Hoher Druck, hohe Ziele bei Führung ohne Wertschätzung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seit der Finanzierung wird der Investorendruck aus meiner Sicht ungefiltert an das Sales-Team weitergegeben. Es gibt unrealistische Ziele und zeigt kaum Wertschätzung. Das Ergebnis ist ständige Unsicherheit.
Verbesserungsvorschläge
Realistische Ziele, die zur Einarbeitungszeit passen. Eine Sales-Führung, die den Druck der Investoren abfedert, statt ihn eins zu eins weiterzugeben. Wertschätzung im Umgang mit dem Team.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt und hektisch. Der Druck durch die Investoren war jeden Tag spürbar, und der Head of Sales hat ihn aus meiner Sicht direkt nach unten durchgereicht. Statt Orientierung gab es vor allem die Erwartung, schneller und mehr zu liefern. Es herrschte ständig Unsicherheit darüber, wo man steht und ob die Probezeit überstanden wird.
Kommunikation
Viel Rhetorik, wenig Transparenz. Ziele und Erwartungen änderten sich, ohne dass dies nachvollziehbar erklärt wurde. Auf motivierende Worte folgten teils Aussagen, die zuvor getroffene Absprachen infrage stellten. Einige Führungsansätze wirkten auf mich eher manipulativ als motivierend.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige echte Lichtblick. Das Team hat sich trotz des hohen Drucks gegenseitig getragen.
Work-Life-Balance
Überstunden wurden aus meiner Sicht stillschweigend erwartet, um die hohen Ziele überhaupt erreichen zu können. Meetings lagen teilweise in der Mittagspause. Abschalten war schwer, weil die Zahlen immer im Raum standen.
Vorgesetztenverhalten
Beim Head of Sales habe ich Empathie und Wertschätzung vermisst. Ich hatte oft das Gefühl, dass es nur um Zahlen für die Investoren ging und nicht um die Menschen, die sie erarbeiten sollen. Konstruktives Feedback oder echte Unterstützung beim Pipeline-Aufbau habe ich vom Head of Sales kaum erhalten. Wer die unrealistischen Ziele nicht sofort erreichte, bekam den Druck deutlich zu spüren.
Interessante Aufgaben
Das Produkt und die Gespräche mit Kanzleien waren fachlich spannend. Unter diesem Druck konnte man das aber kaum genießen. Neue AEs mussten Akquise und Deal-Führung komplett allein stemmen, während Teile des bestehenden Teams von SDRs unterstützt wurden.
Gleichberechtigung
Das Umfeld wird deutlich von Männern zwischen 25 und 35 Jahren dominiert.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Belegschaft ist insgesamt sehr jung, daher ist das kaum zu beurteilen.
Arbeitsbedingungen
Die Tools und Arbeitsmittel waren vorhanden und in Ordnung. Das Headset könnte besser sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Soweit okay.
Image
Ich kann mir kaum vorstellen, dass ehemalige Sales-Mitarbeitende das Unternehmen nach einigen Monaten unter diesem Druck weiterempfehlen.
Karriere/Weiterbildung
Eine verlässliche Perspektive war für mich nicht erkennbar.
