Froh, gekündigt zu haben...
Gut am Arbeitgeber finde ich
mittlerweile eigentlich nur noch die pünktlichen Gehaltszahlungen. Weihnachtsgeld,- und Urlaubsgeld
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schade, was aus Aldi Süd geworden ist. Das Image war im Einzelhandelsbereich mal "top", mittlerweile sehen selbst die Kunden die Kapitulation und fast schon "Verzweiflung" in den Gesichtern des Filialpersonals. Was hier "top down", vor allem seit AHEAD, durchgedrückt wird spottet jeder Beschreibung. Viele verlassen das sinkende Schiff oder sind ständig "krank" , machen nur noch "dienst nach Vorschrift", bzw. dann natürlich weniger, weil die Anforderungen selbst in Bestform schlicht nicht zu bewältigen sind. Das alles sieht man der Filiale an, wie man den Kunden gegenüber tritt / treten muss und man nimmt diese Belastungen auch mit nach Hause. Aldi-Eigengewächse, sie sich zum Filialleiter hocharbeiten möchten, betreiben "people pleasing" bei RVL für die eigene Karriereleiter und drücken dies komplett ohne Rücksicht auf Verluste nach unten durch.
Verbesserungsvorschläge
es wäre so einfach. Ein wertschätzender Umgang mit euren Angestellten in der Filiale, das leben, was als "Schaubild" zu "Werten" usw. im Aufenthaltsraum hängt. Hört auf noch länger eure Angestellten auszupressen.. es kommt nichts mehr.
Arbeitsatmosphäre
Früher schon sehr anspruchsvoll, seit AHEAD spürbar schlechter geworden. Es herrscht nur noch (Effizienz)Druck, die Lieferungen (vor allem im Frischebereich) spielen komplett verrückt, was zu hohen Abschriften und erzwungenen Verlusten führt. Es lässt sich nicht vermitteln, dass bei "uns unten" jede minute ausgequetscht wird, ständig die Daumenschrauben angezogen werden und dann Ware, die früher einer regulären Lieferung entsprochen hätten an die Tafeln gespendet werden (immerhin). Es wird "top down" komplett durchgedrückt um die eigene Position zu sichern / auszubauen.. das hat noch nie funktioniert - und wird es auch bei Aldi SÜD nicht.
Image
war mal gut.. mittlerweile macht die Runde, was hier abgeht
Work-Life-Balance
eher "work-work" balance. Es pendelt sich nie in einem gesunden Mittelmaß ein. Entweder es werden Minusstunden aufgebaut (ohne wirkliche begründung) oder man wird dann komplett wild (oft auch zwischen Filialen) hin und her geworfen. Einspringen / Aushelfen (die Fluktuation nimmt brutal zu, da immer mehr das Handtuch werfen oder "krank " sind, dank AldiGO auch immer erreichbar - auch wenn man frei hat.
Karriere/Weiterbildung
Wer die Aldi-Brille aufhat, dem stehen alle Türen offen
Gehalt/Benefits
Gut! Aber es ist halt "Schmerzensgeld". Jeder aus der Filiale würde wahrscheinlich auf Geld verzichten, dafür personell besser aufgestellt sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
großes Thema, aber passieren tut nichts. Kaum Mülltrennung, Frischeprodukte in Plastik, hohe Abschreibungen seit Ahead. Umweltschutz sieht anders aus.
Kollegenzusammenhalt
Ein alter "harter Kern" in den Filialen hält irgendwie zusammen, lässt den Druck , der durchgereicht wird, aber auch je nach Tagesvertretung "unten" aus. Ansonsten gibt es nicht wirklich "Zusammenhalt", wie auch , wenn jeder komplett überlastet und am Anschlag ist. Vieles bleibt liegen, muss dann von anderen aufgefangen werden, obwohl auch dort keine Zeit vorhanden ist. So summieren sich diese Dinge auf und zeigen sich im Ladenbild.
Umgang mit älteren Kollegen
Gab es mal.. mittlerweile keine Rücksicht mehr. Effizienzdruck
Vorgesetztenverhalten
korrekt, aber prinzipiell auch irgendwie in einer "eigenen Welt". Man hat schon sehr die Aldi-Brille auf und es ist sehr auffällig, dass man sich hier einen ganz eigenen "Stamm" an Nachwuchs-Führungskräften heranzieht. Gelockt vom Geld hält man in seinen 20ern viel aus. People Pleasing beim RVL um auf der eigenen Karriereleiter aufzusteigen und einfach "Top down" weiterreichen.
Arbeitsbedingungen
waren schon immer anspruchsvoll..seit AHEAD ist es katastrophal. Effizienzdruck, Perfektionsdruck und ein Workload, der keinen Platz für unvorhergesehenes, Kundenfragen usw. lässt. Toxisch stressig... Man kann es wirklich niemandem mehr empfehlen, außer man hat interesse an körperliche und mentaler Selbstzerstörung
Kommunikation
Die Kommunikation zu meinen direkten Vorgesetzten ist "in Ordnung", aber aufgrund von Zeitdruck auf das Notwendigste begrenzt. Wertschätzung kommt somit nicht wirklich rüber. Beim RVL allerdings musste ich mich vorstellen und fragen "dass ich vermute, dass er der RVL ist". Wie nach dem ersten Eindruck vermutet - viel Theorie, null Praxis..schwierig.
Gleichberechtigung
Wer die Aldi-Brille aufhat , kann sich über Gleichberechtigung nicht beschweren. Wer kein People-Pleaser ist und sinnvoll mitdenkt und das ganze anbringt merkt recht schnell, dass alle "sprüche" und "bilder" die im Aufenthaltsraum hängen nur Schall und Rauch sind.
Interessante Aufgaben
Ich habe immer das Gleiche gemacht. Seit AHEAD hat die Belastung nochmal zugenommen. Man könnte es "verantwortungslos" nennen, was mittlerweile verlang wird

