1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Die gute Lage und Verkehrsanbindung habe ich als sehr angenehm empfunden.
Spontane Absprachen bei wichtigen Terminen waren nach meiner Erfahrung möglich.
Besonders positiv erinnere ich mich an die wertschätzende und unterstützende Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen.
Ich habe vieles im Unternehmen als unstrukturiert und veraltet empfunden.
Arbeitsschutz wirkte auf mich wenig präsent, Kommunikation oft schwierig und von Rollenbildern geprägt. Der Umgang mit jüngeren Menschen erschien mir teilweise herablassend, inklusive Kommentaren voller Vorurteile.
Themen wie Mental Health, Nachhaltigkeit und klare Abläufe hatten nach meiner Wahrnehmung keine hohe Priorität.
Aus meiner Sicht könnten klarere Strukturen und besser definierte Abläufe hilfreich sein.
Ich würde mir wünschen, dass Arbeitsschutz und Sicherheitsmaßnahmen stärker in den Fokus rücken. Eine modernere, offenere Kommunikation ohne veraltete Rollenbilder könnte das Miteinander verbessern. Mehr Sensibilität für Mental Health sowie ein bewussterer Umgang mit Nachhaltigkeit wären aus meiner persönlichen Sicht ebenfalls wertvoll.
Insgesamt fände ich es gut, wenn Transparenz und eine ruhigere, konzentriertere Arbeitsumgebung stärker berücksichtigt würden.
Je länger ich im Betrieb tätig war, desto stärker hatte ich den Eindruck, dass es weniger wie ein gemeinsames Team wirkte, sondern eher wie eine klare Trennung zwischen „Vorgesetzten“ und „Angestellten“.
Besonders bei der Inhaberin nahm ich wahr, dass sie Aufgaben nur ungern abgab. Für mich fühlte es sich so an, als sei sie mit der Rolle der Betriebsführung überfordert.
Den Betrieb habe ich als alteingesessenes Unternehmen mit einer langen Tradition und bemerkenswerter Historie wahrgenommen.
Ich habe die Arbeitszeiten im Betrieb häufig als sehr belastend empfunden, da für mich eine Sechs‑Tage‑Woche keine Seltenheit war.
Mehrarbeit (etwa wenn nach Ladenschluss noch Kundschaft bedient, oder dass vor Beginn der offiziellen Arbeitszeit geputzt und nach deren Ende aufgeräumt wurde) wurde nach meiner Wahrnehmung nicht zusätzlich vergütet.
Positiv habe ich erlebt, dass spontane Urlaubstage für wichtige persönliche Ereignisse oft möglich waren.
Gleichzeitig empfand ich die jährliche Urlaubsplanung als chaotisch und teilweise unfair, was für mich den Eindruck von Überforderung und organisatorischen Schwierigkeiten verstärkte.
Zudem wirkte es auf mich so, als hätten die Inhaber selbst sehr viele freie Tage im Jahr, was aus meiner Sicht die Planung zusätzlich erschwert hat.
Ich habe oft das Gefühl gehabt, in meiner Entwicklung und in meinen Möglichkeiten nicht wirklich unterstützt zu werden, was für mich den Eindruck erzeugte, eher klein gehalten zu werden.
Ich habe die Handhabung der Trinkgeldkasse so erlebt, dass das dort gesammelte Geld nicht an die Angestellten ausgezahlt wurde.
Außerdem wirkte es auf mich so, als sei regelmäßiges „Feierabendtrinken“ während der Arbeitszeit eher üblich gewesen. In diesem Zusammenhang habe ich auch erlebt, dass zum Konsum von Alkohol animiert wurde. Mehr kann ich dazu nur aus meiner persönlichen Erfahrung sagen.
Die Mülltrennung habe ich persönlich nicht als besonders ernst genommen wahrgenommen. Für mich wirkte es so, als würde man sich wenig um Recycling kümmern. Batterien wurden z.B. nach meiner Erfahrung teilweise in Drogerien abgegeben, was ich als unpassend empfunden habe.
Auch bei Kundenparkplätzen hatte ich den Eindruck, dass häufig einfach die Parkplätze eines nahegelegenen Discounters empfohlen wurden.
