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Knorr-Bremse 
AG
Bewertung

Mehrfachbewertung

Entlassungswellen und Umstrukturierung sorgen für ein schlechtes Betriebsklima

3,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Design / Gestaltung bei Knorr-Bremse IT Services GmbH in München gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Verbesserungsvorschläge

Der Erfolg des Unternehmens steht und fällt mit dessen Führungskräften.
Hier sollte mehr Wert auf Qualifikation und soziale Kompetenz gelegt werden als auf "Vitamin B", gerade im mittleren Management.

Und vielleicht das Augenmerkt nicht nur auf kurzfristige Aktiengewinne (Reduzierung des Headcounts) legen, sondern auch auf langfristig angelegtes, gesundes Wachstum des Unternehmens sowie Nutzung des vorhandenen Know-Hows von älteren Mitarbeitern. Das Kündigen von langjährigen Mitarbeitern und anschließendes Outsourcen deren Arbeitsleistung schönert zwar den Headcount, sorgt aber langfristig für Know-How-Verlust, was sich dann langfristig in den Zahlen widerspiegeln wird.

Arbeitsatmosphäre

Die früher hervorragende Atmosphäre wurde durch die mehrfachen Kündigungswellen stark negativ beeinflusst. Umstrukturierung, mehrfacher Wechsel der Vorgesetzten in einem Jahr und daraus folgender, fehlender Definition der Verantwortlichkeiten führten im Team zu Verwirrung und Unzufriedenheit. Bei Beförderungen wurde zudem stark gemauschelt.

Image

Das Image hat durch die mehrmaligen Kündigungswellen (BOOST) stark gelitten.

Work-Life-Balance

Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice mehrmals die Woche, je nach Projektanforderung. Nach Dienstreisen auch mal spontan nen Tag frei oder mal früher gehen um Besorgungen zu machen waren kein Problem.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt Angebote zur Weiterbildung. Mir hat schlichtweg die Zeit dafür gefehlt.

Gehalt/Benefits

Angemessenes und immer pünktlich gezahltes Gehalt, Leistungszulage (allerdings nach fragwürdiger, subjektiver Bewertung durch den Vorgesetzten), EBIT-Prämie, Mitarbeiteraktienprogramm

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man bemüht sich mit vielen Marketingaktionen nach außen hin ein umweltbewusstes Bild abzugeben. Im täglichen Arbeitsablauf gibt es hingegen keine nennenswerten Bemühungen dem gerecht zu werden.

Kollegenzusammenhalt

Den Zusammenhalt kann man sich nicht besser wünschen: Jeder springt für jeden ein, unterstützt den Anderen und gibt Tipps und Anregungen aus dem eigene Erfahrungsbereich. Regelmäßige private Treffen runden das Gemeinschaftsgefühl ab.
Vielleicht hat da auch reingespielt, dass alle in der Abteilung wussten, dass ihre Tage auf Grund von BOOST gezählt waren.

Umgang mit älteren Kollegen

Selbst manchen Kollegen kurz vor der Rente wurde im Zuge des BOOST Prozesses rücksichtslos gekündigt, maßgeblich um den Headcount zu reduzieren.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war (speziell in unserer Abteilung) geprägt von Rücksichtslosigkeit und Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Mitarbeiter verlassen keine Unternehmen, sondern Führungskräfte.

Arbeitsbedingungen

Laptops, Firmenhandys, höhenverstellbare Tische, ergonomische Stühle, Arbeitsplätze mit mehreren Monitoren, Klimaanlage wo nötig. Sanitäranlagen und Büros stets sauber und gepflegt.

Kommunikation

Echte Kommunikation fand schlichtweg nicht mehr statt. Das Team war sich am Ende selbst überlassen. Wichtige Entscheidungen wurden häufig aufgeschoben oder - wenn getroffen - nur unzureichend kommuniziert. Was allerdings hervorragend funktioniert hat, war die Kommunikation von Details aus der Privatsphäre der Mitarbeiter (z.B. Gründe für Krankheit, finanzielle Verhältnisse) welche von den Vorgesetzten (!) ins komplette Team breitgetreten wurden.

Gleichberechtigung

Die Frauenquote ist naturgemäß in diesem Industriezweig geringer, jedoch wird in der täglichen Arbeit kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht. Auch der Umgang mit Menschen mit Handicap ist vorbildlich.

Interessante Aufgaben

Durchgehend interessante Tätigkeiten in meinem Bereich.

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Arbeitgeber-Kommentar

Ihr HR-Team
Ihr HR-Team

Vielen Dank für Ihr ausführliches und offenes Feedback sowie die Zeit, die Sie sich dafür genommen haben.

Die von Ihnen angesprochenen Veränderungen im Rahmen von Restrukturierungen und Personalmaßnahmen gehen naturgemäß mit besonderen Anforderungen für alle Beteiligten einher. Dabei ist uns bewusst, dass Phasen des Wandels mitunter als herausfordernd wahrgenommen werden können – insbesondere dann, wenn in solchen Phasen ein erhöhter Abstimmungsbedarf rund um Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege entsteht. Ihre Hinweise zur Führung, Kommunikation und Transparenz nehmen wir daher sehr ernst.

Besonders wichtig ist uns der respektvolle Umgang miteinander – unabhängig von Funktion, Zugehörigkeit oder Beschäftigungsdauer. Die von Ihnen geschilderten Eindrücke entsprechen nicht unserem Anspruch. Ebenso gilt für uns, dass der Schutz der Privatsphäre unserer Mitarbeitenden jederzeit gewährleistet sein muss.

Gleichzeitig freut es uns, dass Sie den Kollegenzusammenhalt, die Arbeitsbedingungen sowie die interessanten Aufgaben als positiv erlebt haben. Diese Aspekte sind für uns eine wichtige Basis, auf der wir weiter aufbauen.

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Führungsqualität, Nachfolge- und Entwicklungsprozesse sowie die interne Kommunikation weiter zu stärken – mit einem klaren Fokus auf langfristige, nachhaltige Entwicklung und eine wertschätzende Unternehmenskultur.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Perspektive zu teilen.

Auch wenn Sie nicht mehr Teil unseres Unternehmens sind, sind wir offen für einen konstruktiven Austausch. Wenn Sie Ihre Hinweise näher erläutern möchten, können Sie sich gerne an Ihren ehemaligen HR-Ansprechpartner oder den Betriebsrat wenden.

Für Ihre berufliche und persönliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.