Das Fundament steht – jetzt liegt es an uns, darauf wieder Großes aufzubauen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und technisch anspruchsvoll. Es handelt sich nicht um Standardlösungen, sondern um individuellen Maschinenbau mit spannenden Projekten. Wer sich für Automatisierungstechnik interessiert, bekommt hier definitiv keine „08/15“-Aufgaben, sondern echte Herausforderungen.
Man hat die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und arbeitet häufig mit modernen Technologien. Besonders spannend ist es, Projekte von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt im eigenen Haus mitzuverfolgen.
Im Rahmen interner „Show & Tell“-Formate werden funktionsfähige Anlagen zudem regelmäßig allen Mitarbeitenden präsentiert. So bekommt man einen guten Einblick in die Ergebnisse und sieht, was gemeinsam erreicht wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungskräfte befinden sich teilweise noch in der Entwicklung. Insbesondere in den Bereichen Konsequenz, Krisenmanagement und klare Führung besteht noch Verbesserungspotenzial.
Gerade im Umgang mit Mitarbeitenden, die bestehende Freiheiten (z. B. mobiles Arbeiten & Gleitarbeitszeit) unterschiedlich interpretieren oder sich nicht an vereinbarte Spielregeln halten, fehlt es teilweise an einheitlichem und konsequentem Handeln.
Verantwortung und Leistungsbereitschaft sollten konsequenter eingefordert werden.
Gleichzeitig ist eine fairere und ausgewogenere Verteilung der Arbeitslast wichtig, damit engagierte Mitarbeitende nicht dauerhaft mehr tragen müssen als andere.
Organisatorische und personelle Themen haben noch Potenzial, zügiger und strukturierter bearbeitet zu werden.
Verbesserungsvorschläge
Weiterentwicklung der Führungskräfte (Konfliktmanagement, Kommunikation, Konsequenz, Verantwortung)
Einheitliche und transparente Spielregeln für alle Bereiche
Mehr Transparenz und konsequente Gleichbehandlung über alle Abteilungen hinweg
Bessere Einarbeitung und gezieltere Führung insbesondere jüngerer Mitarbeitender, um Überforderung zu vermeiden und Verantwortung schrittweise aufzubauen.
Arbeitsatmosphäre
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und das Team funktioniert, ist die Arbeitsatmosphäre sehr gut und produktiv.
Durch die flachen Hierarchien können Entscheidungen schnell getroffen werden.
Herausfordernd wird es allerdings, wenn einzelne Mitarbeitende sich nicht an Absprachen halten oder nicht den notwendigen Einsatz für ihre Verantwortung zeigen. In solchen Fällen leidet die Zusammenarbeit spürbar – insbesondere dann, wenn Aufgaben oder Projekte nicht konsequent zu Ende geführt werden.
Image
Das Image hat zuletzt etwas an Glanz verloren. Ein Grund dafür ist auch, dass die breite Masse der Belegschaft aktuell nicht mehr durchgängig die gleiche Leidenschaft und Identifikation mit der Arbeit zeigt wie früher. Hier besteht die Chance, wieder stärker anzusetzen und das gemeinsame Verständnis für Qualität und Einsatz zu fördern.
Auffällig ist zudem, dass in manchen Bewertungen sehr pauschale Forderungen (z. B. kompletter Austausch von Mitarbeitenden) gestellt werden. Das greift aus meiner Sicht zu kurz.
In einem technisch anspruchsvollen Umfeld spielen neben Strukturen auch persönlicher Umgang mit Verantwortung, Eigenständigkeit und Leistungsbereitschaft eine entscheidende Rolle. Nicht jede Herausforderung ist automatisch ein Organisationsproblem – manchmal passen Rolle und Erwartung einfach nicht zusammen.
Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld ist neben fachlicher Kompetenz auch ein gewisses Maß an Selbstreflexion erforderlich – diese ist nicht in jedem Fall gleichermaßen ausgeprägt
Das Potenzial ist klar vorhanden – entscheidend wird sein, dass alle Beteiligten bereit sind, die Ärmel hochzukrempeln und dieses Potenzial aktiv wieder freizusetzen.
