Mehr Schein als Sein – leider enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Einrichtungen sind optisch sehr ansprechend und modern gestaltet. Es wird ausreichend Material zur Verfügung gestellt, was die tägliche Arbeit erleichtert. Außerdem arbeitet man mit iPads und einer eigenen App, was die Dokumentation und Organisation zeitgemäß und praktisch macht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Gruppen sind dauerhaft überfüllt, das Personal ist oft nicht ausreichend qualifiziert, und viele Versprechen etwa zur Entlastung oder besseren Organisation werden nicht eingehalten. Es fehlt an klarer und kompetenter Führung, was sich negativ auf die gesamte Arbeitsstruktur und Atmosphäre auswirkt. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass grundlegende Probleme ignoriert werden, anstatt sie nachhaltig zu lösen.
Verbesserungsvorschläge
Das Platzsharing-System sollte dringend überdacht oder abgeschafft werden es sorgt dauerhaft für überfüllte Gruppen und unnötige Belastung. Kleinere, stabile Gruppen wären deutlich sinnvoller. Außerdem wäre es wichtig, nicht jeden Monat neue Eingewöhnungen durchzuführen, um dem Team und den Kindern mehr Ruhe zu ermöglichen. Generell sollte der Fokus stärker auf dem Wohl der Mitarbeitenden liegen statt auf Werbung, Außendarstellung oder wirtschaftlichen Interessen. Wertschätzung, echte Unterstützung und realistische Arbeitsbedingungen würden viel verändern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war häufig angespannt. Durch das Platzsharing-System waren die Gruppen dauerhaft überfüllt, was zu einer konstant hohen Belastung und Unruhe im Alltag führte. Viele Mitarbeitende empfanden die Situation als stressig und demotivierend. Trotz mehrfacher Rückmeldungen wurde seitens der Führungskräfte kaum reagiert oder aktiv unterstützt. Dadurch entstand oft das Gefühl, mit den Problemen allein gelassen zu werden.
Image
Das äußere Erscheinungsbild und die Außendarstellung stimmen leider überhaupt nicht mit der Realität überein. In Werbungen und Konzeptpapieren wirkt alles strukturiert, wertschätzend und professionell im Alltag zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Es werden häufig ungeeignete, teils kaum deutschsprachige Mitarbeitende eingestellt, nur um überhaupt Personal zu haben. Die Gruppen sind dauerhaft überfüllt, und es fehlt an ausreichend qualifiziertem Personal, um den Alltag wirklich kindgerecht und pädagogisch sinnvoll zu gestalten
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war deutlich eingeschränkt. Jedes Jahr mussten wir regelrecht um unseren Urlaub kämpfen, besonders in der Sommerzeit. Es hieß immer wieder, dass nur eine Person gleichzeitig Urlaub nehmen dürfe was bei einem ohnehin knappen Personalschlüssel zu Stress und Unzufriedenheit führte. Zusätzlich hatte die Kita keine festen Schließzeiten im Sommer, sondern nur im Winter. Dadurch war es für viele Mitarbeitende nahezu unmöglich, in den Sommermonaten gemeinsam mit ihren Familien Urlaub zu planen, was regelmäßig zu organisatorischem Chaos und Frustration im Team führte.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildungen können grundsätzlich jederzeit gemacht werden, was ich positiv finde. Es besteht die Möglichkeit, dass Erzieher Leitungspositionen übernehmen allerdings finde ich das nicht immer sinnvoll, da nicht alle Erzieher für diese Aufgabe geeignet sind. Insgesamt bieten die Entwicklungsmöglichkeiten aber eher wenig Raum für wirklichen Aufstieg oder Karrierefortschritt.
Vorgesetztenverhalten
Die Leitungsebene war häufig eine zusätzliche Belastung statt eine Unterstützung. Teilweise wurden fachlich ungeeignete Personen in Leitungsrollen eingesetzt, die weder über ausreichende Führungskompetenz noch über professionelles Auftreten verfügten. Statt für Struktur, Klarheit und ein gutes Miteinander zu sorgen, haben einige Vorgesetzte durch ihr Verhalten zusätzlichen Stress ausgelöst. Der Umgang mit Mitarbeitenden war teils respektlos oder abwertend, was das Betriebsklima stark belastet und das Team zusätzlich verunsichert hat.
Kommunikation
Die Kommunikation war oft widersprüchlich und wenig verlässlich. In Gesprächen wurde regelmäßig versprochen, dass sich bestimmte Dinge verbessern würden zum Beispiel, dass nicht jeden Monat neue Eingewöhnungen stattfinden. Tatsächlich änderte sich jedoch nichts: Eingewöhnungen fanden weiterhin jeden Monat statt, und die zugesagte Entlastung blieb aus. Das führte bei vielen Kolleginnen zu Frustration und dem Eindruck, dass Zusagen nicht ernst gemeint waren.
Gehalt/Benefits
Es wird nicht nach Tarif gezahlt, und Weihnachtsgeld oder andere Sonderzahlungen gibt es nicht. Auch nach jahrelanger Betriebszugehörigkeit erfolgt keine Höherstufung oder Gehaltserhöhung. Erfahrung und Engagement werden finanziell kaum anerkannt.
