Veraltet & starr - zum Lachen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts tun und faulenzen, noch nicht mal mehr Mails beantworten - Keiner merkt´s.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man ruht sich immer noch darauf aus, irgendwann mal den LEOPARD gebaut zu haben. Das dominiert bei KNDS alles. IT ist URALT. Work-Life Balance gibt es nur auf dem Papier. Eine unfassbare Arroganz und Ignoranz herrscht in allen Abteilungen. Man hält sich allen ernstes für den Mittelpunkt des Universums. Antiintellektuelles, borniertes Umfeld. Wer es wagt zu gehen, der wird entsprechend respektlos behandelt . Man gibt einem dann auch zu verstehen, dass man nach einer Kündigung auch nie wieder kommen braucht, weil "solche Leute" werden nicht mehr eingestellt. Die Zeit nach der Kündigung (man muss dann noch 3 Monate ausharren), war die schlimmste in meinem Leben. Psychoterror, jeden Tag fiese Sprüche, nichts mehr zu tun weil man ignoriert wird. Aber so war das halt damals, in den Neunzigern.
Verbesserungsvorschläge
Alles muss hier anders werden. Ein Mal komplett auf den Kopf stellen. Change-Management dringend nötig.
Arbeitsatmosphäre
Uralte Büros in Asbest-Gebäuden aus einer Zeit, in der Panzer noch kriegsentscheidend waren. Homeoffice muss man sich trotz klarer Betriebsvereinbarung erarbeiten. Wer das aber braucht, z.B. wegen Kindern oder Krankheit (Behindert ist man bei KNDS besser nicht), wird geschasst und kommt auch nicht weiter. Man ist dann abgeschrieben. "Ah, so einer also".
Image
Aussen Hui, innen das Gegenteil. Man lese sich einfach nur die Bewertungen der letzten 2 Jahre auf Kununu durch.
Work-Life-Balance
Still sein und arbeiten. Ansonsten kann man es sich hier gemütlich machen und zurücklehnen. Betriebszugehörigkeit schlägt hier Kompetenz. Wer Stress will, der arbeitet und macht Überstunden. Man kann aber auch einfach die Füße hochlegen und gar nichts tun. Am Ende macht das keinen Unterschied. Homeoffice: Die Regelung ist liberal, aber nicht gern gesehen. Wer weiterkommen will, der geht brav in die Arbeit und nie ins Homeoffice, das hier mit "Faulenzen" gleichgesetzt wird. In den meisten Ebenen gibt es noch nicht mal eine Betriebskaffeemaschine. Mitarbeiter bringen sich selbst den Kaffee und das Wasser von Zuhause mit.
Karriere/Weiterbildung
Wer die Klappe hält, nichts verändert und brav Befehle ausführt ohne diese zu hinterfragen, kommt womöglich weiter. So nach zehn Jahren (ist auch das Ende der inoffiziellen Probezeit - das sagt ja bereits alles).
Kollegenzusammenhalt
Jeder für sich selbst.
Umgang mit älteren Kollegen
Nun, das Durchschnittsalter beträgt bei KNDS 48.
Vorgesetztenverhalten
Kommt stark auf die Abteilung an. Dämliche Sprüche wie "Auch mal wieder da" (weil man es gewagt hat, ins Homeoffice zu gehen) müssen ausgehalten werden. Ebenso wie "Lass dir ein Fell wachsen" und "Das ist halt hier so" und "Karriere mach man nach 18.00 Uhr"
Arbeitsbedingungen
Ich hätte nicht gedacht, dass Menschen noch so arbeiten müssen. Büro-Situation stimme ich den Vorrednern zu: Alte Asbestgebäude (nicht alle), muffig, teilweise zwängen sich drei Personen in ein 10qm Zimmerchen, während Abteilungs- oder Bereichsleiter den doppelten Platz nur für sich allein hat und es sich wohnlich einrichtet. Keine zeitgemäße IT-Infrastruktur, geschweige denn funktionierende Hard- und Software. Stattdessen wird immer viel und gern über Rheinmetall geschimpft, weil man sich vielleicht nicht eingestehen will, das die im Vergleich zu KNDS bereits im 21.Jahrhundert angekommen sind. Bevorzugtes Kommunikationsmittel ist wie in den 90ern das Schnurtelefon. Intranet ist so unendlich veraltet langsam und teilgesperrt, dass man wirklich denkt, noch in einer anderen Zeit zu leben. Quittiert wird das gerne mit „Funktioniert doch noch gut“. Wer die Serie Stromberg kennt: Die Arbeitsbedingungen dort sind verglichen mit KNDS ein Paradies. Barrierefrei: gibt’s nicht. Free Drinks oder Obst: Nö.
Kommunikation
Man wird absichtlich klein gehalten, in dem wichtige Informationen vorenthalten werden oder man gar nicht erst in Projekte eingebunden wird. Die meisten Positiv-Bewertungen schreiben neue Mitarbeiter, denen das bei der Einführungsveranstaltung (Dauer 1h - mehr Input wird man hier dann auch nie wieder bekommen) nahegelegt wurde. "Wir würden uns darüber freuen, wenn..."
Gehalt/Benefits
Mittelmäßiges IG-Metall Tarif-Gehalt
Gleichberechtigung
Männerdominiertes Umfeld mit Befehlston und Weltkriegswitzen.
Interessante Aufgaben
Militär halt. Wer auf Panzer und Technik steht, für den könnte es zwei Jahre lang spannend sein, bis man merkt, wie hemdsärmlig hier gearbeitet wird.


