Arbeitgeber verlangt Aufopferung zum kleinen Preis
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit im Freien (findet man aber auch in anderen Betrieben)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation, Gehalt, Überstunden, leere Versprechungen
Verbesserungsvorschläge
Auf die schlechte Stimmung unter den Arbeitnehmern hören.
Der drohende Abzug von Überstunden, die Nichtbezahlung der An- und Abfahrt, der Umgangston sind Relikte aus den 90ern. Damit lässt sich heute kein engagiertes Personal mehr halten.
Arbeitsatmosphäre
Selbstständiges Arbeiten im Freien. Im Hinterkopf jedoch oft die Angst, falsch zu agieren, wofür gerne Mal "2 Stunden" (vom Überstundenkonto) abgezogen werden.
Image
Sowohl bei Kunden als auch bei anderen Gartenbaubetrieben und Arbeitnehmern scheint die Firma keinen guten Ruf zu genießen.
Work-Life-Balance
Selten lässt sich Mal darüber verhandeln, Überstunden abzubummeln.
Das Versprechen aus dem Vorstellungsgespräch, bei Regenwetter oder außerhalb der Saison würden Arbeitnehmer mehr Freizeit haben, ist ein Köder, auf den nicht allzuviel gegeben werden kann. Die Tage sind lang, häufig 11 bis 12 Stunden, doch auf dem Stundenzettel werden viele davon gestrichen (die Anfahrtszeit zu weit entfernten Baustellen wie Rostock zählt als Privatvergnügen, nicht als Arbeitszeit. Den Beifahrern werden dementsprechend auch mal 3 von 11 Stunden abgezogen). Über die WhatsApp-Gruppe gibt's auch noch Anweisungen nach Feierabend (wie spontane Planänderungen des nächsten Arbeitstages - bspw. die Info, nicht von 6:45 bis 16 Uhr in Schwerin zu arbeiten, sondern um 5:45 Abfahrt Richtung Rostock zu haben und mit dem Feierabend 17:30 Uhr rechnen zu müssen.
Karriere/Weiterbildung
Zur "Weiterbildung" wird ein YouTube-Video geteilt.
Der Umgang mit der Kettensäge ohne Schein und Schutz wird gerne akzeptiert.
Der Führerschein BE wird tatsächlich unterstützt (immerhin zu 30% von der Firma. Den Rest trägt das Amt).
Gehalt/Benefits
Intransparent und eine Frage des Verhandlungsgeschicks.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Gartenbaubetrieb, da muss ein wenig Verständnis vorhanden sein. Durch die Planung ziehen sich aber viele Baustellen in die Länge, die entsprechend häufiger angefahren werden müssen, als nötig wäre.
Kollegenzusammenhalt
Die bleibenden Kollegen halten zusammen. Ansonsten herrscht hohe Fluktuation im Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Kollegen passen meines Erachtens besser aufeinander auf, als die Vorgesetzten.
Vorgesetztenverhalten
"Meine Tür steht immer offen", (solange es nicht um Probleme oder das kleine Gehalt geht).
Arbeitsbedingungen
Teils sind moderne Techniken vorhanden. Da die Planung jedoch häufig nicht gut funktioniert, sind oftmals jene Kollegen, die diese Technik an Baustelle A bedienen könnten, auf Baustelle B eingesetzt und die Kollegen auf A müssen doch auf die überholten und verschleißenden Techniken zurückgreifen (wie eine Ramme für das Stellen hunderter Pfähle).
Kommunikation
Die Vorgesetzten schreiben oft Aufgaben in die WhatsApp-Gruppe, um die sich dann "jemand" kümmern soll. Am Ende des Tages bleiben diese Aufgaben häufig für diejenigen übrig, die als letztes auf den Hof kommen und dementsprechend ohnehin schon den längsten Tag hatten.
Zum Umgang mit schwerer Technik gibt es nur spärliche Einweisungen. Die Bedienung von Radlader und Co. sei "ja wohl kein Hexenwerk", heißt es am Telefon, wenn der Vorgesetzte telefonisch um Hilfe gebeten wird.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich sollen alle die gleiche Arbeit leisten. Dabei wird jedoch weniger die körperliche Verfassung berücksichtigt. Nicht nur in Hinblick auf das Geschlecht, auch der Gesundheitszustand und das Alter spielen häufig eine untergeordnete Rolle bei der Bewältigung schwerer körperlicher Aufgaben. Eher "Gleichmachen" statt "Gleichberechtigung".
Interessante Aufgaben
Diverse Projekte wie für Schulen oder im Schweriner Schlossgarten.