Der erste Eindruck täuscht leider
Verbesserungsvorschläge
Kündigungswelle und hohe Krankenstände hinterfragen und mit den Mitarbeitenden im Gruppendienst sprechen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in der Jugendhilfe ist angespannt, geprägt von hohen Krankenständen, einer Kündigungswelle und schlechter Stimmung zwischen den Teams - und vor allem zwischen den pädagogischen Fachkräften im Gruppendienst und den Leitungskräften. Die Situation hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, erste Anzeichen waren meiner Meinung nach aber bereits vor über einem Jahr erkennbar und wurden auch frühzeitig über unterschiedliche Wege mit der Führungsetage kommuniziert. Leider folgten darauf nur viel theoretisches Gerede und kaum praktische Umsetzung.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance kann auch im Schichtdienst in der Jugendhilfe gut sein, leider wird hier in meinem Gefühl ein ständiges Einspringen in fremden Gruppen (auch unabhängig von den stiftungsübergreifenden Bereitschaftsdiensten) vorausgesetzt. Ich habe mehrfach von Leitungen das Gefühl vermittelt bekommen, dass es nicht okay ist nicht einzuspringen. Auch bei kommunizierter hoher Überlastung in den Teams werden Dienstübernahmen weiterhin angefragt.
Vorgesetztenverhalten
Wenn es ginge, würde ich null Sterne vergeben.
Leider wird kein Wert darauf gelegt gute und motivierte Fachkräfte langfristig zu binden, bei Unzufriedenheiten nicht nur vordergründig zuzuhören sondern auch das eigene Handeln zu hinterfragen und anzupassen und so ein stabiles Umfeld für die Jugendlichen und auch die Mitarbeitenden zu schaffen. Stattdessen fehlt es leider überall an Wertschätzung, das seltene Lob wirkt unauthentisch. Es scheint kein wirkliches Interesse an den Mitarbeitenden zu bestehen und es entsteht der Eindruck das Personal lieber ausgewechselt wird, sobald sich zu viel beschwert wurde.
Arbeitsbedingungen
Die Räume sind schön, aber wirken nicht sehr durchdacht. Es gibt z.B. keinen Pausenraum (dieser wurde vor etwa 1,5 Jahren angekündigt aber leider nie umgesetzt) und die technische Ausstattung ist eher mittelmäßig.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Leitungskräften und den Mitarbeitenden im Gruppendienst ist meiner Meinung nach leider von fehlender Transparenz, nicht vorhandener Wertschätzung und dem bewussten Zurückhalten von Informationen geprägt. In der Stiftung entstehen quasi täglich neue Gerüchte und Spektulationen, die auch bei konkreter Nachfrge nicht bzw. sehr verspätet aufgeklärt werden.
Gleichberechtigung
Ich habe oft den Eindruck gehabt das nicht auf alle Meinungen gleich viel Wert gelegt wurde und teilweise eher nach persönlicher Sympathie als nach Sinnhaftigkeit entschieden wurde ob einer Meinung Bedeutung beigemessen wird oder nicht.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Jugendlichen ist schön.