Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ empfand ich den Umgang mit den Mitarbeitern und die teilweise sehr angespannte Arbeitsatmosphäre. Meiner Erfahrung nach wurde sehr viel Flexibilität erwartet, insbesondere beim kurzfristigen Einspringen. Wenn man an einem freien Tag nicht einspringen konnte, hatte ich teilweise das Gefühl, dass einem dies anschließend nachgetragen wurde.
Auch der Umgang mit Krankheit und gesundheitlichen Einschränkungen war für mich ein großer Kritikpunkt. Nach längeren Krankheitsphasen hatte ich teilweise das Gefühl, dass sich der Umgang einem gegenüber veränderte und man sich für seine Abwesenheit rechtfertigen musste. Hinzu kamen für mich eine teilweise unfaire Aufgaben- und Schichtverteilung, eine stark spürbare Hierarchie sowie das Gefühl, dass persönliche Sympathien bei der Behandlung einzelner Mitarbeiter eine Rolle spielten.
Besonders während meiner Ausbildung hätte ich mir außerdem mehr Unterstützung gewünscht. Obwohl immer vermittelt wurde, dass man bei Fragen und insbesondere bei der Prüfungsvorbereitung Unterstützung bekommen könne, fehlten dafür im Arbeitsalltag meiner Erfahrung nach häufig die Zeit und die personellen Möglichkeiten. Durch Personalmangel, Arbeitsdruck und zusätzliches Einspringen blieb die Vorbereitung teilweise auf der Strecke.
Insgesamt fehlten mir vor allem Wertschätzung, Verständnis, Fairness und eine Kommunikation auf Augenhöhe.
Verbesserungsvorschläge
Mein größter Verbesserungsvorschlag wäre, den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern und insbesondere auch mit Auszubildenden zu überdenken. Wertschätzung sollte nicht nur vermittelt, sondern im täglichen Arbeitsalltag tatsächlich gelebt werden.
Mitarbeiter sollten kein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie an ihrem freien Tag nicht einspringen können. Ebenso sollte eine Erkrankung nicht dazu führen, dass man sich rechtfertigen muss oder nach der Rückkehr das Gefühl bekommt, dass einem die Abwesenheit übelgenommen wird. Auch gesundheitliche Einschränkungen sollten ernst genommen und entsprechend berücksichtigt werden.
Bei Auszubildenden sollte außerdem stärker darauf geachtet werden, dass neben der täglichen Arbeit genügend Zeit und Unterstützung für die Ausbildung und insbesondere für die Prüfungsvorbereitung vorhanden ist. Es bringt wenig, zu sagen, dass man jederzeit mit Fragen kommen könne, wenn aufgrund von Personalmangel, Arbeitsdruck oder der Stimmung im Team kaum eine Möglichkeit besteht, dieses Angebot tatsächlich wahrzunehmen.
Außerdem würde ich mir eine fairere Aufgaben- und Schichtverteilung wünschen, bei der persönliche Sympathien keine Rolle spielen. Führungskräfte sollten respektvoll und auf Augenhöhe kommunizieren und ihre Position nicht dazu nutzen, Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, weniger wert zu sein.
Insgesamt sollte meiner Meinung nach stärker darauf geachtet werden, wie sich Arbeitsdruck, Personalmangel, häufiges Einspringen und der Umgang innerhalb des Teams langfristig auf die Mitarbeiter auswirken. Ein gutes Arbeitsklima entsteht nicht allein durch Leistung, sondern vor allem durch Respekt, Fairness, Unterstützung und gegenseitige Wertschätzung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich während meiner Zeit dort leider als sehr belastend empfunden. Es wurde häufig erwartet, dass man auch kurzfristig an freien Tagen einspringt. Wenn man jedoch keine Zeit hatte oder aus privaten Gründen nicht einspringen konnte, hatte ich teilweise das Gefühl, dass einem dies im Nachhinein nachgetragen wurde und sich die Stimmung einem gegenüber verändert hat.