Gleichzeitig wurde meiner Wahrnehmung nach vieles bei einem großen Onlinehändler bestellt, während man sich darüber beklagte, dass lokale Geschäfte nicht unterstützt würden.
Das wirkte auf mich insgesamt widersprüchlich.
Ich vermisse meine Kolleg*innen dort sehr.
Auf handwerklicher, privater und auch verkäuferischer Ebene konnte ich viel lernen, wofür ich bis heute dankbar bin.
Der Umgang mit Älteren Kollegen ist Okay.
Den Umgang mit jüngeren Menschen habe ich persönlich allerdings oft als eher von oben herab, auf Stereotypen basierend oder veraltet empfunden.
In meiner Zeit im Betrieb hatte ich oft den Eindruck, dass manche Verhaltensweisen und Einstellungen für mich schwer nachvollziehbar waren.
Einige Personen wirkten auf mich mitunter widersprüchlich oder sehr auf sich selbst bezogen. Auch die Arbeitsbelastung und die vielen freien Tage, die ich wahrgenommen habe, ließen bei mir das Gefühl entstehen, dass die Prioritäten im Unternehmen nicht immer klar gesetzt waren.
Insgesamt hatte ich häufig das Gefühl, dass die Organisation und das Vertrauen in die Fähigkeiten der Angestellten nicht optimal waren. Auch der Fokus schien für mich manchmal eher auf privaten Dingen zu liegen als auf dem Betrieb selbst.
Grundsätzlich haben Hunde in Uhrmachwerkstätten nichts verloren.
Den Arbeitsschutz habe ich persönlich nicht als besonders präsent oder konsequent umgesetzt wahrgenommen. Für mich wirkte es so, als seien grundlegende Sicherheitsmaßnahmen nicht immer zuverlässig eingehalten worden.
Beispielsweise habe ich mehrfach erlebt, dass der Verbandskasten leer oder Materialien darin abgelaufen waren.
Der Umgang mit chemischen Stoffen und Batterien erschien mir teilweise unstrukturiert, und ich hatte den Eindruck, dass die Entsorgung nicht immer fachgerecht erfolgte. Stoffe, die ich persönlich als potenziell gefährlich eingestuft hätte, wirkten auf mich unzureichend oder gar nicht gekennzeichnet.
Ich habe erlebt, dass es für einige Maschinen keine Betriebsanweisungen aushingen. Außerdem musste ich nach meiner Erinnerung einmal ein Sicherheitsdatenblatt vernichten, weil es dafür keinen passenden Ordner zum Abheften gab.
Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass der Arbeitsschutz im Betrieb keine besonders hohe Priorität hatte.
Ich habe die Aufgabenverteilung und Verantwortlichkeiten im Betrieb oft als wenig klar empfunden. Wenn Fehler auftraten, wirkte es auf mich so, als lägen sie häufig an unübersichtlichen Absprachen und einer insgesamt eher schwachen Organisation. Subjektiv hatte ich manchmal den Eindruck, dass der Arbeitsablauf produktiver war, wenn die Inhaber nicht vor Ort waren.
Das Rollenverständnis im Betrieb empfand ich persönlich als sehr traditionell und für mich nicht mehr zeitgemäß. Bestimmte Aufgabenverteilungen wirkten auf mich stark stereotyp geprägt, was ich als veraltet wahrgenommen habe.
Ich habe außerdem erlebt, dass bestimmte Aussagen oder Begriffe sowohl von Angestellten als auch von Vorgesetzten, aber überwiegend von Vorgesezten verwendet wurden, die für mich nicht mehr zeitgemäß wirkten und die ich persönlich als unangemessen empfunden habe.
Bei spannenden oder anspruchsvollen Kundenaufträgen hatte ich häufig den Eindruck, dass mir diese nur selten zugetraut wurden.
Obwohl ich solche Arbeiten als Uhrmachermeister problemlos hätte ausführen können, erlebte ich es mehrfach so, dass diese Aufträge entweder außer Haus gegeben oder direkt abgelehnt wurden.
Für mich wirkte das oft so, als würde mein Können nicht vollständig genutzt oder wertgeschätzt.