Firmenkultur hat in den letzten Jahren sehr gelitten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsausstattung ist sehr gut. Auch die Möglichkeit sehr oft von zu Hause aus arbeiten zu können und dafür eine komplette Büroausstattung zu bekommen schätze ich sehr. Ebenso das Betriebsrestaurant.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es fehlt an einer klaren Strategie. Entscheidungen werden kurzfristig zurückgenommen. Es wird Kundenzentrierung und der Jellow Way propagiert, aber nicht gelebt.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg erlebt und kann leider sagen, dass viele der offiziell kommunizierten Werte in der Realität nicht gelebt werden.
Offene Stellen werden häufig nicht nachbesetzt, wodurch die verbleibenden Mitarbeitenden deutlich mehr Arbeit übernehmen müssen – gleichzeitig wird erwartet, dass keine Überstunden anfallen. Das führt zu einer hohen Belastung und einem Arbeitsklima, das eher von Druck als von Wertschätzung geprägt ist.
Image
Nach außen hin ist es noch ein angesehenes Unternehmen.
Work-Life-Balance
Gleitzeit und die Möglichkeit drei Tage von zu Hause aus zu arbeiten. Leider zunehmende Belastung durch Mehrarbeit die in 35 Stunden schwer zu schaffen ist und intransparente Vergabe von 40 Stunden Verträgen für einzelne Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Aus Kostengründen werden Weiterbildungsmaßnahmen seit Jahren nicht mehr finanziert. Kaum Möglichkeit zum internen Jobwechsel. Keine Förderung von Fachkarrieren. Keine Mitsprache bei der Umstrukturierung. Man wird einfach in ein anderes Team verlagert.
Gehalt/Benefits
Das einzig Positive ist das Gehalt, das im Branchenvergleich wettbewerbsfähig ist. Für viele ist das vermutlich der Hauptgrund, trotz der Umstände zu bleiben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Nachhaltigkeit wird nach außen stark betont, intern wirkt es jedoch eher wie ein Marketinginstrument. Entscheidungen orientieren sich überwiegend am Profit, nicht an langfristiger Verantwortung.
Langjährige Mitarbeitende scheinen zunehmend „herausgedrängt“ zu werden, um Kosten zu sparen und Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Das wird dann als „Transformation“ oder „Effizienzsteigerung“ verkauft, fühlt sich aber für die Betroffenen ganz anders an.
Kollegenzusammenhalt
Tolle Kollegen auf unterer Ebene. Durch das Damoklesschwert des Stellenabbaus wird der Zusammenhalt vom Unternehmen leider geschwächt.
Vorgesetztenverhalten
Die Firmenkultur ist stark hierarchisch geprägt: Nach oben wird gebuckelt, nach unten getreten. Konstruktive Kritik ist kaum erwünscht, und Entscheidungen wirken oft wenig transparent.
Der Umgang mit Mitarbeitenden ist insgesamt schwierig: Wertschätzung fehlt, und vom Vorstand wird häufig vermittelt, man sei zu teuer oder nicht leistungsfähig genug – unabhängig davon, wie viel man tatsächlich leistet.
Kommunikation
Im letzten Jahr wurde in Salamischeibentaktik über die Transformation und Stellenabbau sehr schlecht kommuniziert. Oft adhoc ohne Absprache mit dem Betriebsrat.
Interessante Aufgaben
Die letzten Jahre waren stark geprägt durch die SAP Umstellung, sodass die originären Aufgaben zweitrangig waren.

