41 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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41 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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41 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Kündigungswelle und hohe Krankenstände hinterfragen und mit den Mitarbeitenden im Gruppendienst sprechen
Die Arbeitsatmosphäre in der Jugendhilfe ist angespannt, geprägt von hohen Krankenständen, einer Kündigungswelle und schlechter Stimmung zwischen den Teams - und vor allem zwischen den pädagogischen Fachkräften im Gruppendienst und den Leitungskräften. Die Situation hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, erste Anzeichen waren meiner Meinung nach aber bereits vor über einem Jahr erkennbar und wurden auch frühzeitig über unterschiedliche Wege mit der Führungsetage kommuniziert. Leider folgten darauf nur viel theoretisches Gerede und kaum praktische Umsetzung.
Die Work-Life-Balance kann auch im Schichtdienst in der Jugendhilfe gut sein, leider wird hier in meinem Gefühl ein ständiges Einspringen in fremden Gruppen (auch unabhängig von den stiftungsübergreifenden Bereitschaftsdiensten) vorausgesetzt. Ich habe mehrfach von Leitungen das Gefühl vermittelt bekommen, dass es nicht okay ist nicht einzuspringen. Auch bei kommunizierter hoher Überlastung in den Teams werden Dienstübernahmen weiterhin angefragt.
Wenn es ginge, würde ich null Sterne vergeben.
Leider wird kein Wert darauf gelegt gute und motivierte Fachkräfte langfristig zu binden, bei Unzufriedenheiten nicht nur vordergründig zuzuhören sondern auch das eigene Handeln zu hinterfragen und anzupassen und so ein stabiles Umfeld für die Jugendlichen und auch die Mitarbeitenden zu schaffen. Stattdessen fehlt es leider überall an Wertschätzung, das seltene Lob wirkt unauthentisch. Es scheint kein wirkliches Interesse an den Mitarbeitenden zu bestehen und es entsteht der Eindruck das Personal lieber ausgewechselt wird, sobald sich zu viel beschwert wurde.
Die Räume sind schön, aber wirken nicht sehr durchdacht. Es gibt z.B. keinen Pausenraum (dieser wurde vor etwa 1,5 Jahren angekündigt aber leider nie umgesetzt) und die technische Ausstattung ist eher mittelmäßig.
Die Kommunikation zwischen Leitungskräften und den Mitarbeitenden im Gruppendienst ist meiner Meinung nach leider von fehlender Transparenz, nicht vorhandener Wertschätzung und dem bewussten Zurückhalten von Informationen geprägt. In der Stiftung entstehen quasi täglich neue Gerüchte und Spektulationen, die auch bei konkreter Nachfrge nicht bzw. sehr verspätet aufgeklärt werden.
Ich habe oft den Eindruck gehabt das nicht auf alle Meinungen gleich viel Wert gelegt wurde und teilweise eher nach persönlicher Sympathie als nach Sinnhaftigkeit entschieden wurde ob einer Meinung Bedeutung beigemessen wird oder nicht.
Die Arbeit mit den Jugendlichen ist schön.
Insgesamt zeigt sich ein Arbeitsumfeld, das nach außen funktional wirkt, intern jedoch stark von Überlastung, Instabilität und fehlender Wertschätzung geprägt ist. Hohe Fluktuation, mangelnde Unterstützung durch Führungsebenen und strukturelle Defizite wirken sich nicht nur auf die Mitarbeitenden, sondern auch deutlich auf die Qualität der pädagogischen Arbeit aus. Wer langfristig gesund, fachlich wirksam und mit echter Gestaltungsmöglichkeit arbeiten möchte, sollte sehr genau abwägen, ob die eigenen Erwartungen und Grenzen mit den hier gelebten Rahmenbedingungen vereinbar sind.
Die Räumlichkeiten wirken insgesamt einigermaßen zeitgemäß. Gleichzeitig sind Teile der Flure sehr groß und unpraktisch angelegt, sodass selbst kleine Erledigungen unnötig viel Zeit kosten. Dadurch entstehen im Arbeitsalltag vermeidbare Verzögerungen und zusätzliche Unruhe. Auch kurze Wege oder klare Zuständigkeiten werden dadurch erschwert.
Während meiner Tätigkeit kam es in nahezu allen Teams der Jugendhilfe zu extrem häufigen Personalwechseln. Diese mangelnde personelle Kontinuität hatte spürbare Auswirkungen auf die Jugendlichen und führte regelmäßig zu Krisen. Ursache dafür war vor allem eine strukturelle Überforderung der Mitarbeitenden. Neue Kolleg:innen wurden nach sehr kurzer Einarbeitungszeit bereits für anspruchsvolle Nachtdienste auf mehreren Gruppen gleichzeitig eingesetzt. Negative Erfahrungen, starke Anspannung und Schlafprobleme waren die Folge. Rückmeldungen an Vorgesetzte wurden häufig bagatellisiert oder mit Aussagen wie „daran gewöhnt man sich“ abgetan. Eine nachhaltige Personalentwicklung oder echte Fürsorge fand kaum statt.
Nach Außen hin versucht die Stiftung die Fassade aufrechtzuerhalten. Aber im inneren scheint es zu schimmeln. Die Fahne von dem positiven Image wird von ein paar Mitarbeitenden und netten Projekten oben gehalten. Aber sobald diese ausgeblendet werden, bröckelt die Fassade sehr.
Interessanter weise wurden wir Mitarbeitenden auch schon mal gebeten, hier auf Kununu eine positive Bewertung zu schreiben. Die wenigsten haben es gemacht.
Theoretisch wird auf Arbeitszeitregelungen und Erholung Wert gelegt. In der Praxis führten Personalausfälle jedoch dazu, dass Mitarbeitende teilweise zehn bis zwölf Tage am Stück arbeiteten. Ruhezeiten wurden faktisch ausgehöhlt, was langfristig zu Erschöpfung und sinkender Arbeitsqualität beitrug.
Mehrere Gruppenleitungen werden voraussichtlich bis zur Rente in ihren Positionen bleiben. Wird doch einmal eine Leitungsstelle frei, entsteht häufig der Eindruck, dass die Nachfolge informell bereits feststeht. Die vorgeschriebene Ausschreibung wirkt dann eher formell. Zudem zeigte sich, dass neu besetzte Leitungspositionen oft nur kurz bestehen bleiben, da engagierte Personen mit Veränderungswillen am hohen Arbeitsaufwand und an strukturellem Widerstand scheitern. Wer sich kritiklos in bestehende Abläufe einfügt und keine Veränderungen anstrebt, scheint hingegen gut zurechtzukommen – insbesondere mit einer klassischen Fünf-Tage-Woche.
Die Bezahlung ist grundsätzlich solide. Durch das Wechselschichtsystem lässt sich ein vergleichsweise gutes Einkommen erzielen. Zusatzleistungen wie Urban Sports ODER ein Deutschlandticket ODER ein Jobrad werden vergünstigt angeboten, allerdings jeweils nur als Einzeloption und nicht kombinierbar.
Zwar wurden vereinzelt E-Autos angeschafft, gleichzeitig besteht ein Großteil der Fahrzeugflotte aus sehr verbrauchsintensiven Dieselautos. Auf den Gruppen wird wenig Wert auf nachhaltige Haushaltsführung gelegt, was kein Vorwurf ist. Sondern die Zeit für eine nachhaltige Auseinandersetzung fehlt hier einfach. Resteverwertung findet daher kaum statt, sodass regelmäßig größere Mengen an Lebensmitteln entsorgt werden mussten.
Durch die ständigen Personalwechsel der letzten Jahre war es schwierig, stabile Vertrauensbeziehungen aufzubauen – sowohl unter Kolleg:innen als auch für die Jugendlichen. Zusätzlich kam es unter neuen Mitarbeitenden vereinzelt zu Cliquenbildung, Lästerverhalten und dem Ausschluss erfahrener Fachkräfte. Eine wertschätzende Teamkultur oder aktive Konfliktmoderation durch die Leitung war kaum erkennbar.
Da kaum Mitarbeitende langfristig bleiben, lassen sich nachhaltige Entwicklungs- oder Karrierewege schwer beurteilen. Auffällig ist jedoch, dass Leitungskräfte überwiegend älter sind und ihre Positionen offenbar langfristig bis zum Renteneintritt absichern. Nachwuchsförderung oder transparente Nachfolgeplanung ist kaum erkennbar.
Insbesondere die oberste Führungsebene verfügt über wenig eigene Erfahrung in päd. Arbeit. Strategische Entscheidungen auf Stiftungsebene, die direkte Auswirkungen auf die Jugendlichen haben, wurden häufig aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive getroffen. Die beratenden Gruppen- und pädagogischen Leitungen wirkten selbst stark überlastet, sodass Entscheidungen getroffen wurden, die aus fachlicher Sicht teils als schädlich für die Jugendlichen eingeschätzt werden könnten. Eine kritische Reflexion dieser Entscheidungen fand mMn kaum statt.
Der offiziell vorgesehene Betreuungsschlüssel entspricht kaum der Realität. Krankheitsbedingte Ausfälle führten regelmäßig dazu, dass Tagdienste alleine geleistet wurden, obwohl fachlich mindestens zwei Personen erforderlich gewesen wären. Alleinarbeit war eher die Regel als die Ausnahme. Dies erzeugte enormen Stress, erhöhte das Risiko von Fehlern und führte wiederum zu weiteren Krankmeldungen. Besonders problematisch ist, dass Gruppen- oder pädagogische Leitungskräfte in solchen Situationen nicht selbst einspringen, gleichzeitig aber hohe Erwartungen an die Mitarbeitenden stellen. Unterstützung bleibt meist theoretisch.
Selbst kleinste Entscheidungen zogen sich häufig über sehr lange Zeiträume hin, da viele Verantwortliche Unsicherheiten hatten oder keine Verantwortung übernehmen wollten. Das führte bei Mitarbeitenden regelmäßig zu Frustration. Pädagogische Entscheidungen wurden oft intransparent getroffen oder über die Köpfe der Fachkräfte hinweg beschlossen, obwohl diese die Jugendlichen am besten kannten. Rückmeldungen aus den Teams wurden selten ernsthaft berücksichtigt, was zu Demotivation und Resignation führte.
Kolleg:innen mit interkulturellen Namen oder People of Color waren während meiner Zeit nur sehr vereinzelt vertreten. Sichtbare Bemühungen um Diversität, Antidiskriminierung oder strukturelle Öffnung waren kaum wahrnehmbar. Wurden Workshops in Bezug auf interkulturelle Konflikte angeboten, so wurden diese von mittelalten weißen Männern aus der Mittelschicht angeboten.
Die Arbeiten mit den Jugendlichen und deren Entwicklung zu bereichern hat Spaß gemacht.
Das sich auf meine Bedürfnisse, bezüglich der Einarbeitung, angepasst wurde und nicht alles schnell-schnell abgearbeitet werden musste. Zudem wurde ich nicht ins ,,kalte Wasser`` geworfen.
Dort habe ich noch nicht so viel kennengelernt, mir wurden aber die Möglichkeiten offen gelegt.
Mitarbeitende werden gesehen und individuell gefördert.
Die Arbeitsatmosphäre ist wertschätzend und kollegial. Probleme und Verbesserungspotential können angesprochen werden, Maßnahmen werden ergriffen.
Verlässliche Arbeitszeiten mit der Möglichkeit zum Homeoffice.
Die Stiftung wächst zunehmend zusammen.
Die Kommunikation wird durch eine flache Hierarchie gefördert. Transparente Kommunikation durch die Stiftung selbst gewährleistet, ansonsten immer individuell in Abhängigkeit der handelnden Personen.
Die positive Kooperation zwischen internen und externen Partnern
mehr externe Fortbildungen
Ich habe eine wertschätzende Atmosphäre unter Arbeitskollegen erfahren
Das sehr kollegiale schon fast familiäre Arbeitsklima, individuelle und flexible Gestaltung der pädagogischen Arbeit mit den Klienten
Flexiblere Dienstplangestaltung, Bessere Vergütung der Nachtbereitschaften, Einführung einer Gefahrenzulage,
Leitungen in der Erwachsenenhilfe und Mitarbeiter der Personalabteilung dürften vielmehr auf die Mitarbeiter zugehen, um mögliche Karrierechancen anzubieten und überhaupt möglich zu machen.
Teamgedanken, flache Hierarchien
strukturierter Einarbeitung, klarere Prozesse
Schichtdienst im Gruppendienst, oft Überstunden und spontane Anfragen um Schichten zu übernehmen
könnte mehr digital sein
vielfältige Erfahrungen, viele Weiterbildungsmöglichkeiten
- die Bezahlung
- MAV leistet gute Arbeit
- ich habe das Gefühl, dass man in seinen Anliegen erst ernst genommen wird sobald man diese an die MAV/Vorstand heranträgt; Gespräche mit Leitung reichen meiner Meinung nach nicht aus, um eine Veränderung/Reflektion hervorzurufen
- aus meiner Sicht werden zunächst klar getroffene Entscheidungen seitens der Leitungsebene nicht umgesetzt und dies dann nicht transparent kommuniziert, was zu Verunsicherungen und Unzufriedenheit bei den Mitarbeitenden führt
- ich habe das Gefühl, dass Meinungsverschiedenheiten in der Arbeit teilweise auf persönlicher Ebene ausgetragen werden und nicht im professionellen Austausch miteinander
- meiner Meinung nach fehlt die Wertschätzung den Mitarbeitenden gegenüber; das seltene Lob wirkt unehrlich
- Schulungen für die Vorgesetzten zum Thema Mitarbeitendenführung
Offenheit der Mitarbeiter, Kommunikation und Klima untereinander
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Offener und konstruktiver Umgang
Es ist halt Arbeit, auch im Schichtdienst. Das gehört nunmal dazu.
So verdient kununu Geld.