Ihr Unternehmen?

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Kletterkultur 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Herz im Team, wenig Vertrauen in der Führung.

2,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Chemnitz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir die Kolleginnen und Kollegen. Das Team besteht aus vielen engagierten, hilfsbereiten Menschen, die den Outdoorsport nicht nur als Beruf, sondern als Teil ihrer Lebenseinstellung sehen. Genau diese gemeinsame Begeisterung macht die Zusammenarbeit im Alltag angenehm.

Auch die Tätigkeit selbst hat mir viel Freude bereitet. Wer sich für Klettern, Outdoorsport und die Arbeit mit Menschen begeistert, findet hier ein spannendes und sinnstiftendes Arbeitsumfeld. Schade ist, dass diese positiven Aspekte für mich durch die Unternehmenskultur und den Führungsstil zunehmend in den Hintergrund gerückt sind.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre der wichtigste Schritt eine Veränderung in der operativen Führung. Ich halte es für sinnvoll, die operative Geschäftsführung einer Person mit ausgeprägter Führungskompetenz zu übertragen, die Vertrauen schafft, offen kommuniziert und Mitarbeitende fördert, anstatt sie zu kontrollieren.

Die Stärken des aktuellen Geschäftsführers sehe ich eher im Aufbau des Unternehmens und in der strategischen Ausrichtung als in der täglichen Mitarbeiterführung. Eine stärkere Trennung zwischen strategischer und operativer Verantwortung könnte aus meiner Sicht sowohl die Unternehmenskultur als auch die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Anfangs wird man sehr herzlich aufgenommen und hat schnell das Gefühl, Teil eines eingeschworenen Teams zu sein. Gerade in der Einarbeitungszeit wirkt alles offen, freundlich und unterstützend. Mit der Zeit habe ich die Arbeitsatmosphäre jedoch ganz anders erlebt.

Ich empfand den Umgang miteinander häufig als spaltend. Aussagen über Kolleginnen und Kollegen seitens der Vorgesetzten wurden eher unter vier Augen weitergegeben, anstatt Themen direkt mit den Betroffenen zu besprechen. Dadurch wusste man oft nicht, woran man wirklich ist oder wem man vertrauen kann. Das hat aus meiner Sicht dazu geführt, dass viele ihre Meinung nicht offen geäußert haben und Konflikte eher indirekt ausgetragen wurden.

Zusätzlich hatte ich häufig das Gefühl, dass der Fokus stärker auf Kontrolle als auf Vertrauen lag. Unabhängig vom persönlichen Einsatz wurde regelmäßig vermittelt, dass noch mehr Leistung erwartet wird. Dadurch ging die anfänglich positive Atmosphäre für mich im Laufe der Zeit zunehmend verloren.

Image

Das Unternehmen verfügt aus meiner Sicht noch immer über ein gutes Image und profitiert von seinem Namen sowie seiner Position in der Region. Gerade nach außen wird ein sehr positives Bild vermittelt.

Ich hatte jedoch den Eindruck, dass man sich in den letzten Jahren zunehmend auf diesem guten Ruf ausruht. Statt sich konsequent weiterzuentwickeln, wurden aus meiner Sicht bestehende Probleme zu lange ignoriert. Dadurch entsteht für mich das Gefühl, dass das Image langsam zu bröckeln beginnt und nicht mehr vollständig mit dem übereinstimmt, was intern gelebt wird.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance nicht ausschließlich negativ bewerte. Gleichzeitig wurde jedoch ein sehr hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Identifikation mit dem Unternehmen erwartet.

Mein Eindruck war, dass die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zwar galt, ein pünktlicher Feierabend jedoch nicht gern gesehen wurde. Wer regelmäßig zum vereinbarten Arbeitsende ging, wurde aus meiner Sicht schnell als wenig engagiert oder „faul“ wahrgenommen. Dadurch entstand ein unterschwelliger Druck, länger zu bleiben oder ständig mehr leisten zu müssen.

Engagement wurde insgesamt schnell zur Selbstverständlichkeit. Auch wenn man sich über das normale Maß hinaus einbrachte, hatte ich nicht das Gefühl, dass dies langfristig entsprechend anerkannt oder wertgeschätzt wurde.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- oder Entwicklungsmöglichkeiten habe ich während meiner Zeit im Unternehmen praktisch nicht erlebt. Es gab für mich keine erkennbare Perspektive, mich fachlich oder beruflich weiterzuentwickeln oder zusätzliche Verantwortung mit entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten zu verbinden.

Besonders enttäuschend fand ich, dass selbst Weiterbildungen, die ich auf eigene Kosten absolvieren wollte, nicht unterstützt beziehungsweise abgelehnt wurden. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden keinen hohen Stellenwert hat.

Wer langfristig wachsen, neue Qualifikationen erwerben oder sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln möchte, sollte aus meiner Sicht keine allzu hohen Erwartungen haben.

Gehalt/Benefits

Aus meiner Sicht standen Gehalt und Verantwortung in keinem angemessenen Verhältnis. Trotz einer Position mit viel Verantwortung und Leitungsaufgaben lag die Vergütung nur knapp über dem Mindestlohn. Entwicklungsmöglichkeiten oder eine finanzielle Perspektive konnte ich für mich nicht erkennen.

Ich hatte außerdem den Eindruck, dass im Laufe der Beschäftigung mehr in Aussicht gestellt wurde, als letztlich umgesetzt wurde. Auch das Thema befristete Arbeitsverträge habe ich als belastend empfunden, da dadurch wenig Planungssicherheit entstand.

