Kernidentität auf Abwegen
Arbeitsatmosphäre
Entwickelt sich zunehmend ins Schlechtere. Es zeichnet sich auch keine positive Trendwende ab. Der Welt-Artikel mit dem Vorstandsvorsitzenden ist hierbei m. E. richtungsweisend. In diesem werden ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in anderen Ländern romantisiert und wenig differenziert dargestellt. Lob und Motivation erreicht man nicht durch Vergleiche, die negativ konnotiert sind. Diese Unsicherheit, die damit teilweise erzeugt wird, trägt sich immer so fort und wabert durch die Gedanken und Büroräume.
Wie in vielen Großunternehmen existieren auch hier vereinzelt patriarchale und konservative Strukturen.
Karriere/Weiterbildung
Kaum Angebote, kaum Bestrebungen das Personal auf dem neuesten Stand zu halten. Für Kollegen im Außendienst wird es zielstrebig verfolgt, aber im Innendienst wird es vernachlässigt. Man möchte gutes, flexibles, modern agierendes Personal und bietet seinen Angestellten keine Möglichkeiten für Weiterentwicklung. Das mag von Standort zu Standort variieren, aber ich habe es in meinem Umkreis nur so erlebt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenn man mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen (140 h/Woche) liebäugelt, dann stelle ich das Sozialbewusstsein vom Vorstand irgendwie infrage. Uns Angestellte schützt das Arbeitsschutzgesetz. Ein Glück! Mehr Arbeitszeit heißt ja auch nicht automatisch mehr oder qualitativ hochwertigere Arbeitsleistung. Es werden umweltfreundlichere Flurförderzeuge produziert und vertrieben. Sehr gut. Auch, dass man bestrebt ist, die Entwicklungen dahingehend voranzutreiben. Hoffentlich hält sich wenigstens weiterhin der Anspruch: Lang- statt Kurzlebigkeit.
Gleichberechtigung
35 h/Woche vs. 38 h/Woche - je nachdem, wo man angestellt ist. Das heißt, die Einen arbeiten mehr als die Anderen für Ihr Vollzeitgehalt. Frauen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert.

