Gutes für alle, nur nicht mehr für die Mitarbeiter in den Filialen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nicht mehr allzu viel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Hört auf, die Mitarbeiter für Fehlentscheidungen und Milliardenausgaben bezahlen zu lassen. Die Leute in den Filialen sind das Gesicht , Aushängeschild und der Motor des Unternehmens. Diesen fleißigen Menschen soll es gut gehen, die sollen wertgeschätzt und nicht kaputt gespart werden . Es sind Aldi- Mitarbeiter und keine Kostenfaktoren oder Effizienzpunkte. Warum wird man freiwillig vom Toparbeitgeber zu dem was es nun ist, habe leider keine Worte dafür. Es war so schön, für Aldi zu arbeiten, jetzt bin ich froh, dass ich gekündigt habe. Und das passiert so oft. Warum lasst ihr Qualität gehen und ersetzt sie durch billige Arbeitskräfte? Das wird nicht mehr lange gutgehen. Ganz ganz schade.
Arbeitsatmosphäre
Leider ist die früher recht angenehme Arbeitsatmosphäre durch den ständigen Sparzwang sehr viel schlechter geworden. Überall nur noch Effizienz, Stunden sparen auf Teufel komm raus, immer mehr Studenten, Minijobber und Kassierer, die die Arbeit im Laden bei weitem nicht so gut und schnell wie die langjährigen Angestellten ausführen. Das macht wenig Spaß, ständig muss man korrigieren und nachbessern.
Dann Thema Sauberkeit: als Lebensmitteleinzelhandel muss alles picobello sauber sein, ist aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr möglich, es wird immer dreckiger in den Läden. Was früher die Reinigungsfirma gesäubert hat, müssen jetzt die Filialarbeiter zusätzlich zur eigenen Arbeit übernehmen. Also wenn ich Reinigungskraft sein will, bewerbe ich mich bei einer Reinigungsfirma, Aldi. Backwelt putzen, Samstag!!! den ganzen Laden, die Mülltonnen draußen leeren- und das bei Minimalbesetzung. Vielleicht sollten diejenigen, die sich das ausdenken, einfach mal selbst ein paar Wochen in der Filiale schuften, damit sie merken, dass da am völlig falschen Ende gespart wird. Vom Ladenbild und der Ordnung, die auch mächtig nachgelassen hat durch den Sparzwang mal gar nicht zu reden.
Image
Wird leider immer schlechter. Aldi war top, heute nur noch Mittelmaß, es ist so schade.
Work-Life-Balance
Work-Work Balance trifft es ehrlich gesagt eher. Egal, wie hoch dein Vertrag ist, du hast einfach 84 Stunden Stand by. Fällt jemand aus, musst du einspringen, obwohl dir für genau diesen Tag deine Stunden wegen der Effizienz gestrichen wurden. Erst bekommst du gesagt, du wirst nicht benötigt und dann musst du doch antanzen. Überhaupt, der Stress in der Filiale durch unverschämte Kunden wird immer schlimmer. Und dann stresst ihr euer Personal noch mit eurer Sparerei. Was ist denn mal mit mehr Wertschätzung? Vertretungsgeld ist seit 20 Jahren nicht erhöht worden für immer mehr Aufgaben, die es als Vertretungskraft zu schaffen gibt. Bezahlung ist nicht angemessen für den Stress.
Karriere/Weiterbildung
Für die Mitarbeiter gibt es Online Schulungen, die ganz okay sind, die Schulungen in Präsenz aber auf keinen Fall adäquat ersetzen können.
Karriere kann man machen, braucht aber einen sehr langen Atem .
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist mittlerweile eher ein Schmerzensgeld, Vertretungsgeld wurde, wie bereits weiter oben erwähnt, in meiner langjährigen Zeit nie erhöht.
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in Ordnung. Es gibt Geld für Team Event und Weihnachtsfeier.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Naja.
Kollegenzusammenhalt
Früher top, durch das viele Kommen und Gehen, Zwangsversetzungen und wechselnde neue Mitarbeiter nicht mehr so gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Rücksichtsvoll, zumindest in unserer Filiale.
Vorgesetztenverhalten
Ist in Ordnung, die Vorgesetzten geben in ihrer Ebene den Druck von ganz oben nach unten weiter, was sollen sie auch machen. Ich glaube, viele langjährige RVLs sind nicht einverstanden damit, in welche Richtung sich Aldi entwickelt, wollen aber ihren Job behalten. Aber Kritik an der Führung, am Verwaltungsrat verpufft sowieso.
Die sind auch meilenweit von der täglichen Realität und dem Wahnsinn in den Filialen entfernt- leider. Bisschen mehr Real life für die Berater und Entscheider könnte nicht schaden.
Arbeitsbedingungen
Da baut man für viel Geld die Chop Kassen in die Läden und leistet sich nicht mal neue Tastaturen , Kasseneinsätze und Scanner, die teilweise echt alt und kaputt sind.
Die Chop Kassen sind zwar schnell,aber für die Kassierer sehr anstrengend.
Der Kunde an Schacht zwei ist immer etwas außen vor, weil ma ihml den Rücken zuwendet- nicht optimal , das stresst zusätzlich.
An der Kühlung ist es viel zu kalt, da holt man sich ohne Jacke eine Erkältung. Wenn eine große Lieferung kommt, Schnitt, Stand und Aktion,gibt es zu wenige Hubwagen.
Die Gänge sind teilweise zu eng im laufenden Betrieb, ständig muss man zur Seite gehen. Generell ist zu wenig Platz für die Menge an Artikeln, laufend kommen neue Produkte, aber der Platz bleibt derselbe. Arbeitsbekleidung ist in Ordnung.
Kommunikation
Wichtige Informationen erfährt man oft erst zu spät oder zufällig.
Die Kommunikation mit der Führungsebe könnte deutlich besser sein.
Gleichberechtigung
Auf jeden Fall.
Interessante Aufgaben
Durch AHEAD sind die meisten Aufgaben automatisiert, eigentlich nur noch auspacken, kassieren, Aktion aufbauen und räumen, naja, interessante Sachen gibt es keine mehr.
Vielleicht findet ja jemand das tägliche Putzen in der Backwelt interessant?

