Meine Meinung nach …
Verbesserungsvorschläge
Für diese Verbesserungsvorschläge wurde ich übrigens nicht bezahlt – dafür gibt es im Unternehmen schließlich eigene Fachleute, die dafür nicht gerade schlecht bezahlt werden. Manchmal bekommt man allerdings den Eindruck, dass einige eher daran arbeiten, die Situation noch weiter zu verschlechtern.
Arbeitsatmosphäre
Toxisch
Image
Das Image des KDW als traditionsreiches und bekanntes Warenhaus ist nach wie vor vorhanden, auch wenn es meiner Meinung nach langsam an Strahlkraft verliert. Auffällig ist jedoch, dass manche Mitarbeiter dieses Image sehr stark auf ihre eigene Person übertragen und sich teilweise entsprechend überheblich oder unangemessen selbstbewusst verhalten. Es entsteht mitunter der Eindruck, als würden sie den Ruf und die Bedeutung des Hauses als persönliche Eigenschaft betrachten. Eine gewisse Identifikation mit dem Unternehmen ist natürlich positiv, aber teilweise wirkt diese Identifikation überzogen und unangemessen.
Work-Life-Balance
Wer wirklich arbeiten möchte, findet die Balance angemessen. Wer hingegen nur alle Vorteile und Vergünstigungen mitnehmen möchte, ohne entsprechend etwas zu leisten, ist grundsätzlich mit irgendetwas unzufrieden.
Gehalt/Benefits
Was die Vergütung betrifft, finde ich das Gehalt grundsätzlich angemessen. Allerdings führt die Tarifstruktur dazu, dass langjährige Mitarbeiter teilweise für die gleiche Arbeitsstunde bis zu drei Mal so viel verdienen wie neue Mitarbeiter, obwohl diese häufig aktiver arbeiten und mehr Aufgaben übernehmen, während sie pro Stunde zwei- bis zweieinhalbmal weniger verdienen. Das ist vermutlich eher eine Frage des Tarifsystems. Für neue Mitarbeiter ist es jedoch wenig motivierend, wenn die Gehaltsunterschiede innerhalb des Teams transparent sind und man sieht, dass Kollegen teilweise deutlich mehr verdienen, obwohl ihr Engagement und ihre Arbeitsleistung nicht unbedingt entsprechend höher sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine
Kollegenzusammenhalt
Das Verhältnis zu den Kollegen ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der jeweiligen Abteilung ab. Insgesamt gibt es jedoch sehr viele Intrigen. Diejenigen, die schon sehr lange im Unternehmen arbeiten, sind untereinander teilweise bereits sehr genervt und haben sich offenbar gegenseitig satt. Dadurch herrscht insgesamt eine sehr toxische Atmosphäre. Für neue Mitarbeiter ist es sehr schwierig, sich in einem solchen Umfeld einzuleben und zu integrieren, da man ständig zwischen zwei, drei oder sogar vier Fronten gerät.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit langjährigen Mitarbeitern ist ambivalent. Einerseits werden sie offenbar nicht mehr besonders geschätzt, andererseits scheut man sich davor, ihnen gegenüber konsequent aufzutreten. Aufgrund ihrer langen Betriebszugehörigkeit ist eine Kündigung praktisch kaum möglich. Zudem sind sie durch den Betriebsrat, ihre langjährige Betriebszugehörigkeit sowie verschiedene Nachweise und Qualifikationen sehr gut abgesichert. Dadurch fühlen sie sich nach wie vor relativ sicher und gut aufgehoben, obwohl sie gleichzeitig zu spüren scheinen, dass sie im Unternehmen nicht mehr in dem Maße willkommen sind wie früher.
Arbeitsbedingungen
Ist ok
Kommunikation
Die Kommunikation empfinde ich als unehrlich, irreführend und insgesamt nicht transparent.
Gleichberechtigung
Dieser Punkt entspricht – ganz in bester KaDeWe Tradition – in keiner Weise dem Prinzip der Gleichberechtigung. Angefangen bei der Tarifstruktur bis hin zu persönlichen Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften, persönlichen Bekanntschaften und dem jeweiligen Einfluss bzw. Ansehen. Vieles scheint eher nach dem Prinzip des ‚Vitamin B‘ zu funktionieren als nach objektiven und gleichberechtigten Kriterien.
Interessante Aufgaben
50/50

