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Bewertung

Private Nähe zählt mehr als Leistung: fragwürdige Führung, Ausgrenzung und hohe Fluktuation

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Kaufland in Lindau gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht finde ich vor allem die Führungskultur in der Filiale, die fehlende Transparenz, die wahrgenommene Bevorzugung bestimmter Mitarbeiter und den respektlosen Umgangston. Außerdem fehlt aus meiner Sicht eine faire und nachvollziehbare Planung. Kritik wird nicht ernst genommen, sondern eher als Angriff gesehen. Dadurch entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem viele Mitarbeiter nicht offen sprechen können.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte dringend die Führungskultur in der Filiale überprüfen. Führungskräfte sollten nach Kompetenz, Fairness und sozialer Eignung ausgewählt werden und nicht nach persönlichen Beziehungen. Private Gruppenbildungen, Bevorzugungen und intransparente Absprachen sollten unterbunden werden. Außerdem braucht es eine faire Dienstplanung, respektvolle Kommunikation und echte Möglichkeiten für Mitarbeiter, Kritik und Verbesserungsvorschläge einzubringen, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.

Arbeitsatmosphäre

Sobald man eigene Ideen einbringt oder eine Meinung äußert, die nicht der gewünschten Linie entspricht, wird man schnell ausgegrenzt. Es entsteht der Eindruck, dass kritische oder selbstständig denkende Mitarbeiter nicht gewollt sind. Statt offen mit Kritik oder Vorschlägen umzugehen, wird man meiner Wahrnehmung nach eher unter Druck gesetzt, bis man irgendwann selbst kündigt.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen deutlich besser, als es intern in der Filiale tatsächlich erlebt wird. Das öffentliche Image passt aus meiner Sicht nicht zu den Erfahrungen, die man im Arbeitsalltag macht.

Work-Life-Balance

Das Verhalten der Vorgesetzten wirkt in solchen Situationen nicht lösungsorientiert, sondern eher darauf ausgelegt, Druck aufzubauen. Wenn Mitarbeiter ihre Meinung sagen oder Verbesserungsvorschläge machen, sollte das sachlich besprochen werden. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass man danach schlechter behandelt oder gezielt unangenehm eingeplant wird.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich kaum wahrgenommen. Es wirkt nicht so, als würden Mitarbeiter aktiv gefördert werden. Wer sich weiterentwickeln möchte, bekommt wenig Unterstützung oder klare Perspektiven

Gehalt/Benefits

Das Gehalt und die Benefits sind grundsätzlich in Ordnung, aber sie gleichen die schlechte Atmosphäre und den Umgang im Arbeitsalltag nicht aus. Geld allein reicht nicht, wenn Respekt, Fairness und gute Führung fehlen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zum Umweltbewusstsein kann ich wenig sagen. Beim Sozialbewusstsein sehe ich jedoch deutlichen Verbesserungsbedarf. Ein sozialer Arbeitgeber sollte fair, respektvoll und transparent mit Mitarbeitern umgehen. Genau das habe ich in der Filiale leider oft vermisst

Kollegenzusammenhalt

Eine verlässliche Planung ist kaum möglich, wenn man ohne klare Kommunikation an freien Tagen, für Frühschichten oder samstags eingeteilt wird. Dadurch entsteht der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeiter bewusst so eingeplant werden, dass sie irgendwann von selbst gehen. Für eine faire Work-Life-Balance ist das sehr problematisch.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen ist unterschiedlich. Grundsätzlich werden erfahrene Mitarbeiter gebraucht, aber auch hier hängt vieles davon ab, wie gut man in die internen Gruppen passt. Eine wirklich wertschätzende und faire Kultur gegenüber allen Altersgruppen habe ich nicht wahrgenommen

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten wirkt in solchen Situationen nicht lösungsorientiert, sondern eher darauf ausgelegt, Druck aufzubauen. Wenn Mitarbeiter ihre Meinung sagen oder Verbesserungsvorschläge machen, sollte das sachlich besprochen werden. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass man danach schlechter behandelt oder gezielt unangenehm eingeplant wird.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind belastend, vor allem durch Personalmangel, schlechte Planung und den Umgang miteinander. Es fehlt häufig an ausreichend Personal, gleichzeitig werden Mitarbeiter wegen Überstunden nach Hause geschickt. Das führt dazu, dass Regale leer bleiben und der Druck auf die verbleibenden Mitarbeiter steigt

Kommunikation

Die Kommunikation bei der Dienstplanung ist sehr schlecht. Teilweise wird man an Tagen eingetragen, an denen man eigentlich nicht arbeitet, oder ohne richtige Absprache plötzlich für Frühschichten oder Samstage eingeplant. Solche Änderungen werden nicht sauber kommuniziert, sondern man muss es selbst im Plan sehen. Das wirkt nicht fair und führt zu unnötigem Druck.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht werden nicht alle Mitarbeiter gleich behandelt. Es wirkt so, als hätten bestimmte Personen durch private Kontakte oder Nähe zu Führungskräften Vorteile bei Planung, Urlaub oder Umgang mit Fehlern. Dadurch entsteht kein Gefühl von Fairness

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich können interessant sein, da im Markt grundsätzlich viel zu tun ist und man unterschiedliche Bereiche kennenlernen kann. Allerdings fehlt der Raum, eigene Ideen einzubringen oder Verbesserungen anzusprechen. Wer etwas anders sieht oder eigene Vorschläge macht, stößt schnell auf Ablehnung

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Arbeitgeber-Kommentar

Dein Kaufland Team
Dein Kaufland Team

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns eine so detaillierte und umfassende Rückmeldung zu deiner ehemaligen Arbeitsumgebung in Lindau zu geben.

Dass die Gehaltsstrukturen und Benefits für dich grundsätzlich in Ordnung waren, nehmen wir positiv mit. Die Aufgaben im Markt beschreibst du zwar als abwechslungsreich, allerdings zeigt deine Bewertung auch deutlich, dass hier der nötige Raum gefehlt hat, um dich mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen.

Gleichzeitig zeigt deine Bewertung sehr deutlich, dass es im täglichen Miteinander und in der Führungskultur vor Ort tiefgreifende Herausforderungen gab. Respekt, Vertrauen und Fairness sind die Grundpfeiler unseres „Stärksten Wirs“ – und diese Werte müssen für alle Teammitglieder gleichermaßen spürbar sein. Wenn der Eindruck entsteht, dass private Nähe über der tatsächlichen Leistung steht oder sachliche Kritik zu Ausgrenzung und Druck führt, entspricht das absolut nicht unserem Anspruch an eine offene Feedbackkultur. Auch eine verlässliche und transparente Dienstplanung ist unverzichtbar, um eine faire Work-Life-Balance und den Zusammenhalt im Team zu sichern. Kurzfristige Planänderungen ohne saubere Kommunikation dürfen nicht zulasten der Mitarbeitenden gehen.

Da du bereits neue Wege gehst, können wir die Situation für dich persönlich nicht mehr im Alltag anpassen. Uns liegt jedoch viel daran, deinen Schilderungen intern genau nachzugehen, um das Arbeitsumfeld in der Filiale fortlaufend zu optimieren. Wenn du bereit bist, uns noch einmal konkretere Hintergründe zu deinen Erfahrungen zukommen zu lassen, schreibe uns gerne eine vertrauliche E-Mail an feedback@kaufland.de.

Wir danken dir für deine Offenheit und wünschen dir für deine berufliche sowie private Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Viele Grüße
Bianca

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