Meine Erfahrung bei Kaufland Dortmund Zentrallager
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich war im Zentrallager von Kaufland Dortmund als technische Führungskraft tätig. Die Aufgabenverteilung war stark überladen und es fehlte eine klare Priorisierung durch die Geschäftsführung. Entscheidungen mussten häufig eigenständig getroffen werden, obwohl die übergeordnete Richtung unklar war. Wenn diese Entscheidungen anschließend nicht den Erwartungen entsprachen, wurde man trotz fehlender Vorgaben dafür verantwortlich gemacht.
Mehrarbeit von bis zu 14 Stunden täglich fand im Austausch mit der Geschäftsführung keinerlei Beachtung. Hinweise darauf, dass das Arbeitspensum in der verfügbaren Zeit nicht realistisch zu bewältigen ist, stießen auf kein offenes Ohr.
Erschwerend kam hinzu, dass Mitarbeiter ohne Rücksprache eingestellt oder aus anderen Bereichen versetzt wurden, obwohl sie weder die notwendige Qualifikation noch ausreichende Deutschkenntnisse besaßen. Viele dieser Personen wurden lediglich umgesetzt, weil sie den Anforderungen im Kommissionierbereich nicht entsprachen. Für die Technik bedeutete das erheblichen Mehraufwand: Die Einweisung in die Anlagen wurde komplexer, Fehlbedienungen nahmen zu, und die Störungsbehebung verzögerte sich deutlich.
Zwischen den Bereichen O&G, Food, Frische und Tiko kam es regelmäßig zu bewusst irreführenden Darstellungen, um von eigenen Leistungsproblemen abzulenken. Beispielsweise wurde unsachgemäßer Umgang mit den technischen Anlagen – überladene Paletten, nicht entfernte Folien, Fehlbedienungen – oft der Technik zugeschrieben, obwohl die Ursachen klar dokumentiert waren. Trotz mehrfacher und bebilderter Hinweise an die jeweiligen Teamleiter änderte sich die Situation nicht. Da die Bereiche dem Betriebsleiter unterstellt sind und die Technik direkt der Geschäftsführung, wurden diese Vorkommnisse häufig zugunsten der Bereiche relativiert.
Auch eine strukturierte Einarbeitung fand nicht statt. Während in anderen Zentrallagern eine sechsmonatige Einarbeitungsphase üblich ist, erhielt ich am Standort Dortmund keine vergleichbare Einführung in mein umfangreiches Aufgabenfeld.
Von der Zentrale in Neckarsulm gab es ebenfalls wiederholt Hürden statt Unterstützung. Bei Problemen wurde die Verantwortung grundsätzlich am Standort verortet, obwohl die Zentrale die übergeordnete Instanz ist. Bei erfolgreichen Problemlösungen hingegen wurden zentrale Bereiche schnell sichtbar und reklamierten die Erfolge für sich. Zudem wurden wichtige Informationen zu Anlagen, Terminen und Projekten häufig bewusst zurückgehalten. Erst wenn der Standort in Schwierigkeiten geriet, wurden Lösungen präsentiert, die intern bereits seit Wochen vorbereitet waren – offensichtlich, um sich bei Vorgesetzten positiv zu positionieren.
All das ist nur ein Ausschnitt der tatsächlichen Situation und bildet lediglich die Spitze des Eisbergs.
Arbeitsatmosphäre
Sehr schwierig. Situation sehr angespannt. Jeder ist nur auf seinen Vorteil was die Arbeit angeht aus.
Image
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Work-Life-Balance
Als Schichtleiter oder Teamleiter ist die W-L-Balance kaum vorhanden.
Karriere/Weiterbildung
Ohne Vitamin B und A...h kriechen kommst ned weit.
Gehalt/Benefits
Für solch eine Verantwortung, ist der Finanzelle Ausgleich nicht gerechtfertigt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Geht so.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt sehr viele Grüppchen, die sich gegenseitig ausspielen. Das geht bis in die Teamleiter Eben hoch.
Umgang mit älteren Kollegen
Immer gut.
Vorgesetztenverhalten
Bei guten News alles prima.
Bei schlechten news heißt es " DAFÜR BIST DU DA UM SOWAS ZU LÖSEN"
Arbeitsbedingungen
Man bekommt von allen Seiten Druck.
12 oder 14 Stunden pro Tag ist da keine Seltenheit. Als TL hat man ja Vertrauensarbeitszeit. Auch wenn man es dem Vorgesetzten, im dem Fall dem GF mehrfach gesagt hat, dass man mit den Aufgabenpacken zeitlich nicht zurecht kommt, heißt es nur mach halt mal. Bekommt aber auf den Sack, wenn es ned läuft.
Kommunikation
Sehr schlecht. Wichtige Informationen werden bewußt zurückgehalten um einen in die Pfanne zu hauen. Wenn die Kake dann am dampfen ist, kommen diese Kollegen aus der Sonne und behaupten dann, es sei schon sehr lange bekannt.
Gleichberechtigung
Kann man nicht meckern.
Interessante Aufgaben
Sehr abwechslungsreich


