Defizite in der internen Kommunikation und Mitarbeiterführung. Eine arbeitsrechtliche Einordnung!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden. Der kollegiale Austausch fand sowohl im Arbeitsalltag als auch darüber hinaus statt, etwa durch Gespräche im Pausenraum oder telefonische Abstimmungen nach Feierabend, um Informationen weiterzugeben und sich gegenseitig auf dem aktuellen Stand zu halten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das größte strukturelle Problem des Unternehmens in der Führungskultur und der internen Kommunikation lag. Der von oben herab geprägte Umgangston, fehlende Wertschätzung sowie wiederholtes Anschreien von Mitarbeitenden führten zu einer dauerhaft belastenden Arbeitsatmosphäre. Diese Art der Führung begünstigte aus meiner Sicht Unsicherheit, hohe Fluktuation und ein angespanntes Betriebsklima. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch, weshalb es wiederholt zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen kam: Fehlende klare Kommunikation, nicht eingehaltene Zusagen und ein konflikthafter Führungsstil führten zwangsläufig zu rechtlichen Klärungen.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht besteht der dringendste Handlungsbedarf im zwischenmenschlichen Umgang innerhalb des Unternehmens. Insbesondere das „Miteinander“ sowie die Art der Kommunikation von Seiten der Führungsebene stellen das größte strukturelle Defizit dar. Der überwiegend von oben herab geführte Kommunikationsstil wirkte weder angemessen noch professionell und wäre aus fachlicher Sicht keiner einzelnen Person in dieser Form zuzutrauen. Eine grundlegende Überarbeitung der Führungs- und Kommunikationskultur erscheint zwingend erforderlich.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt immer sehr angespannt und von hoher Belastung geprägt. Nachhaltige Strukturen zur Entlastung oder zur Förderung eines gesunden Betriebsklimas waren nicht gewollt.
Image
Das externe Image von Klassen Automobile GmbH ist nach außen zunächst positiv und professionell dargestellt. Gleichzeitig lassen sich in öffentlichen Medien und sozialen Netzwerken wiederholt Hinweise auf interne Problematiken erkennen, die diesem Außenbild widersprechen. Zwischen der öffentlichen Darstellung und den internen Gegebenheiten bestand aus meiner Sicht eine deutliche Diskrepanz.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war deutlich beeinträchtigt. Arbeitszeiten und Erwartungshaltungen ließen kaum Raum für Erholung oder eine langfristig gesunde Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein erkennbares Umwelt- oder Sozialbewusstsein war im Arbeitsalltag kaum bzw. nicht vorhanden. Entsprechende Konzepte, Maßnahmen oder eine sichtbare Sensibilisierung für diese Themen konnten nicht festgestellt werden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten waren nicht vorhanden. Es gab weder strukturierte Entwicklungspläne noch gezielte Fördermaßnahmen. Mitarbeitende wurden nach meinem Eindruck stark ausgelastet, ohne dass eine Perspektive zur fachlichen oder beruflichen Weiterentwicklung aufgezeigt wurde. In der Folge verließen viele Beschäftigte das Unternehmen eigenständig nach kurzer Zeit.
Kollegenzusammenhalt
Der kollegiale Zusammenhalt war positiv hervorzuheben. Mitarbeitende unterstützten sich gegenseitig, halfen einander im Tagesgeschäft und versuchten, Defizite auf organisatorischer Ebene gemeinschaftlich aufzufangen.
Umgang mit älteren Kollegen
Aufgrund des stetigen und ausgeprägten Personalwechsels ließ sich eine verlässliche Beurteilung der Gleichberechtigung sowie des Umgangs mit Eltern oder unterschiedlichen Mitarbeitergruppen nicht eindeutig vornehmen. Langfristig beschäftigte oder ältere Mitarbeitende waren kaum vorhanden, sodass belastbare Vergleichswerte fehlten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Vorgesetzten war aus fachlicher und arbeitsrechtlicher Sicht in hohem Maße problematisch. Nach meinem persönlichen Erleben war der Führungsstil regelmäßig von lautem Anschreien, abwertender Kommunikation und fehlender Wertschätzung geprägt. Konstruktives Feedback oder ein respektvoller Umgang fanden kaum statt. Vielmehr entstand der Eindruck, dass ein konfrontativer und herabsetzender Umgangston bewusst eingesetzt wurde
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren aus subjektiver Sicht stark belastend und insgesamt als katastrophal zu bewerten. Positiv hervorzuheben sind hingegen die modernen Räumlichkeiten sowie eine zeitgemäße technische Ausstattung mit aktuellen Arbeitsmitteln und Computern.
Kommunikation
Die interne Kommunikation zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitenden war aus fachlicher Sicht mangelhaft. Absprachen wirkten häufig uneinheitlich, Entscheidungen wurden nicht transparent oder nachvollziehbar vermittelt.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung sowie die angebotenen Sozialleistungen waren aus meiner Erfahrung durchweg am unteren Ende des marktüblichen Spektrums angesiedelt – unabhängig von Qualifikation, Berufserfahrung oder Verantwortungsbereich. In Vorstellungsgesprächen wurde regelmäßig eine spätere Gehaltsentwicklung in Aussicht gestellt. Nach übereinstimmenden Erfahrungen zahlreicher Mitarbeitender kam es jedoch selbst nach wiederholten Gesprächen zu keiner tatsächlichen Anpassung. Eine verbindliche, transparente oder verlässliche Gehaltsentwicklung war nicht erkennbar. Zusätzlich ist festzuhalten, dass zugesagte Provisionszahlungen nach meinem Kenntnisstand nur in den seltensten Fällen tatsächlich ausgezahlt wurden. Auch hier bestand eine deutliche Diskrepanz zwischen vorherigen Zusagen und der späteren Umsetzung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sowie die Branche an sich sind interessant.