Besonders schwierig empfand ich auch den Umgang mit Krankheit. Wenn man aufgrund einer Erkrankung länger ausgefallen war und anschließend wieder zur Arbeit kam, war für mich teilweise deutlich spürbar, dass darüber Unzufriedenheit bestand. Dadurch hatte ich zunehmend das Gefühl, mich für eine Krankmeldung oder meine Abwesenheit rechtfertigen zu müssen. Teilweise wurde nach Arztterminen sogar nachgefragt, welche Ergebnisse dabei herausgekommen seien, was ich persönlich als sehr unangenehm empfunden habe.
Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen hätte ich mir deutlich mehr Verständnis und Rücksichtnahme gewünscht. Insgesamt entstand dadurch mit der Zeit ein großer Druck. Man hat sich teilweise schon während einer Erkrankung Gedanken darüber gemacht, wie die Stimmung sein wird, wenn man wieder zur
Image
Das Unternehmen hat nach außen meiner Meinung nach ein deutlich besseres Image, als ich es während meiner eigenen Zeit als Mitarbeiterin erlebt habe. Bevor ich dort gearbeitet habe, hatte ich selbst eine andere Vorstellung vom Unternehmen.
Meine persönlichen Erfahrungen mit der Arbeitsatmosphäre, dem Führungsverhalten, dem Umgang mit Krankheit und gesundheitlichen Einschränkungen sowie der teilweise empfundenen Ungleichbehandlung haben dieses Bild stark verändert.
Natürlich können sich die Erfahrungen zwischen einzelnen Filialen und Führungskräften unterscheiden. Für mich persönlich stimmen das Image, das nach außen vermittelt wird, und das, was ich im Arbeitsalltag erlebt habe, jedoch nicht überein.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich leider als eher schlecht empfunden. Durch wechselnde Arbeitszeiten und die häufige Erwartung, kurzfristig einzuspringen, war es teilweise schwierig, die eigene Freizeit zuverlässig zu planen.
Besonders negativ empfand ich den Druck, der entstehen konnte, wenn man an einem freien Tag nicht einspringen konnte oder bereits private Pläne hatte. Freizeit sollte meiner Meinung nach auch Freizeit bleiben und man sollte kein schlechtes Gewissen bekommen oder das Gefühl haben, dass einem eine Absage später nachgetragen wird.
Gerade bei einem ohnehin anstrengenden Arbeitsalltag sind verlässliche Erholungszeiten wichtig. Ich hätte mir deshalb mehr Rücksicht auf die Freizeit der Mitarbeitenden und insgesamt eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben gewünscht.
Karriere/Weiterbildung
Während der Ausbildung wurde zwar immer wieder vermittelt, dass man sich bei Fragen oder Problemen jederzeit an die Verantwortlichen wenden könne – gerade auch im Hinblick auf Prüfungen und die Prüfungsvorbereitung. In der Realität habe ich das jedoch anders erlebt.
Durch die häufig angespannte Stimmung hatte ich teilweise schon Hemmungen, überhaupt nach Unterstützung zu fragen. Hinzu kam, dass im Arbeitsalltag oftmals schlicht die Zeit dafür fehlte. Meiner Erfahrung nach war die personelle Besetzung häufig knapp und die tägliche Arbeit hatte entsprechend Priorität.
Gerade vor wichtigen Prüfungen hätte ich mir als Auszubildende mehr Unterstützung und auch ausreichend Zeit zur Vorbereitung gewünscht. Stattdessen musste weiterhin gearbeitet und teilweise zusätzlich eingesprungen werden. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, mich angemessen auf meine Prüfungen vorbereiten zu können.
Zwischen der Aussage, dass man jederzeit Unterstützung bekommen könne, und dem, was im tatsächlichen Arbeitsalltag möglich war, bestand für mich daher leider ein deutlicher Unterschied.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfinde ich im Verhältnis zu der hohen körperlichen Belastung, dem Arbeitsdruck und der Verantwortung als nicht angemessen. Von den Mitarbeitenden wird meiner Erfahrung nach sehr viel Leistung, Flexibilität und Belastbarkeit erwartet. Gerade deshalb hätte ich mir eine bessere Vergütung bzw. mehr Wertschätzung für die tatsächlich geleistete Arbeit gewünscht.
