Ich kann das Unternehmen grundsätzlich weiterempfehlen – mit ein paar Einschränkungen, die man kennen sollte.
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Sehr angenehmes, kollegiales Umfeld. Die meisten Kolleg*innen arbeiten professionell und freundlich.
• Die Chefin macht meiner Meinung nach einen sehr guten Job. Freundlich, sachlich, professionell – ich persönlich kann nichts Negatives sagen, auch wenn andere das anders sehen mögen.
• Die Eltern der Chefin sind ebenfalls freundlich und respektvoll. Manchmal etwas zu misstrauisch, aber nichts wirklich Negatives.
• Mein direkter Vorgesetzter (Leitung Einkauf) war menschlich top, auch wenn durch seine häufige Abwesenheit die Einarbeitung eher „learning by doing“ war.
• Ich hatte viele gute Erlebnisse und bin dankbar für die Zeit dort.
• Wer belastbar ist, sich behaupten kann und seine Arbeit ernst nimmt, kann in diesem Unternehmen durchaus glücklich werden.
Ich bin krankheitsbedingt gegangen, nicht aus Unzufriedenheit. Hätte es gesundheitlich gepasst, wäre ich geblieben – es sei denn, das Thema mit dem Bruder hätte sich nicht irgendwann geklärt.
Privat geführtes Unternehmen mit vielen positiven Seiten, aber auch typischen Schwächen eines Familienbetriebs. Wer sich gut positionieren kann, wird hier durchaus wertgeschätzt und hat Entwicklungsmöglichkeiten. Wer Konflikten lieber aus dem Weg geht oder sehr strukturierte Abläufe braucht, wird es schwieriger haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Der Bruder der Chefin – leider ein großes Thema. Hat formal nichts zu sagen, mischt sich aber ein und macht vielen das Leben schwer. Ich wurde gleich zu Beginn gewarnt – und ja, die Warnung war berechtigt. Viele haben das Unternehmen wegen ihm verlassen.
• Entscheidungen werden teilweise aus persönlichem Interesse getroffen und nicht immer auf Basis objektiver Fakten – typisch Familienbetrieb.
• Keine strukturierte Einarbeitung in meiner Position – bei Schlüsselrollen wäre das definitiv wünschenswert.
Verbesserungsvorschläge
• Der Bruder der Chefin sollte sich komplett aus dem operativen Geschäft und dem Kontakt mit Mitarbeitenden heraushalten.
• Bessere Einarbeitung, klarere Strukturen.
• Entscheidungen sollten objektiver und nicht zu stark von persönlichen Beziehungen oder Eindrücken abhängig sein.
Kollegenzusammenhalt
Top! Die Kollegen waren wirklich das große Plus in meinem Arbeitsalltag.
Vorgesetztenverhalten
Die Geschäftsführung (Chefin) war aus meiner Sicht absolut korrekt. Mein direkter Vorgesetzter (Einkauf) ebenso. Der Bruder – siehe oben – leider das komplette Gegenteil.
Arbeitsbedingungen
Technisch und organisatorisch okay – Luft nach oben, aber funktional.