Work-Life-Balance
Unter der neuen Geschäftsleitung hat die Work-Life-Balance an Bedeutung gewonnen und entwickelt sich in die richtige Richtung
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsangebote sind vorhanden, einschließlich interner Schulungen.
Allerdings ist hier Eigeninitiative gefragt – Mitarbeitende müssen aktiv auf HR oder ihre Vorgesetzten zugehen.
Impulse oder gezielte Entwicklungsanreize von Unternehmensseite sind bislang noch ausbaufähig
Gehalt/Benefits
Das Gehaltssystem wirkt teilweise noch wenig strukturiert und historisch gewachsen. Insgesamt ist die Weiterentwicklung aktuell eher festgefahren.
Mehr Transparenz, klare Zielsysteme und nachvollziehbare Entwicklungspfade wären wichtig, um eine faire und strukturierte Weiterentwicklung zu ermöglichen.
Zudem sollten besondere Leistungen und Engagement stärker honoriert werden, anstatt Gehaltserhöhungen nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen.
Positiv hervorzuheben sind Angebote wie JobRad und Hansefit, die einen echten Mehrwert bieten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Umwelt wird bereits einiges umgesetzt, z. B. Reduzierung der CO₂-Bilanz, teilweise Umstellung der Fahrzeugflotte auf Hybrid/Elektro sowie Substitution von Gefahrstoffen.
Themen wie PV-Anlagen sind bislang noch nicht umgesetzt, sollten jedoch künftig stärker berücksichtigt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt variiert je nach Team. Es gibt sehr gut funktionierende, eingespielte Gruppen, die Projekte effizient voranbringen.
Gleichzeitig gibt es jedoch auch Kolleginnen und Kollegen, die das große Ganze nicht ausreichend im Blick haben und sich weder ausreichend integrieren noch entsprechend engagieren, was die Zusammenarbeit teilweise erschwert.
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr positiv. Erfahrene Kollegen werden geschätzt und aktiv eingebunden – auch über den Ruhestand hinaus, z. B. bei Firmenevents. Hier kann man viel lernen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte sind engagiert, benötigen aber teilweise noch mehr Unterstützung sowie Weiterentwicklung im Bereich Empathie, Kommunikation und Konfliktlösung.
Zudem wäre es wichtig, dass Führungskräfte weiter gestärkt und klarer positioniert werden, um Entscheidungen & Maßnahmen konsequent durchsetzen zu können.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist in der Regel ruhig – abgesehen von den Zeiten, in denen größere Automatisierungsanlagen im Betrieb sind.
Die Arbeitsplätze sind gut ausgeleuchtet und technisch gut ausgestattet (u. a. mit verschiedenen 3D-Druckern, Lasermarkiersystemen und einer Industriewaschmaschine).
Zudem gibt es einen ansprechenden Ess- und Pausenbereich, der mit Tischkicker auch Möglichkeiten für einen kurzen Ausgleich bietet.
Im Bereich EDV und IT besteht noch weiteres Potenzial, insbesondere hinsichtlich Performance, Struktur und Nutzerfreundlichkeit im Arbeitsalltag
Kommunikation
Hier besteht noch Verbesserungspotenzial. Die Informationsweitergabe hängt teilweise stark von einzelnen Personen ab.
Im Großen und Ganzen funktioniert die Abstimmung jedoch, auch wenn sie strukturierter und transparenter sein könnte.
Meetings bieten noch Potenzial, strukturierter und zielorientierter abzulaufen, damit Entscheidungen effizienter getroffen werden können und Diskussionen zielgerichteter verlaufen
Gleichberechtigung
Es wird nicht zwischen Geschlechtern unterschieden, hier gibt es keine negativen Auffälligkeiten.
Interessante Aufgaben
Individuelle und innovative Kundenlösungen im Bereich Automatisierung sorgen für eine hohe Abwechslung sowie eine beeindruckende technische Tiefe.
Durch die Vielzahl unterschiedlicher Branchen, Anwendungen und Anforderungen entstehen ständig neue Herausforderungen, die ein breites Spektrum an Know-how erfordern.
Wer sich aktiv einbringt, über ein gutes technisches Verständnis verfügt und Freude an anspruchsvollen Aufgaben hat, kann hier wirklich viel bewegen und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln.