168 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
168 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
168 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe bei KARL STORZ einen mehrstufigen Bewerbungsprozess durchlaufen, einschließlich eines persönlichen Gesprächs vor Ort in Tuttlingen. Die Gespräche selbst waren grundsätzlich angenehm und der Austausch mit den beteiligten Personen überwiegend positiv.
Vom eigentlichen Fachgespräch hatte ich mir allerdings deutlich mehr erwartet. Inhaltlich beschränkten sich die fachlichen Fragen des zuständigen Experten im Wesentlichen darauf, wie ich eine bestimmte Untersuchung durchgeführt habe und ob ich Erfahrung mit Metallen mitbringe. Gerade bei einer Position im Bereich Materials Science und einem Gespräch mit einem sehr erfahrenen fachlichen Ansprechpartner hätte ich erwartet, stärker über konkrete Materialsysteme, geeignete Charakterisierungsmethoden, mögliche Lösungsansätze oder das Herangehen an materialwissenschaftliche Problemstellungen zu sprechen. Ein tiefergehender fachlicher Austausch, anhand dessen sich die wissenschaftliche und technische Arbeitsweise eines Bewerbers aus meiner Sicht gut beurteilen ließe, fand nur sehr eingeschränkt statt.
Leider hat sich mein zunächst positiver Gesamteindruck im weiteren Verlauf deutlich verschlechtert. Nach dem persönlichen Gespräch musste ich rund drei Wochen auf eine finale Rückmeldung warten. Dabei wurden mehrfach Zeitpunkte für eine Rückmeldung genannt, die anschließend nicht eingehalten wurden. Zuletzt wurde mir an einem Freitag mitgeteilt, dass man es an diesem Tag nicht mehr schaffen würde und mich am Montag kontaktieren möchte. Obwohl ich daraufhin ein konkretes Zeitfenster für meine Erreichbarkeit genannt hatte, erfolgte der Anruf erst deutlich später. Eine längere Entscheidungsdauer ist für mich grundsätzlich kein Problem. Ich hätte mir jedoch eine offene und verlässliche Kommunikation über den aktuellen Stand gewünscht.
Besonders irritierend fand ich das Feedback zur Absage. Mir wurde ausdrücklich mitgeteilt, dass ich fachlich stärker als der letztlich ausgewählte Kandidat gewesen sei und in diesem Bereich „überproportional“ gut performt hätte. Gleichzeitig bestanden offenbar Zweifel, ob ich aufgrund meines „Auftretens“ zur Position passe, insbesondere im Hinblick auf die Verbindung von Kommunikation, Management und Wissenschaft.
Diese Begründung blieb für mich sehr vage. Wenn ein solches subjektives Kriterium letztlich entscheidungsrelevant ist, sollte nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus meiner Sicht auch konkret benannt werden können, welche Beobachtungen zu dieser Einschätzung geführt haben. Es wurde jedoch keine konkrete Situation aus den Gesprächen genannt, in der meine Kommunikation oder mein Verhalten problematisch gewesen wäre. Gerade bei einer Position an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und anderen Unternehmensbereichen halte ich es für eine Stärke, komplexe wissenschaftliche Inhalte bewusst verständlich zu vermitteln, anstatt unnötig fachspezifisch zu kommunizieren.
Im Telefonat habe ich deshalb offen angesprochen, dass eine derart unspezifische Begründung über mein „Auftreten“ bei mir die Frage aufwirft, ob möglicherweise auch äußerliche Merkmale oder meine Hautfarbe eine Rolle bei der Wahrnehmung gespielt haben könnten. Auf diese konkrete Sorge erhielt ich in diesem Moment weder eine klare Zurückweisung noch eine nachvollziehbare Konkretisierung des ursprünglichen Feedbacks. Das hat bei mir einen sehr unangenehmen Eindruck hinterlassen. Ich kann und möchte daraus nicht ableiten, was tatsächlich ausschlaggebend für die Entscheidung war. Gerade deshalb hätte ich mir an dieser Stelle eine eindeutige und konkrete Einordnung gewünscht.
Eine Absage gehört zu Bewerbungsprozessen dazu und auch die Entscheidung für einen anderen Kandidaten ist selbstverständlich legitim. Nach einem umfangreichen Auswahlprozess erwarte ich allerdings eine verlässliche Kommunikation und, wenn konkretes Feedback gegeben wird, eine nachvollziehbare Begründung. Bei einer fachlich anspruchsvollen Position hätte ich mir darüber hinaus einen deutlich tiefergehenden fachlichen Austausch gewünscht. Beides habe ich in diesem Fall leider vermisst.
