Viele gute Menschen, viel Potenzial – aber keine Chance unter dieser Führung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolle Kolleg:innen, schönes Büro, gute Ausstattung und abwechslungsreiche Projekte. Ich habe gelernt, was echte Kollegialität bedeutet – aber auch, dass „wir sind eine Familie“ meist das Gegenteil von professioneller Kultur ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manipulative Führung, willkürliche Entscheidungen, schlechte Bezahlung und fehlende Zukunftsperspektive. Viele Versprechen, wenig Realität. Wer Wert auf Fairness, Wertschätzung und Struktur legt, sollte sehr genau hinschauen.
Verbesserungsvorschläge
Führungswechsel – das ist die einzige Chance, die diese Agentur hat. Ohne die aktuelle Leitung könnte hier ein großartiger Arbeitsplatz entstehen, mit echten Perspektiven.
Arbeitsatmosphäre
Das Team war über weite Strecken der einzige Grund, morgens noch motiviert zu sein. Kolleg:innen waren herzlich, ehrlich und unterstützend – viele davon sind jedoch im Laufe der Zeit gegangen oder gegangen worden.
Image
Außen hui, innen pfui. Das öffentliche Bild als „mutige, kreative Agentur-Familie“ steht im krassen Gegensatz zur Realität. Viele ehemalige Mitarbeitende teilen ähnliche Erfahrungen – echte Veränderung wird es wohl erst geben, wenn sich an der Spitze etwas ändert.
Work-Life-Balance
Unausgesprochene Mehrarbeit war Alltag. Projekte wurden häufig zu knapp kalkuliert, wodurch Überstunden unausweichlich waren. Homeoffice-Regelungen wurden willkürlich nach Sympathie gehandhabt. Auf persönliche Situationen nahm man teilweise Rücksicht, aber Fairness sah anders aus.
Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklung war kaum möglich. Nur ausgewählte Personen wurden gefördert, Eigeninitiative eher blockiert.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittliche Bezahlung, keine Zusatzleistungen. Wer gut verhandelte oder Themen beherrschte, die der Chef nicht verstand, verdiente deutlich mehr. Gleichbehandlung? Fehlanzeige.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielten nur dann eine Rolle, wenn sie marketingwirksam waren. Intern kein echtes Engagement.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war außergewöhnlich stark – bis die Fluktuationen das Klima veränderten. Lange Zeit war das Team der Kitt, der den Laden noch zusammenhielt.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier gab es keine Auffälligkeiten – ältere Kolleg:innen waren integriert und wurden respektvoll behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Professionelles Führungsverhalten existierte praktisch nicht. Entscheidungen basierten auf Laune, Sympathie oder persönlichem Nutzen. Der Geschäftsführer inszenierte sich als unersetzliches Mastermind und blockierte Entwicklung und Eigeninitiative. Team- oder Agenturleitungen gaben ihr Bestes, konnten die fehlende Führung an der Spitze aber selten kompensieren.
Arbeitsbedingungen
Moderne Ausstattung, tolle Büroräume und sehr gute IT. Leider konterkariert durch chaotische Strukturen, ständige Ad-hoc-Änderungen und unklare Prozesse.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war chaotisch und widersprüchlich. Entscheidungen wurden oft spontan oder aus persönlichen Interessen heraus getroffen. Während manche fast Narrenfreiheit genossen, wurden andere kaum beachtet.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung war in weiten Teilen gegeben. Entscheidungen wurden häufig durch persönliche Nähe oder Sympathie beeinflusst.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und boten Einblick in viele spannende Branchen. Allerdings wurde Gestaltungsfreiheit schnell eingeschränkt, sobald sich der Chef einmischte. Nach meiner Kündigung bekam ich nur noch wiederkehrende, belanglose Aufgaben.