Mein Rat an Bewerberinnen und Bewerber: Lasst euch alle Zusagen – insbesondere zu Gehalt, Aufgabenbereich, Entwicklungsmöglichkeiten und Vertragsbedingungen – schriftlich bestätigen. Das hätte aus meiner Sicht viele Missverständnisse vermeiden können.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Team selbst hat aus meiner Sicht ein hohes Umwelt- und Sozialbewusstsein gelebt. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich ehrlich für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und einen respektvollen Umgang eingesetzt. Dieser Teil der Unternehmenskultur hat mir gefallen.

Bei der Unternehmensführung hatte ich dagegen häufig den Eindruck, dass diese Werte stärker nach außen kommuniziert als im Arbeitsalltag konsequent gelebt wurden. Für mich entstand dadurch eine Diskrepanz zwischen dem, was vermittelt wurde, und dem, was ich intern erlebt habe. Deshalb habe ich diesen Bereich insgesamt nur eingeschränkt positiv wahrgenommen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war für mich einer der positiven Aspekte. Im Arbeitsalltag haben sich viele gegenseitig unterstützt und waren hilfsbereit, wenn es darauf ankam. Gerade auf persönlicher Ebene habe ich viele engagierte und sympathische Menschen kennengelernt.

Schade fand ich, dass dieser Zusammenhalt aus meiner Sicht nicht stärker durch die Unternehmenskultur gefördert wurde. Ich hatte eher den Eindruck, dass durch die Art der Kommunikation und den Umgang mit Mitarbeitenden unnötig Misstrauen entstand und einzelne Personen teilweise gegeneinander ausgespielt wurden. Das hat den eigentlich guten Teamgeist immer wieder belastet.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe das Verhalten der Geschäftsführung als den mit Abstand schwierigsten Aspekt meiner Zeit im Unternehmen erlebt. Aus meiner Sicht wurde viel Wert darauf gelegt, nach außen einen offenen und reflektierten Eindruck zu vermitteln. Es wurde mehrfach betont, dass Feedback willkommen sei und man sich weiterentwickeln wolle. In der Praxis konnte ich diese Offenheit jedoch kaum erkennen.

Kritische Rückmeldungen führten nach meinem Eindruck nur selten zu Veränderungen. Stattdessen hatte ich häufig das Gefühl, dass Mitarbeitende gegeneinander ausgespielt wurden und Unsicherheit entstand, anstatt Vertrauen aufzubauen. Entscheidungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar und der Führungsstil wirkte stark kontrollierend. Eigenverantwortung wurde zwar erwartet, gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass möglichst jeder Arbeitsschritt überwacht werden sollte.

Für mich fehlten die Eigenschaften, die ich mit guter Führung verbinde: Vertrauen, transparente Kommunikation, konstruktiver Umgang mit Kritik und echte Wertschätzung. Deshalb war das Vorgesetztenverhalten letztlich der Hauptgrund, warum ich das Unternehmen verlassen habe.

Arbeitsbedingungen

Die grundlegenden Arbeitsbedingungen waren insgesamt sehr in Ordnung. Die Arbeitsmittel und das Umfeld haben es ermöglicht, die täglichen Aufgaben zu erledigen, ohne dass es hier größere Probleme gab.

Kommunikation

Eine offene und transparente Kommunikation habe ich leider kaum erlebt. Wichtige Informationen musste ich mir häufig selbst beschaffen, anstatt sie rechtzeitig oder von selbst zu erhalten. Dadurch wusste man oft erst sehr spät von Änderungen oder relevanten Entscheidungen.

Mein Eindruck war außerdem, dass Probleme und Kritik selten direkt angesprochen wurden. Stattdessen wurde häufig über Mitarbeitende gesprochen, anstatt das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. Das führte zu Unsicherheit und ließ mich oft nicht wissen, woran ich eigentlich war.

Auch Rückmeldungen verliefen überwiegend einseitig. Eigene Anregungen oder kritische Fragen wurden aus meiner Sicht nur begrenzt aufgenommen, geschweigeden berücksichtig. Insgesamt fehlte mir eine offene Kommunikationskultur, in der Informationen transparent geteilt und Themen ehrlich angesprochen werden.

Gleichberechtigung

Ich hatte nicht den Eindruck, dass für alle Mitarbeitenden die gleichen Maßstäbe galten. Aus meiner Sicht gab es einzelne Personen, denen deutlich mehr Freiheiten eingeräumt wurden als anderen. Bestimmte Verhaltensweisen wurden bei manchen toleriert, während sie bei anderen kritisiert wurden.

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass Regeln nicht konsequent angewendet wurden. Teilweise änderte sich der Umgang mit bestimmten Themen erst, nachdem sie angesprochen worden waren. Dann wurde für kurze Zeit auf eine einheitliche Umsetzung geachtet, langfristig empfand ich die Behandlung der Mitarbeitenden jedoch nicht als gleich oder nachvollziehbar.

Dadurch entstand für mich das Gefühl, dass persönliche Sympathien einen größeren Einfluss hatten als transparente und für alle geltende Regeln.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten die Möglichkeit, im Bereich Outdoorsport und Klettern wirklich aufzugehen. Wer für dieses Arbeitsfeld brennt, kann sich fachlich und persönlich einbringen und erlebt einen vielseitigen Arbeitsalltag mit viel Kontakt zu Menschen.

Der Grund für den Punktabzug ist nicht die Tätigkeit selbst, sondern die Erwartungshaltung. Aus meiner Sicht wurde häufig sehr viel Einsatz und Identifikation mit dem Unternehmen vorausgesetzt. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass man sich zwar einbringen konnte, langfristig jedoch deutlich mehr erwartet wurde, als aus meiner Sicht angemessen war.


Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.