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Bewertung

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Billig, billiger, Belegschaft

1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf in Laupheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Der Kollegenzusammenhalt: Das absolut Positive an diesem Job ist das Team in der Filiale. Man hält zusammen, fängt den täglichen Frust gemeinsam auf und kann sich voll und ganz aufeinander verlassen.

- Mitarbeiterrabatte: Die Vergünstigungen für die angebotenen Produkte sind ein netter Vorteil, der hin und wieder genutzt werden kann.

- Das Tolle am Kundenservice: Die Betreuung und der direkte Kontakt vor Ort machen Spaß, und es ist dem engagierten Team zu verdanken, dass die Kundschaft durchgehend zufrieden ist.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Vorgesetztenverhalten: Respektlos und herablassend durch den Chef.

- Keine Wertschätzung: Kein Lob oder Danke; Sommer-„Motivation“ war eine einzige Flasche Wasser.

- Arbeitszeiten: Extrem lange Präsenz von 9:00 bis 19:00 Uhr plus Vor-/Nachbereitung; sinnbefreite Spätphase ab 18:00 Uhr.

- Überstunden & Personalmangel: Dreistellige Überstundenberge, die wegen Personalmangels nicht abgebaut werden können.

- Gehalt & Benefits: Reiner Mindestlohn ohne Gehaltserhöhungen, Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

- Weihnachtsessen-Masche: Rechnung komplett einreichen lassen, damit die Firma voll absetzt, obwohl nur ca. 20 Euro gezahlt werden.

- Inkompetente HR: Personalabteilung reagiert wochenlang oder gar nicht auf Anfragen.

- Keine Karriere: Weder Aufstiegschancen noch Fortbildungen.

- Umwelt & Warenschutz: Exzessiver Plastikmüll und Warenbeschädigung durch ungeschützte Sonnenplätze draußen.

- Altersgerechter Umgang: Keine Rücksichtnahme oder Schonung für ältere Angestellte.

Verbesserungsvorschläge

- Wertschätzung und Führungskultur verbessern: Ein respektvoller Umgangston und grundlegende Höflichkeit sollten in der Chefetage selbstverständlich sein. Ein ehrliches „Danke“ oder Feedback würde das Betriebsklima enorm entlasten.

- Mitarbeiterbindung und faires Gehalt: Der Einstieg beim reinen Mindestlohn ohne Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ist nicht mehr zeitgemäß. Um Fachkräfte zu halten, sind faire Löhne und spürbare Benefits dringend nötig.

- Personalmangel und Überstunden abbauen: Es muss adäquates Personal eingestellt werden, um die massiven Überstundenberge abzubauen und die dauerhafte Überlastung des Teams zu beenden.

- Arbeitszeiten und Work-Life-Balance anpassen: Die extremen Präsenzzeiten (inklusive der sinnlosen Spätphase, in der kaum noch Kundschaft kommt) sollten verkürzt und kundenfreundlicher sowie mitarbeiterfreundlicher gestaltet werden.

- Nachhaltigkeit und Materialhandling ernst nehmen: Die exzessive und mehrfache Plastikverpackung sollte drastisch reduziert werden. Zudem müssen Waren, die draußen platziert werden, vor Sonnenschäden geschützt werden.

- Zuverlässige HR-Prozesse: Die Personalabteilung muss bei Anliegen und Fragen der Belegschaft erreichbar sein und zeitnah reagieren.

- Transparenz bei Firmenfeiern: Social Events wie das Weihnachtsessen sollten das Team wirklich unterstützen, anstatt intransparent für steuerliche Zwecke genutzt zu werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist durchgehend von Druck und Respektlosigkeit geprägt. Ein „Danke“ oder Lob von der Chefetage sucht man vergebens. Während die Chefin menschlich und empathisch auftritt, herrscht vom Chef ein respektloser Umgangston – ein einfaches „Hallo“ ist zu viel verlangt, stattdessen wird man regelmäßig nur herablassend behandelt.

Auch die HR-Abteilung ist keine Hilfe: Auf Rückmeldungen wartet man extrem lange oder vergebens. Wertschätzung zeigt sich in absurden Gesten wie einer einzigen Flasche Wasser im Sommer als „Motivation“.

Image

Ironischerweise läuft es bei der Kundschaft gut, weil die Betreuung vor Ort durch das Team wirklich stimmt – wodurch den Kundinnen und Kunden gar nicht auffällt, was für ein Saft laden hinter den Kulissen eigentlich abgeht.

Work-Life-Balance

Von einer Work-Life-Balance kann hier keine Rede sein. Die Arbeitszeiten für Voll- und Teilzeitkräfte sind extrem belastend und dauern von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Laden – dazu kommt, dass man jeweils 15 Minuten früher da sein und später gehen muss. Völlig überflüssig ist zudem die späte Phase ab 18:00 Uhr, in der kaum noch Kundschaft kommt, da ohnehin jeder davon ausgeht, dass der Laden um diese Zeit längst geschlossen hat.

