3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv hervorheben möchte ich vor allem die direkte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Der Kontakt und die Beziehungsgestaltung haben mir persönlich sehr viel Freude bereitet, auch wenn die pädagogischen Möglichkeiten durch die konzeptionellen Rahmenbedingungen teilweise eingeschränkt waren. In meiner Einrichtung war es außerdem zum Ende hin eine große Verbesserung, dass dreimal pro Woche ein Koch vor Ort war, wodurch der Arbeitsalltag deutlich entlastet wurde. Allerdings ist dies meines Wissens nicht in allen Einrichtungen des Trägers der Fall.
Aus meiner Sicht besteht vor allem bei der Kommunikation und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden deutlicher Verbesserungsbedarf. Anliegen sollten ernst genommen, zeitnah beantwortet und Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden, anstatt vieles als selbstverständlich vorauszusetzen. Auch die Vergütung und insbesondere die Zuschläge sollten dringend überarbeitet werden, da diese im Vergleich zur Verantwortung und Belastung der Tätigkeit sehr gering ausfallen. Sinnvoll wären außerdem zusätzliche finanzielle Anreize, beispielsweise ein Springerbonus für Mitarbeitende, die kurzfristig Ausfälle auffangen und zusätzliche Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus sollten Weiterbildungen stärker unterstützt und tatsächliche Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens geschaffen werden. Insgesamt wäre aus meiner Sicht ein wertschätzenderer und transparenterer Umgang mit den Mitarbeitenden ein wichtiger erster Schritt.
Die Arbeitsatmosphäre habe ich leider als wenig vertrauensvoll und belastet erlebt. Es wurde wiederholt hinter dem Rücken von Kolleg*innen gelästert, wodurch ein offener und wertschätzender Umgang erschwert wurde. Auch die Kommunikation mit den Vorgesetzten war aus meiner Sicht sehr schwierig, da Anfragen teilweise wochenlang unbeantwortet blieben oder lediglich sehr knapp mit einem „Nein“ beantwortet wurden. Gleichzeitig wurden teilweise Anforderungen gestellt, bei denen aus meiner Sicht nicht geklärt war, ob hierfür überhaupt ein entsprechender Versicherungsschutz bestand. Auch vertraglich geregelte Rahmenbedingungen wurden nicht immer so umgesetzt, wie ich es erwartet hätte, was die Planbarkeit zusätzlich erschwert hat. Positiv hervorheben möchte ich die eigentliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, die mir sehr viel Freude bereitet hat und für mich der interessanteste Teil der Tätigkeit war.
Zu den konkreten Umwelt- und Sozialstandards kann ich nur eingeschränkt etwas sagen. Insgesamt waren meine Erfahrungen mit den Arbeitsbedingungen jedoch sehr negativ. Die Tätigkeit war teilweise anspruchsvoll und belastend, gleichzeitig gab es wenig Austausch und Unterstützung durch die Vorgesetzten. Wenn Kommunikation stattfand, wurde diese teilweise als wenig wertschätzend und eher von oben herab erlebt. Auch bei der Vergütung und den zusätzlichen Benefits sehe ich deutlich Luft nach oben. Eine ausführlichere Beschreibung würde an dieser Stelle vermutlich den Rahmen sprengen.
Beim Gehalt sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Die Vergütung erfolgt nach einem Haustarif, wobei insbesondere die Zulagen aus meiner Sicht sehr gering ausfallen. Auch bei den Feiertagszuschlägen habe ich erlebt, dass diese teilweise nur der Person ausgezahlt wurden, die an dem jeweiligen Tag am längsten gearbeitet hat, selbst wenn der Unterschied zu anderen Mitarbeitenden nur wenige Minuten betrug. Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote sind aus meiner Erfahrung kaum vorhanden beziehungsweise werden Weiterbildungen nicht besonders gefördert. Das Image nach außen empfinde ich hingegen als deutlich positiver, da sich der Arbeitgeber nach außen sehr gut und professionell darstellen kann. Zwischen dieser Außendarstellung und meinen persönlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag besteht für mich allerdings ein deutlicher Unterschied.
Beim Thema Gleichberechtigung habe ich teilweise widersprüchliche Erfahrungen gemacht. Die Vergütung richtet sich im Haustarif unter anderem nach dem Alter, was ich persönlich als fragwürdig empfinde. Zudem habe ich erlebt, dass über Kolleg*innen mit psychischen Erkrankungen abwertend gesprochen bzw. diese im Team teilweise sehr herabgesetzt wurden. Einen Umgang mit älteren Kolleg*innen kann ich aufgrund meiner eigenen Erfahrung nicht beurteilen.
Offen und herzlich
Es wird darauf geachtet, dass Mitarbeiter Privat mit Arbeit gut in Einklang bringen können.
Ein sehr gutes miteinander