Leider hat sich die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen drastisch verschlechtert.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Work-Life-Balance
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1. Fehlende Führungskultur:
In Meetings erlebt man Führungskräfte, die sich primär über Umstände beschweren oder Ausreden suchen, anstatt Lösungen zu präsentieren. Es fehlt vollständig an einer Verantwortungskultur („Accountability“). Fehler werden externalisiert, statt Verantwortung zu übernehmen.
2. Ungleiche Behandlung & Vetternwirtschaft:
Das Unternehmen befindet sich offiziell seit drei Jahren im strikten Sparmodus („Cost Cutting“). In der Realität gelten diese Restriktionen jedoch selektiv. Ich beobachte ständig Ausnahmen bei Beförderungen, Reisebudgets oder Trainingsgenehmigungen. Diese Privilegien basieren jedoch nicht auf Leistung, sondern scheinbar auf persönlichen Beziehungen („Organic Relationships“) zum Vorgesetzten. Das ist nicht nur unprofessionell, sondern wirkt höchst unethisch und demotivierend für den Rest des Teams.
3. Keine Karriereperspektive für Leistungsträger:
Am enttäuschendsten ist die völlige Perspektivlosigkeit. Trotz konstanter Überperformance (Overachievement) und erfolgreicher Arbeit in den letzten drei Jahren gibt es für mich keinen erkennbaren Karrierepfad. Ich weiß bis heute nicht, in welche Rolle ich mich entwickeln könnte. Leistung wird hier nicht mit Wachstumsperspektiven belohnt, man tritt auf der Stelle.
4. Rolle der HR:
Es scheint weder das Top-Management noch die HR-Abteilung zu interessieren, warum Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Wenn Leistungsträger kündigen, wird nicht nach den tieferen Ursachen geforscht („Digging in“). Systemische Probleme werden ignoriert, anstatt gelöst zu werden."
Verbesserungsvorschläge
Den Menschen zuhören und sich mit professioneller Beratung an anderen Unternehmen vergleichen


