Erfahrung von 2024 - 2025 -> Als Arbeitgeber eher nicht empfehlenswert, sofern da keine Änderungen gemacht wurden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Außer das Gehalt via TVÖD-S gab es da leider nicht viel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nichteinhaltung von Arbeitsrechten in verschiedensten Bereichen.
Gemeinschaftliche Falschaussage von Personen aus der Personalabteilung, Vorstand der sich nicht um die Belangen kümmert und den Fall direkt an die betroffenen Personen in der Personalabteilung weitergibt. VL-Zwang für Erhalt via Abschluss bei der Kasseler Sparkasse, Nichtvergütung von Dienstfahrten, Nichtzahlung von Spesengeldern (trotz Vorschrift via hessischem Reisekostengesetz) und noch einige weitere Punkte.
Verbesserungsvorschläge
An geltendes Arbeitsrecht halten, Fahrzeiten bei Dienstfahrten vernünftig anrechnen, Spesengelder zahlen, Gesetze hinsichtlich VL einhalten und den Personalrat + die Personalabteilung besser besetzen / schulen, den Personalrat (zumindest den, an den ich geraten bin, konnte man nämlich vergessen) und ggf. bei bestimmten Personen in der Personalabteilung neue und rechtstreue Personen einsetzen.
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre als solche war zwischen Kollegen von anderen Abteilungen und der Filiale ganz gut, zwischen der Personalabteilung teils jedoch sehr schlecht, wodurch sich das im Mittelfeld bewegt.
Zumindest aus meiner Sicht.
Image
Naja, aufgrund der eigenen Erfahrung als Arbeitnehmer sicherlich nicht der beste Arbeitgeber, sofern man Wert auf seine Arbeitsrechte legt.
Gibt genug Fluktuation in einigen Bereichen, was wohl eine Aussage für sich ist.
Hinsichtlich der Kundenresonanz werden teilweise immer mehr Filialen abgebaut und die Bargeldakzeptanz via Kasse weiter heruntergefahren.
Würde daher sagen, dass das Image in einigen Bereichen rückgängig ist und eher einen Abwärtstrend folgt.
Work-Life-Balance
Sofern man in den Filialen arbeitet eher weniger vorhanden.
Da teils wenige Mitarbeiter vorhanden sind kann man auch entsprechend selten mal früher gehen oder später kommen.
Karriere/Weiterbildung
Bieten teilweise Kurse an um sich intern weiterzubilden, was man jedoch von einem Sparkassenfachwirt im vergleich zu einem richtigen Bankfachwirt hält ist eine individuelle Sache. Aus meiner Sicht wurden da grob Themen aus der Bankkaufmannausbildung angesprochen und mit Beratungsstrategien vermischt.
Vergleichen kann man das definitiv nicht mit einem Bankfachwirt, intern werden die jedoch gleichgesetzt.
Gehalt/Benefits
Durch TVÖD-S ist das Gehalt ganz ok gewesen, andere Benefits konnte ich jedoch nicht großartig finden, die einen jetzt ins Auge gestochen sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Machen teilweise Aktionen in der Region, was für manche ganz nett sein kann.
Für Einzelkunden wurden jedoch auch schon aus Kassel in die Nebenorte Leute hingeschickt um einen Kalender abzuliefern, nichts weiter...
Widerspricht halt damit den Nachhaltigkeitskriterien damit, da man das auch problemlos mit anderen Sachen hätte hinbringen können.
Kollegenzusammenhalt
War soweit ganz ok, wobei ich von einem Kollegen gesagt bekommen habe, dass manche einen in den Rücken fallen wenn es ihnen einen Vorteil bei der Führungskraft ggf verschafft.
Aufgrund der begrenzten Zugehörigkeit kann ich das jedoch nicht vollständig einschätzen, daher eine neutrale Bewertung.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang unter den Kollegen war in der Regel recht wertschätzend und kollegial, zumindest was ich per se erfahren habe, kommt und geht jedoch mit den verschiedenen Standorten sicherlich.
Vorgesetztenverhalten
Wenn ich könnte würde es auch null Sterne geben.
Einarbeitung war eine Katastrophe, es wurde gegen Ende hin verlangt, Kunden die weder englisch noch deutsch konnten zur Kontoeröffnung ebenfalls Privathaftpflichtverträge mitunterschreiben zu lassen um die Zahlen aufzubessern.
Zumal ein unprofessioneller Ton im Mitarbeitergespräch aufgelegt wurde und es mehrfach versucht wurde medizinische Eingriffe weiter zu verschieben, da sonst die Übernahme nach der Probezeit nicht garantiert werden könne bzw. die Einarbeitung via Workshops nicht durchgeführt werden kann, kam einen Monat vor Ende der Probezeit.
Bei Interesse sich über die Versicherungsprodukte zu informieren um Kunden besser zu beraten kam: "So genau musst du das gar nicht wissen" als Antwort.
Arbeitsbedingungen
Verpflichtende Schulung am Wochenende die nicht bezahlt wurde, zudem wurden Dienstfahrten arbeitszeitlich nicht vergütet, bei Nachfrage in der Perso hieß es: "Innerhalb des Geschäftsgebietes gibt es keine Dienstfahrten!" entsprechend werden Fahrten zu anderen Standorten weder bei Spesengeld noch Arbeitszeit vergütet, für die Mehrkilometer bekommt man eine Entschädigung. - Allgemein wird sich hier nicht ans hessische Reisekostengesetz gehalten.
Bei den VL-Leistungen wurde ich für den Erhalt gezwungen einen Vertrag bei der Kasseler Sparkasse abzuschließen, externe Verträge lehnte man ab, alternativ konnte man sonst auch wählen keine VL zu bekommen.
Stand von Januar 2025, ggf. hat sich da durch die Bafin ja was geändert seitdem.
Kommunikation
Kommunikation mit der Personalabteilung war alles andere als gut, ein Dokument wurde bis zum Schluss hin unterschlagen und dessen Existenz geleugnet, da am besten drauf achten, sollte man nur eine Fassung beim Arbeitsvertrag von irgendwelchen Dokumenten erhalten lieber eine Sicherheitskopie anfertigen (handelte sich bei mir um eine Unterschrift zu einer verpflichtenden Schulung am Wochenende, bei der ich unterschreiben musste, dass diese "freiwillig in meiner Freizeit stattfindet" - natürlich nicht rechtens aber wurde selbst bei Aufforderung durch Anwalt etc nicht rausgegeben. Vorstand hat Anliegen ebenfalls an betroffene Personen aus der Perso zurückgegeben, entsprechend viel ist da passiert. Über Kommunikationswege wurden verschiedenste Ausreden erfunden und die Existenz weiterhin geleugnet, am Ende behauptete man, dass es durch die Klausel im Arbeitsvertrag pauschal abgegolten sei, was ebenfalls nicht rechtens ist.
Bei sowas am besten drauf achten, falls das weiterhin so gehandhabt wird, zur Sicherheit immer einscannen und ggf erst bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Scan um die Ecke kommen.
Gleichberechtigung
Kann ich relativ wenig zu sagen, da aufgrund der kurzen Zeit da die differenzierten Einblicke fehlten, seitens der Personalabteilung würde ich da jedoch weniger von ausgehen (persönliche Empfindung).
Interessante Aufgaben
Sind in der Regel die gleichen Aufgaben, mal weniger abwechslungsreich und andere mal etwas spannender.

