Der vorgetäuschte Schein der Kernspinfamily
Arbeitsatmosphäre
Der eine Stern steht nur für die direkten Arbeitskollegen mit denen man versucht hat irgendwie die Schicht zu überstehen. Man steht enorm unter Zeitdruck. Man spürt das die Einnahmen über dem Wohl der Mitarbeiter stehen. Es gibt keine geregelten Pausen. Beschwerden werden gefühlt ignoriert. Man fühlt sich kontrolliert und es spielen mehrere Leitungen am eigenen MRT-Terminkalender rum (Bsp: nehmen ohne RüSpr Puffer raus) und man selber kann nichts dagegen tun, sondern nur zuschauen. Es gibt kein Betriebsrat, an den man sich wenden kann.
Image
Die letzten Jahre vermehrt schlechter. Man hat wirklich versucht etwas zu bewirken, aber vergeblich. Gute Mitarbeiter verlassen frustriert das Unternehmen. Untereinander hat man immer schlechter über das Unternehmen geredet und war immer unzufriedener
Work-Life-Balance
Ich kann hier nur vom Geräteteam sprechen.
Man arbeitet wöchentlich im Früh- (6-14) und Spätdienst (14-21:30) Wechsel, aber nur wenn man ausschließlich am MRT arbeitet. Arbeitet man auch am CT, wechselt man mehrmals die Woche die Schichten und hat auch eine Mittelschicht. Schichtdienst hat seine Vorteile, aber durch den Stress hatte man nicht viel was davon.
Karriere/Weiterbildung
Man braucht wie erwähnt keine bestimmte Ausbildung oder gar ein Studium um eine Leistungsposition zu bekommen. Man kann sich aber fortbilden, um Azubis zu betreuen. Und es gibt eine Kernspinakademie, aber man hat kaum Zeit sich damit zu beschäftigen. Man hat die Möglichkeit an Fortbildungen teilzunehmen, aber die muss man in seiner privaten Zeit absolvieren.
Gehalt/Benefits
Startgehalt ist soweit gut, aber danach kommt nichts mehr dazu. Sozialleistungen sind mittelmäßig und mit anderen Unternehmen vergleichbar
Umwelt-/Sozialbewusstsein
- jahrelang mussten wir jedem Patienten die Untersuchungsbilder riesig ausgedruckt mitgeben (fast alle haben es kritisiert, aber Werbung machen ist wichtiger gewesen)
- ich fand das Privatpatienten massiv in mehreren Bereichen bevorzugt wurden und meiner Meinung nach ist es moralisch fragwürdig den meisten Patienten Kontrastmittel geben zu müssen
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen am Gerät waren der Grund wieso ich überhaupt "so lange" in dem Unternehmen geblieben bin. Man hat wirklich zusammengehalten und sich gegenseitig unterstützt wo man konnte. Durch den Stress und Druck herrscht eine hohe Fluktuation, sodass ich nicht mehr sagen kann, ob dies noch der Fall ist. Man hat sich nicht mit jedem verstanden, aber das hat man ja überall. Vermehrt problematisch war die Zusammenarbeit mit den Kollegen an der Anmeldung, aber das lag daran das dort eine noch höhere Fluktuation herrscht, sodass da kaum Leuten arbeiten, die wissen was die da tun
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt kaum welche. Ich glaube das sagt genug aus.
Vorgesetztenverhalten
Das ist das meiner Meinung nach das größte Problem dieses Unternehmens und der Grund für die Kündigungen der meisten Kollegen (standortunabhängig) mit denen ich gesprochen habe. Nach meinem Wissensstand her ist da kaum einer qualifiziert für so eine Stelle und das merkt man leider auch.. Solang man nach der Nase der Leute über dir tanzt, ist alles gut. Meine angesprochenen Beschwerden wurden nicht ernst genommen, auch wenn immer betont wird wie wichtig das wäre.
Arbeitsbedingungen
War wie schon erwähnt wirklich schwierig. Der Zeitdruck, kaum Bewegungsfreiraum in der eigenen Planung, fehlende Pausen, etc. Die Geräte sind relativ neu.
Kommunikation
Auch hier steht der Stern nur für einige Kollegen. Zwischen Leitung und Mitarbeiter werden wichtige Informationen nicht weitergegeben und generell das Thema Kommunikation ist schwierig in dieser Firma. Man kriegt als Mitarbeiter auch direkt mit, dass unter den Leitungen Kommunikation ein großes Problem ist, an das dringend gearbeitet werden sollte. Selbes Problem an der Anmeldung
Gleichberechtigung
Bestimmtes Geschlecht oder bestimmte Herkunft wird soweit ich mitbekommen habe nicht bevorzugt, aber ich wurde spürbar schlechter behandelt, als ich berechtigte Kritik äußerte. Und ich war da nicht die einzige Person, der das aufgefallen ist.
Interessante Aufgaben
Es ist ein Job mit immer demselben Ablauf, aber das weiß man vorher. Die Kl übernimmt natürlich immer mehr von dem technischen Teil, also wird der Bereich der Patientenbetreuung immer größer, für den man leider immer weniger Zeit bekommt. Man kann ins Orga Team, um mehr Aufgaben zu übernehmen, aber das lohnt sich laut den Kollegen nicht