Zwischen Sparzwang und Stillstand – Motivation schwindet
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell fällt es mir schwer, positive Aspekte hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Belastung steigt stetig, während gleichzeitig Ressourcen und Unterstützung schrumpfen. Die Rahmenbedingungen erschweren ein motiviertes Arbeiten zunehmend.
Verbesserungsvorschläge
Wenn personell bereits an der Grenze gespart wird, sollte zumindest das Umfeld und die Ausstattung dem aktuellen Stand entsprechen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Eine stärkere Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden – auch durch bessere Kommunikation – wäre wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Die allgemeine Stimmung ist schlecht. Die Personalsituation ist in manchen Bereichen derart angespannt, dass bereits kleinere Ausfälle große Auswirkungen haben. Die Überlastung einzelner Bereiche führt zu wachsender Unzufriedenheit, was sich auf das gesamte Klima negativ auswirkt. Frustration ist bei vielen Kolleg*innen spürbar.
Image
Das Ansehen als Arbeitgeber hat stark gelitten. Der gute Ruf der Einrichtung basiert eher auf früheren Leistungen als auf aktuellen Rahmenbedingungen.
Work-Life-Balance
Nach Feierabend fehlt häufig die Energie für Freizeitaktivitäten. Der hohe Druck im Arbeitsalltag wirkt sich negativ auf das Privatleben aus.
Karriere/Weiterbildung
Kaum interne Entwicklungsperspektiven, Weiterbildungen wurden auf ein Minimum gestrichen.
Gehalt/Benefits
Die neue tarifliche Eingruppierung verlief für manche Gruppen vorteilhaft, für andere jedoch zu deren Nachteil, teilweise fehlerhaft. Eine Klärung zieht sich hin. Zudem wurden zwei freie Tage (Weihnachten, Silvester) ersatzlos gestrichen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Umweltkonzept ist nicht zu erkennen. Selbst einfache Maßnahmen wie Mülltrennung fehlen.
Kollegenzusammenhalt
Früher war der Teamgeist deutlich ausgeprägter. Mittlerweile ist jeder so stark mit sich selbst beschäftigt, dass für gegenseitige Unterstützung kaum noch Kapazität bleibt. Ein bedauerlicher Rückschritt.
Umgang mit älteren Kollegen
Verabschiedungen oder Anerkennung kommen fast ausschließlich aus dem Kollegenkreis. Die Führungsebene zeigt sich hier selten wertschätzend.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen ziehen sich oft, da Vorgesetzte wenig Spielraum haben. Es muss alles abgestimmt werden – das macht Prozesse langwierig und unflexibel.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsmittel sind nicht mehr zeitgemäß, ebenso wenig wie viele der organisatorischen Abläufe. Innovation hat derzeit keinen Platz.
Kommunikation
Interne Kommunikation ist eine große Schwachstelle. Informationen kommen spärlich, oft zu spät, unvollständig und/oder über unpassende Kanäle. Der interne Newsletter wirkt eher wie ein PR-Instrument als ein ehrliches Kommunikationsmittel.
Gleichberechtigung
Ein ausgewogenes Miteinander ist nicht erkennbar.
Interessante Aufgaben
Zahlreiche (interessante) Aufgabenbereiche sind durch organisatorische und wirtschaftliche Vorgaben weggefallen. Statt Entwicklung bleibt oft nur Reaktion auf das Tagesgeschäft.