sicht hat das Unternehmen viele engagierte und fachlich starke Mitarbeitende – ein Potenzial, das intern spürbar ist, aber nach außen leider kaum sichtbar wird.

Im Marktumfeld wirkt die Firma aus meiner Wahrnehmung eher unbekannt. Es gibt zwar Unternehmensprofile in sozialen Netzwerken, doch diese wirken auf mich wenig aktiv und wenig aussagekräftig. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Außenbild nicht mit der tatsächlichen Qualität und dem Teamgeist im Inneren mithalten kann.

Work-Life-Balance

Insgesamt habe ich meine Work-Life-Balance als in Ordnung empfunden. Ich konnte meine Arbeit in der Regel gut mit meinem Privatleben vereinbaren.

Besonders positiv ist mir in Erinnerung geblieben, dass sowohl die Teamleiter:innen als auch die Geschäftsführung in familiären Ausnahmesituationen sehr verständnisvoll und entgegenkommend reagiert haben.

Ein weniger stimmiger Punkt war aus meiner Sicht die verpflichtende Präsenz im Büro an zwei Tagen pro Woche. Da man an diesen Tagen teilweise nur mit sehr wenigen Kolleg:innen vor Ort war, stellte sich für viele – auch für mich – die Frage nach dem tatsächlichen Mehrwert.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen bietet grundsätzlich die Möglichkeit, sowohl fachliche als auch disziplinarische Verantwortung zu übernehmen. Diese Entwicklungsperspektiven sind für Mitarbeitende offen, die eine Führungsrolle anstreben.

Für „normale“ Mitarbeitende ohne Führungsverantwortung sehe ich jedoch deutliche Einschränkungen. Fachlich betrachtet unterscheiden sich Junior-, Mid- und Senior-Positionen meiner Wahrnehmung nach kaum in den tatsächlich bearbeiteten Themen. Das führt dazu, dass viele Kolleg:innen langfristig wenig Chance sehen, sich innerhalb ihrer Rolle wirklich weiterzuentwickeln oder neue, komplexere Aufgaben zu übernehmen.

Weiterbildungsangebote sind vorhanden, jedoch begrenzt. Jährlich wird ein Schulungskatalog angeboten, der vor allem Soft-Skill-Themen umfasst. Professionelle fachliche Schulungen oder Zertifizierungen sind eher die Ausnahme. Häufig scheint es so, dass erst ein passendes Projekt vorliegen muss, bevor eine entsprechende Weiterbildung ermöglicht wird.

Kollegenzusammenhalt

Für mich war der Kollegenzusammenhalt ein echtes Highlight. Ich hatte das große Glück, mit einem Team zusammenzuarbeiten, das ich als eines der besten meiner bisherigen Laufbahn erlebt habe. In den verschiedenen Rollen, die ich im Laufe der Zeit eingenommen habe – vom Junior über die Fachkraft bis zur Führungskraft – habe ich durchweg eine vertrauensvolle, unterstützende und respektvolle Zusammenarbeit erlebt.

Vorgesetztenverhalten

Auf der menschlichen Ebene habe ich die Führung als sehr nahbar, respektvoll und zugänglich erlebt. Gespräche fanden meist in einem informellen Ton statt, und auch als Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung hatte man die Möglichkeit, unkompliziert den direkten Austausch mit der Geschäftsführung zu suchen – insbesondere bei persönlichen Begegnungen im Büro.

Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass geschäftliche Kennzahlen, insbesondere Abrechnungszeiten in Kundenprojekten, sehr stark im Fokus standen. Die Erwartung, die gesamte Arbeitszeit möglichst effizient in abrechenbare Leistungen zu investieren, war deutlich spürbar – was mitunter auch Druck erzeugen konnte.

Das Verhältnis zwischen den Teamleads und der Geschäftsführung habe ich persönlich als sehr gut und vertrauensvoll wahrgenommen. Es wirkte auf mich so, als ob sich beide Seiten gegenseitig respektieren und auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

Kommunikation

Innerhalb der Teams habe ich die Kommunikation als angenehm und funktional erlebt. Die Teamleiter:innen waren in meiner Wahrnehmung gut erreichbar und hatten meist ein offenes Ohr für Anliegen oder Fragen. Regelmäßige Dailys im Team sowie ein wöchentliches Entwickler-Meeting haben dazu beigetragen, dass der fachliche Austausch gut funktioniert hat.

Anders habe ich die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und operativer Ebene wahrgenommen. Entscheidungen wurden meiner Erfahrung nach häufig ohne vorherige Einbindung der Mitarbeitenden getroffen und kommuniziert – oftmals erst im Nachhinein. Auch Teamleitungen schienen in solchen Fällen nicht immer ausreichend informiert, was es mir persönlich schwer gemacht hat, bestimmte Entscheidungen nachvollziehbar und überzeugend an mein Team weiterzugeben.

Kritische Themen konnten zwar grundsätzlich angesprochen werden, jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass Rückmeldungen aus dem Team ernsthaft aufgegriffen wurden. Stattdessen entstand bei mir der Eindruck, dass Kritik eher beschwichtigt oder beschönigt wurde, anstatt sich ehrlich mit ihr auseinanderzusetzen.

Gehalt/Benefits

Aus meiner persönlichen Sicht liegt das Gehalt deutlich unter dem branchenüblichen Niveau. Insbesondere mit zunehmender Berufserfahrung empfinde ich die Vergütung als nicht mehr angemessen zur eigenen Leistung und Verantwortung.

Gehaltsanpassungen erfolgen meines Eindrucks nach nicht automatisch, sondern müssen aktiv eingefordert und gut begründet werden. Wer dies nicht regelmäßig und entschieden tut, läuft Gefahr, auf dem ursprünglichen Einstiegsniveau zu verharren – selbst nach mehreren Jahren im Unternehmen. Für Berufseinsteiger:innen mag das Gehalt noch akzeptabel erscheinen, allerdings habe ich beobachtet, dass viele Kolleg:innen nach einigen Jahren den Wechsel zu anderen Arbeitgebern suchen, da die Gehaltsentwicklung im Vergleich zum Markt als zu langsam empfunden wird.

Interessante Aufgaben

Was die Aufgabenvielfalt betrifft, habe ich persönlich eher gemischte Erfahrungen gemacht. Über längere Zeit fehlte mir die Abwechslung und die Möglichkeit, wirklich herausfordernde oder inspirierende Themen zu übernehmen. Gerade Kolleg:innen, die bereits viele Jahre im Unternehmen tätig sind, berichteten nach meinem Eindruck häufiger davon, dass sich ihre Aufgaben zunehmend eintönig anfühlten.

Ein Großteil der Projekte fand bei einem einzigen großen Kunden statt, wodurch sich die Vielfalt an Technologien, Branchen oder Herausforderungen in Grenzen hielt. Es wurde zwar immer wieder von neuen Kunden, Themenfeldern oder Projekten gesprochen – aus meiner Sicht blieben diese Ankündigungen aber meist ohne spürbare Umsetzung im Arbeitsalltag.


Arbeitsbedingungen

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.