Auch die vorhandenen Benefits konnten für mich die negativen Aspekte des Arbeitsalltags nicht ausgleichen. Ein gutes Gehalt und Zusatzleistungen sind zwar wichtig, für mich gehören aber auch faire Arbeitsbedingungen und ein wertschätzender Umgang dazu.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Sozialbewusstsein sehe ich insbesondere beim Umgang mit den eigenen Mitarbeitern deutlichen Verbesserungsbedarf. Für mich gehört zu sozialer Verantwortung nicht nur das Auftreten eines Unternehmens nach außen, sondern vor allem auch, wie intern mit den Menschen umgegangen wird.
Gerade bei Krankheit, gesundheitlichen Einschränkungen oder persönlichen Belastungen hätte ich mir deutlich mehr Verständnis und Unterstützung gewünscht. Mitarbeiter sollten meiner Meinung nach nicht das Gefühl bekommen, sich für eine Erkrankung rechtfertigen zu müssen oder unter Druck gesetzt zu werden, wenn sie an einem freien Tag nicht zusätzlich einspringen können.
Deshalb habe ich das Sozialbewusstsein aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen leider als sehr gering wahrgenommen.
Kollegenzusammenhalt
Den Kollegenzusammenhalt habe ich leider als sehr wechselhaft erlebt. Es gab durchaus einzelne Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit gut funktioniert hat und auf die man sich verlassen konnte. Insgesamt hatte ich jedoch nicht das Gefühl, dass innerhalb des Teams ein besonders starker Zusammenhalt vorhanden war.
Teilweise empfand ich die Stimmung untereinander als angespannt und hatte das Gefühl, dass nicht immer miteinander, sondern teilweise eher gegeneinander gearbeitet wurde. Gerade in einem Arbeitsalltag, der ohnehin häufig stressig und körperlich anstrengend ist, hätte ich mir deutlich mehr gegenseitige Unterstützung und Verständnis gewünscht.
Auch wenn jemand krankheitsbedingt ausgefallen ist oder nicht kurzfristig einspringen konnte, hätte ich mir innerhalb des Teams mehr Verständnis gewünscht. Für mich bedeutet guter Kollegenzusammenhalt, dass man sich gegenseitig unterstützt und nicht zusätzlich das Gefühl vermittelt bekommt, sich für eine Krankheit, einen freien Tag oder ein fehlendes Einspringen rechtfertigen zu müssen.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kollegen habe ich leider ebenfalls nicht immer als wertschätzend empfunden. Meiner Wahrnehmung nach wurde nicht jeder Mitarbeiter unabhängig von Alter, Erfahrung oder Betriebszugehörigkeit gleich ernst genommen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass persönliche Sympathien einen größeren Einfluss darauf hatten, wie mit einzelnen Mitarbeitern umgegangen wurde.
Gerade von einem Unternehmen dieser Größe hätte ich mir gewünscht, dass langjährige und erfahrene Mitarbeiter stärker wertgeschätzt und ihre Erfahrungen ernst genommen werden. Ein respektvoller Umgang sollte meiner Meinung nach selbstverständlich sein – unabhängig davon, wie alt jemand ist oder welche Position die Person im Unternehmen hat.
Vorgesetztenverhalten
Bei meinem Vorgesetzten habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass die Hierarchie sehr stark spürbar war. Nach meinem Filialwechsel hatte ich insbesondere das Gefühl, dass mir deutlich vermittelt wurde, wer die höhere Position hat. Der Umgang wirkte auf mich teilweise von oben herab und wenig auf Augenhöhe.
Ich hätte mir von einer Führungskraft einen respektvolleren und wertschätzenderen Umgang gewünscht, unabhängig davon, welche Position jemand im Unternehmen hat. Eine Führungsposition sollte meiner Meinung nach nicht dazu führen, dass Mitarbeitende sich weniger wertgeschätzt oder untergeordnet fühlen.
Auch bei Problemen oder persönlichen Anliegen hatte ich nicht immer das Gefühl, ernst genommen zu werden. Gerade in schwierigen Situationen hätte ich mir mehr Verständnis, Unterstützung und eine sachliche Kommunikation auf Augenhöhe gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als sehr belastend empfunden. Die Arbeit war körperlich anstrengend, häufig herrschte Zeitdruck und trotzdem wurde erwartet, dass die anfallenden Aufgaben erledigt werden. Meiner Erfahrung nach hatte man teilweise das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen.