Ich wurde von der Firma angesprochen mich doch zu Bewerben. Alleine in die drei Gespräche liefen dann 10 Mannstunden Arbeitszeit. Zusätzlich zu Vorbereitung und Nachbereitung auf beiden Seiten. Zunächst liefen der Prozess auch flüssig und zügig. Geriet dann aber am Schluss ins Stocken, weil man sich dann doch für eine interne Besetzung entschieden hat. Außerdem war etwas irritierend, dass zunächst eine Gehaltsrange abgeklärt wurde die dann vor dem dritten Gespräch kassiert worden ist. Hier die Aussage, „ich hoffe das ist kein Dealbreaker, wenn doch sparen wir uns das dritte Gespräch.“ Zu diesem Zeitpunkt wurde noch nie offiziell über ein konkretes Angebot gesprochen. Sehr gut und fair fand ich jedoch, dass ich ein ehrliches Feedback nach der Absage erhalten habe. Nur so kann man an sich arbeiten. Nicht immer dieses verstecken hinter korrekten, neutralen Aussagen die niemandem nützen, Hauptsache man verletzt keine Befindlichkeiten und wird nicht verklagt. Hier ein großes Lob und Danke!
Welche sind meine Stärken, Wie sehe mich in 5 Jahren, Welche sind meine Vorsätze, etc..
Das Gefühl von Wertschätzung und der Kommunikation auf Augenhöhe sowie der lockere Umgang mit Dutz-Kultur und Humor sollte unbedingt beibehalten werden. Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt und wusste stets, woran ich bin, z. B. weil mir ein sehr präzises Zeitfenster für eine Rückmeldung genannt wurde. Die Absage kam sehr überraschend und ich war wirklich traurig darüber. Aber auch an dieser Stelle war man sehr transparent zu mir, was ich äußerst zu schätzen weiß.
Fazit: Den gesamten Prozess habe ich als sehr wertschätzend und transparent empfunden, weshalb ich mich hier jederzeit wieder bewerben würde.
Im April wagte ich mich hinter die sieben Berge – in der Hoffnung, dort auf einen professionell geführten Prozess und klare Strukturen zu treffen. Schon der Erstkontakt mit dem Recruiting-Team wirkte freundlich, aber erstaunlich vage. Dennoch folgte kurz darauf meine Bewerbung auf eine strategische Führungsposition.
Was dann kam, war märchenhaft still. Kein Spiegel an der Wand, keine Rückmeldung, kein Zeichen. Erst vier Wochen später – nach proaktivem Nachfassen – flatterte ein glänzender, aber inhaltsleerer Apfel ins Postfach: die klassische Standardmail mit dem Hinweis auf eine „interne Abstimmung“. Seitdem? Nichts mehr.
Als jemand, der selbst zahlreiche Auswahlprozesse auf Führungs- und Entscheiderebene konzipiert und begleitet hat, beurteile ich Bewerbungsverfahren längst nicht nur nach Tempo – sondern nach Haltung, Reaktionsfähigkeit und Kommunikationsqualität.
Der Prozess wirkte diffus – verschiedene Bereiche scheinen mit Einzelaspekten beschäftigt, ohne dass jemand den Gesamtablauf im Blick hatte.
Für mich persönlich ist das Thema abgeschlossen – nicht aus Enttäuschung, sondern aus professioneller Konsequenz. Eine offizielle Rückmeldung steht bis heute aus – was nach diesem Verlauf kaum noch überrascht.
Anmerkung:
Seit Jahresbeginn online, im Juni erneut unverändert veröffentlicht – internationaler Anspruch, provinzieller Prozess.
Final:
Die Rückmeldung auf diese Bewertung brauchte erneut fünf Monate – was ungewollt bestätigt, dass selbst im Recruiting niemand den Überblick hatte, geschweige denn aktiv gesteuert hat.
* (Hinweis: Ursprüngliche Bewertung aus Juni – nun unverändert neu eingestellt nach dem vorherigen Löschversuch.)
Nichts verändern
zu der Zeit befand sich KS in einem Generationenübergang mit starkem kulturellem und organisatorischen Wandel. Home-office ist eine gute Lösung doch für die Einarbeitung und Know-How Transfer wäre eine stärkere Präsenzphase in Tuttlingen wünschenswert.
Mir fällt aktuell nichts ein, was verbessert werden könnte. Der Bewerbungsprozess war sehr gut und freundlich.
So verdient kununu Geld.