Überstunden türmen sich im dreistelligen Bereich auf, an einen Abbau ist wegen des permanenten Personalmangels jedoch nicht zu denken. Erholung oder Freizeit bleiben bei diesen Bedingungen komplett auf der Strecke.

Karriere/Weiterbildung

Von beruflicher Weiterentwicklung oder echten Karrierechancen kann hier keine Rede sein. Es gibt weder Perspektiven für interne Aufstiege noch Angebote oder Förderungen für Schulungen oder Fortbildungen – man tritt auf der Stelle und ist im Grunde nur als günstige Arbeitskraft im Dauereinsatz eingeplant.

Gehalt/Benefits

In finanzieller Hinsicht gibt es hier so gut wie nichts, was für den Job spricht. Man wird mit Mindestlohn abgespeist, und an eine Gehaltserhöhung ist absolut nicht zu denken. Zusätzliche finanzielle Anerkennungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld sucht man komplett vergebens. Das Einzige, das es gibt, sind Mitarbeiterrabatte – das war es dann aber auch schon an Benefits.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Von einem echten Umwelt- oder Sozialbewusstsein fehlt hier jede Spur. In puncto Nachhaltigkeit herrscht reines Desinteresse: Überall wird im Überfluss Plastik verwendet, bei dem Artikel doppelt und dreifach eingepackt werden. Zudem wird billig in Kauf genommen, dass Waren draußen in der Sonne stehen und dadurch permanent beschädigt werden. Auch das soziale Bewusstsein gegenüber der Belegschaft ist schlicht nicht vorhanden, was sich in mangelnder sozialer Unterstützung, fehlenden Benefits und dem rigorosen Spardruck auf dem Rücken der Mitarbeitenden zeigt.

Kollegenzusammenhalt

Dieser Punkt ist das absolute Highlight und das Einzige, das hier wirklich gut läuft: Der Zusammenhalt unter den Kollegen in der Filiale ist absolut top. Man hält in dieser anstrengenden Situation fest zusammen, unterstützt sich gegenseitig, fängt den alltäglichen Frust gemeinsam auf und kann sich aufeinander verlassen.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier wird kein Unterschied gemacht – allerdings im negativen Sinn. Ältere Kollegen werden genau wie der Rest der Belegschaft behandelt: Ohne jegliche besondere Rücksichtnahme, Wertschätzung oder altersgerechte Anpassung der enormen körperlichen und zeitlichen Belastung.

Vorgesetztenverhalten

Hier zeigt sich das Hauptproblem des Betriebs: Während die Chefin immerhin Empathie und eine menschliche Art an den Tag legt, ist das Auftreten vom Kern völlig inakzeptabel. Ein professionelles Führungsverständnis existiert nicht. Stattdessen agiert er extrem herablassend – selbst ein grundlegendes „Hallo“ ist zu viel verlangt –, und man wird konsequent von oben herab behandelt. Führung bedeutet hier ausschließlich Druck auszuüben, zu kontrollieren und jeden Cent umzudrehen, anstatt die Belegschaft zu unterstützen oder auch nur ansatzweise anzuerkennen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind von einem massiven Sparzwang geprägt, der sich durch den gesamten Arbeitsalltag zieht. Das beginnt beim Umgang mit Waren, die draußen in der Sonne ständig beschädigt werden, und endet bei einer extremen Plastik-Verschwendung durch mehrfache, überflüssige Verpackungen. Ein besonders fragwürdiges Beispiel ist das Weihnachtsessen: Man erhält lediglich einen Zuschuss von etwa 20 Euro, muss aber gleichzeitig die gesamte Rechnung einreichen, damit das Unternehmen diese voll steuerlich absetzen kann, obwohl der Arbeitgeber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten trägt.

Kommunikation

Ein echter Informationsfluss oder konstruktiver Austausch findet kaum statt. Absprachen zwischen den Abteilungen sind mangelhaft, und wichtige betriebliche Infos versanden im Chaos. Zudem ist die Personalabteilung schlichtweg nicht erreichbar: Anfragen werden konsequent ignoriert oder verschleppt, sodass man tagelang oder wochenlang auf Antworten wartet – sofern überhaupt eine Rückmeldung kommt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung
In dieser Hinsicht herrscht hier pure Gleichberechtigung: Die Belegschaft wird ausnahmslos gleich schlecht behandelt und spürt denselben immensen Druck. Es gibt keine Bevorzugungen, aber eben auch keinerlei fairen oder unterschiedslosen Respekt – alle sitzen im selben Boot und bekommen die mangelnde Wertschätzung gleichermaßen zu spüren.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind in Ordnung, aber eben das tägliche Standardprogramm im Verkauf: Kundschaft bedienen, Kasse machen, Waren prüfen und einräumen. Mehr als stupide Routine ist hier kaum geboten, echte Abwechslung oder spannende Projekte sucht man vergebens.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.