Besonders schwierig fand ich den Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen. Wenn bestimmte Tätigkeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt möglich waren, hätte ich mir deutlich mehr Rücksichtnahme und Verständnis gewünscht. Stattdessen hatte ich teilweise das Gefühl, dass weiterhin sehr viel erwartet wurde und die individuelle Situation nicht ausreichend berücksichtigt wurde.
Kommunikation
Bei der Kommunikation habe ich leider ebenfalls überwiegend negative Erfahrungen gemacht. Ich hatte häufig das Gefühl, dass Anliegen, Probleme oder persönliche Situationen nicht wirklich ernst genommen wurden. Gerade wenn man versucht hat, etwas anzusprechen oder zu erklären, hätte ich mir mehr Verständnis und ein offenes Gespräch gewünscht.
Teilweise empfand ich die Kommunikation als sehr angespannt und wenig wertschätzend. Gerade bei Themen wie Krankheit, gesundheitlichen Einschränkungen oder dem kurzfristigen Einspringen hatte ich nicht das Gefühl, offen sprechen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass einem etwas negativ ausgelegt wird.
Auch die Art und Weise, wie teilweise mit Mitarbeitenden gesprochen wurde, empfand ich als unangenehm. Für mich gehört zu einer guten Kommunikation, dass Probleme sachlich angesprochen werden, beide Seiten angehört werden und man gemeinsam nach einer Lösung sucht. Genau das habe ich in meiner Zeit dort leider häufig vermisst.
Ich hätte mir insgesamt eine offenere, respektvollere und professionellere Kommunikation gewünscht, bei der Mitarbeitende das Gefühl haben, ihre Anliegen ansprechen zu können und damit auch ernst genommen zu werden.
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung innerhalb des Teams habe ich leider als sehr schlecht empfunden. Meiner Erfahrung nach wurden nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt. Es war teilweise deutlich spürbar, dass bestimmte Personen bei den Vorgesetzten bevorzugt wurden.
Das zeigte sich für mich beispielsweise bei der Schicht- und Aufgabenverteilung. Mitarbeitende, die sich besonders gut mit der Führungskraft verstanden haben, wurden meiner Wahrnehmung nach häufiger gemeinsam eingeteilt oder konnten bestimmte Aufgaben zusammen übernehmen. Gleichzeitig wurde ich teilweise an der Kasse eingesetzt und musste währenddessen einen großen Teil der Verantwortung im Laden alleine tragen.
Dadurch entstand bei mir immer wieder das Gefühl, dass nicht für alle Mitarbeitenden die gleichen Maßstäbe galten und persönliche Sympathien bei der Einteilung eine Rolle spielten. Das empfand ich als unfair und auf Dauer auch sehr demotivierend.
Ich hätte mir eine faire und nachvollziehbare Aufgaben- und Schichtverteilung gewünscht, bei der alle Mitarbeitenden unabhängig von persönlichen Sympathien gleich behandelt werden.
Interessante Aufgaben
Die interessanten Aufgaben habe ich leider als sehr negativ empfunden. Häufig hatte ich das Gefühl, dass die Aufgaben nicht fair oder abwechslungsreich verteilt wurden. Teilweise bekam man gerade die Tätigkeiten zugeteilt, die andere selbst nicht übernehmen wollten.
Dadurch entstand bei mir mit der Zeit der Eindruck, dass es weniger darum ging, Aufgaben sinnvoll und gerecht im Team aufzuteilen, sondern dass unangenehme oder unbeliebte Tätigkeiten immer wieder bei bestimmten Mitarbeitenden landeten.
Besonders nach krankheitsbedingten Ausfällen oder bei gesundheitlichen Einschränkungen empfand ich die Aufgabenverteilung teilweise als wenig wertschätzend. Insgesamt fehlten mir Abwechslung, eine faire Verteilung und die Möglichkeit, unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche zu übernehmen.
Für mich waren die Tätigkeiten dadurch auf Dauer weder besonders interessant noch motivierend. Ich hätte mir eine deutlich gerechtere Aufgabenverteilung und mehr Wertschätzung bei der Einteilung gewünscht.