Ihr Unternehmen?

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Karl 
Immanuel 
Küpper-Stiftung
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Der erste Eindruck täuscht leider

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Köln gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Kündigungswelle und hohe Krankenstände hinterfragen und mit den Mitarbeitenden im Gruppendienst sprechen

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre in der Jugendhilfe ist angespannt, geprägt von hohen Krankenständen, einer Kündigungswelle und schlechter Stimmung zwischen den Teams - und vor allem zwischen den pädagogischen Fachkräften im Gruppendienst und den Leitungskräften. Die Situation hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, erste Anzeichen waren meiner Meinung nach aber bereits vor über einem Jahr erkennbar und wurden auch frühzeitig über unterschiedliche Wege mit der Führungsetage kommuniziert. Leider folgten darauf nur viel theoretisches Gerede und kaum praktische Umsetzung.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance kann auch im Schichtdienst in der Jugendhilfe gut sein, leider wird hier in meinem Gefühl ein ständiges Einspringen in fremden Gruppen (auch unabhängig von den stiftungsübergreifenden Bereitschaftsdiensten) vorausgesetzt. Ich habe mehrfach von Leitungen das Gefühl vermittelt bekommen, dass es nicht okay ist nicht einzuspringen. Auch bei kommunizierter hoher Überlastung in den Teams werden Dienstübernahmen weiterhin angefragt.

Vorgesetztenverhalten

Wenn es ginge, würde ich null Sterne vergeben.
Leider wird kein Wert darauf gelegt gute und motivierte Fachkräfte langfristig zu binden, bei Unzufriedenheiten nicht nur vordergründig zuzuhören sondern auch das eigene Handeln zu hinterfragen und anzupassen und so ein stabiles Umfeld für die Jugendlichen und auch die Mitarbeitenden zu schaffen. Stattdessen fehlt es leider überall an Wertschätzung, das seltene Lob wirkt unauthentisch. Es scheint kein wirkliches Interesse an den Mitarbeitenden zu bestehen und es entsteht der Eindruck das Personal lieber ausgewechselt wird, sobald sich zu viel beschwert wurde.

Arbeitsbedingungen

Die Räume sind schön, aber wirken nicht sehr durchdacht. Es gibt z.B. keinen Pausenraum (dieser wurde vor etwa 1,5 Jahren angekündigt aber leider nie umgesetzt) und die technische Ausstattung ist eher mittelmäßig.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Leitungskräften und den Mitarbeitenden im Gruppendienst ist meiner Meinung nach leider von fehlender Transparenz, nicht vorhandener Wertschätzung und dem bewussten Zurückhalten von Informationen geprägt. In der Stiftung entstehen quasi täglich neue Gerüchte und Spektulationen, die auch bei konkreter Nachfrge nicht bzw. sehr verspätet aufgeklärt werden.

Gleichberechtigung

Ich habe oft den Eindruck gehabt das nicht auf alle Meinungen gleich viel Wert gelegt wurde und teilweise eher nach persönlicher Sympathie als nach Sinnhaftigkeit entschieden wurde ob einer Meinung Bedeutung beigemessen wird oder nicht.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit mit den Jugendlichen ist schön.


Kollegenzusammenhalt

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Arbeitgeber-Kommentar

Karl Immanuel Küpper-Stiftung

Guten Tag!

Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung. Kritik dieser Tiefe nehmen wir ernst – auch dann, wenn wir einzelne Darstellungen nicht teilen.

Die Stiftung befindet sich seit mehreren Jahren in einem bewussten und transparenten Veränderungsprozess. Themen wie Arbeitsbelastung, Personalbindung, Führung, Kommunikation und Qualität in der pädagogischen Arbeit sind uns nicht fremd, sondern zentrale Gegenstände interner Analysen, externer Begleitung und konkreter Maßnahmen. Dass diese Veränderungen nicht immer sofort spürbar sind und nicht von allen Mitarbeitenden gleich wahrgenommen werden, ist Teil dieser Realität – entbindet uns aber nicht von Verantwortung.

Gleichzeitig möchten wir klarstellen: Pauschale Aussagen zu fehlender Wertschätzung, systematischer Ignoranz gegenüber Belastungen oder mangelnder Fürsorge entsprechen nicht unserem Selbstverständnis und auch nicht den Erfahrungen vieler Mitarbeitender, die sich aktiv einbringen, Verantwortung übernehmen und diesen Weg mitgestalten. Hinweise auf angeblich bagatellisierte Rückmeldungen oder bewusst in Kauf genommene fachliche Risiken weisen wir ausdrücklich zurück.

Fluktuation, Krankheitsausfälle und strukturelle Engpässe sind Herausforderungen, mit denen derzeit viele Träger der Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert sind. Unser Anspruch ist es, damit verantwortungsvoll umzugehen, rechtliche und fachliche Standards einzuhalten und zugleich langfristig bessere Rahmenbedingungen zu schaffen – nicht durch Schönreden, sondern durch konsequente Weiterentwicklung.

Wir laden ausdrücklich dazu ein, Kritik frühzeitig, konkret und im direkten Austausch zu äußern. Veränderung gelingt dort am besten, wo Dialog möglich ist und Verantwortung gemeinsam getragen wird.

Freundliche Grüße

Vorstand
der Karl Immanuel Küpper-Stiftung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.