Werk Mittenwalde Kieback&Peter
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Selbstgestaltungsspielraum (Ideenmanagement: dort kann man Vorschläge zur Verbesserung der Arbeit abgeben, die dort geprüft werden)
- Gehalt & Benefits
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Einarbeitung (ich kann nur aus meiner Perspektive erzählen, aber mein Einarbeitungsplan bestand daraus, mit einem Kollegen mitzulaufen und mich bei Fragen an ihn zu wenden. Dieser Kollege hatte aber so viel selber zu tun, das ich mich im Grunde selbst einarbeiten musste. Die Einarbeitung war im Grunde wie ein Studium, nach dem Motto: "Hier hast du alle Vorlesungsfolien, jetzt geh und bring es dir selber bei")
- Zu viel Arbeit auf einmal (Teils wird man mit Arbeit so überschüttet, das man selbst nicht weiß mit was man jetzt am besten anfängt)
- Unübersichtliche Laufwerke (für vieles muss man spezielle Dokumente, Arbeitsanweisungen, Schaltpläne, Programmcode, Teile in einer Lagerverwaltung finden und für alles gibt es unterschiedliche Ablageorte: ERP-System, Managementsysteme, Dokumentenmanagement oder einfach in einem zentralen Laufwerk, welches für alle einsichtig ist. Es gibt doch diese Redewendung: "Man muss nicht alles wissen, nur wissen wo es steht". Nur was, wenn man nicht mal weiß wo es steht)
Ich hoffe ich hab jetzt niemanden verschreckt, denn im Grunde ist die Firma top. Das sind alles eher kleine Probleme, die vielleicht nur mich betreffen und auch teils auf fehlende Kommunikation meinerseits zurückzuführen sind.
Arbeitsatmosphäre
Alles in allem eine gute Arbeitsatmosphäre. Es ist aber es treffen hier einige handwerkliche berufe aufeinander, was in der Produktion dazu führt, das man ab und zu mal einen schnippischen Spruch zu hören bekommt. Nichts schlimmes, sowas wie: "Mahlzeit", wenn man nach 10Uhr auf Arbeit erscheint. Dadurch das es hier eine relativ kleine Fertigung ist mit rund 80-90 Mitarbeitern ist Tratsch und Klatsch ziemlich stark verbreitet. Man fühlt sich hier häufig wie auf der High-School mit den verschiedenen Klicken.
Kommunikation
Der Tratsch und Klatsch in der Halle führt häufiger als man denkt dazu, das man Arbteisrelevante Themen über den Buschfunk schneller mitbekommt, als über die eigentlichen Kommunikationswege. Das zeigt aber auch, das an der generellen Kommunikation noch weiter gearbeitet werden kann.
Kollegenzusammenhalt
So sehr ich es hasse, wenn Vorgesetzte sagen wir sind eine große Familie, stimmt es trotzdem, das der Zusammenhalt schon in die Richtung geht. Ab und zu hat man aber dennoch Kollegen dabei, die ein wenig mehr und weniger Zusammenhalt zeigen.
Work-Life-Balance
Das kommt jetzt darauf an in welcher Abteilung man letzten Endes landet, wenn man in der Produktion arbeitet kann man zu teils kein Homeoffice machen. Man kann ja schlecht von zu Hause Geräte fertigen. Wenn man Tätigkeiten hat, die man auch zu hause erledigen kann, wird Homeoffice auch viel angeboten. Es gibt in einer Produktion aber vieles, was man nicht von zu hause aus erledigen kann. Da ist die Gleitzeit aber auch sehr entgegenkommend, bei der man auch mal auf sein Gleitkonto arbeiten kann um früher an einem anderen tag zu gehen. Grundsätzlich sagt hier niemand was, solange man sich in einem Bereich von +-50 Stunden auf dem Konto bewegt. Dieses Gleitkonto wird einmal im Jahr resettet und ausgezahlt oder man kann sich die Zeit als Gleitkontotage gutschreiben lassen (Urlaub).
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind sehr kulant und kompromissbereit. Vor einer weile war das in der ein oder anderen Abteilung nicht so und trotz hoher Beschwerden wurden keine Konsequenzen gezogen. Nach einer kompletten Reformierung vor ca. 1 Jahr wurden aber auch die ein oder anderen "schlechteren" vorgesetzten "ausgetauscht".
Daraufhin ist die Arbeitsatmosphäre in manchen Abteilungen deutlich angestiegen.
Interessante Aufgaben
Auch hier lässt sich das pauschal nicht ganz beantworten. In der Fertigung zum Beispiel hat man sehr eintönige und monotone aufgaben, wie den ganzen tag eine bestimmte fertigungsgruppe zusammen zu montieren oder leiterkarten nutzen zu trennen. Aber es wird dabei darauf geachtet, das man nicht wochenlang die gleichen aufgaben machen muss. Man rotiert in der Fertigung selbst zwischen den Aufgaben hin und her, sodass man Abwechslung hat. Und was andere Abteilungen angeht sind auch sehr vielfältige aufgaben dabei.
Gleichberechtigung
Ich habe nicht nachgezählt, aber Frauen in höheren oder Führungspositionen sind trotzdem immer noch weniger als männliche. Am ende des Tages ist es immer noch ein handwerkliche Firma und alte Strukturen halten sich noch sehr lange, was dazu führt das die Frauenquote natürlich höher sein könnte. Barrierefrei ist die Werkshalle nicht.
Arbeitsbedingungen
Auf körperlich schonende Arbeitsprozesse wird sehr geachtet (Arbeitsprozesse rückenschonend ausgelegt, höhenverstellbare Arbeitsflächen, ...). Die Technik ist an der ein oder anderen stelle nicht die neuste, aber bei der persönlichen Ausrüstung jedes Mitarbeiters gibt es nichts auszusetzen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein wird hier wirklich hoch geschrieben. Macht auch irgendwie sinn, in einer Firma für Gebäudeautomation.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist Fair. Es könnte natürlich immer mehr sein, aber wenn man sich so in vergleichbaren Unternehmen umsieht bezahlt Kieback&Peter sehr zufriedenstellend.
Benefits:
- 240€ für die eigene Fitness/Gesundheit Jährlich
- Mitarbeiterbeteiligungen
- Weihnachtsgeld und Sonderauszahlungen
- Fahrradleasing
- Deutschlandticket
- ...
Das ist schon ziemlich vorbildlich
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmaßnahmen werden zum einen Intern zwischen Kollegen angeboten als auch extern angeboten. Auch gibt es Kollegen die sich durch ein Studium weiterbilden lassen und die Firma sie dahingehend Unterstützt.


