Ein „Betreten auf eigene Gefahr“-Schild am Eingang wäre nett gewesen…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn etwas zutun ist und man dann Verantwortung übertragen bekommt, gibt es wirklich schöne Aufgaben. Das Gastro-Team besteht aus wirklichen Herzensmenschen, die deutlich von den Mitarbeitenden im Büro abzugrenzen sind.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Potenzial der Mitarbeitenden wird überhaupt nicht ausgeschöpft. Dadurch, dass Ideen so runtergeredet werden, man das Gefühl hat, nicht willkommen zu sein und Feedback absolut unzureichend gegeben wird („Ich mach das schon“), kann ich leider nur sagen, dass ich froh bin, nicht mehr dort zu sein.
Verbesserungsvorschläge
Der Ausbruch aus dem klassischen Behördendenken ist längst überfällig. Arbeit, die in der freien Wirtschaft eine Person alleine schafft, machen dort 3 Personen und dabei ist die aufwendigste Arbeit - die gesamte Gastronomie - auf 2 andere Personen aufgeteilt. Ich bin ein großer Freund von wenig Arbeitsdruck, aber auch davon, meine Zeit produktiv zu nutzen. Wer morgens gerne eine Stunde Zeitung lesen möchte, weil die anderen es auch tun und sonst nichts passiert, ist dort richtig…
Arbeitsatmosphäre
Alles ist mit Vorsicht zu genießen! Wer Dienst nach Vorschrift und á la „haben wir immer so gemacht“ sucht, ist hier genau richtig. Neue Ideen werden aufgrund „Unwissenheit“ runtergeredet, man sei „gerade erst ausgebildet“ - am Ende werden aber trotzdem die Ideen benutzt. Die Wertschätzung ist dadurch gleich 0, vor allem wenn sich das Schauspiel dauernd wiederholt.
Kommunikation
Meetings finden wöchentlich statt, jedoch ohne nachhaltigen Nutzen für die Mitarbeitenden. Veranstaltungen werden angesprochen mit „Alles klar dafür?“ und weiter geht’s.
Themen müssen nicht im Kleinsten durchgekaut werden, aber Informationen für alle schaffen Motivation für alle!
Kollegenzusammenhalt
Als jemand, der Ideen äußert, nachfragt und auch hinterfragt, war ich irgendwann nicht mehr gern gesehen. Im öffentlichen Dienst wird wohl mehr hinter dem Rücken gesprochen, als in persönlichen Gesprächen.
Work-Life-Balance
Fairer und guter Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes
Vorgesetztenverhalten
Zwar war der Vorgesetzte bemüht, sich oft zu zeigen und auch zu fragen, wie es läuft, jedoch ist der Mehrwert praktisch nicht vorhanden, wenn Stress, Zorn oder Zeitdruck schon von Weitem ablesbar sind. Verständnis gibt es nur bis zu gewissen Punkten - Mitarbeitende, die eigentlich die Entfaltung aller anderen Mitarbeitenden behindern, werden überhaupt nicht kritisch hinterfragt.
Interessante Aufgaben
Schöne Abwechslung von Kundenberatung, Akquise, Werbungsdesign und die klassische Büroarbeit. Die Arbeit selbst hat wirklich Spaß gemacht.
Leider muss man sich aber auf laaaange Wartezeiten für Rückmeldungen innerhalb des eigenen Teams einstellen. Hier gelten leider alle Vorurteile gegenüber städtischen Angestellten
Arbeitsbedingungen
Einwandfreie Corporate Benefits oder Job-Fahrräder, große Auswahl an Zusätzen (über die Stadt Kamen)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Jede Rechnung muss gedruckt, gestempelt und abgeheftet werden. Haben wir immer so gemacht.
Gehalt/Benefits
Fairer und guter Tarifvertrag
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen können mit Eigeninitiative ausgesucht werden und werden auch finanziell übernommen, sofern sie förderlich für die Stelle sind.