Ein Schlachtfeld der Intrigen und Vetternwirtschaft
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Das Gehalt
- Die Events
- Der Kollegenzusammenhalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe alle von mir beantworteten Punkte oben. Es gibt leider nicht viel gutes.
Verbesserungsvorschläge
- Fortbildungen zur Förderung von Führungskompetenzen besuchen
- Mehr HR einstellen
- Einen Betriebsrat gründen
- Mobbing am Arbeitsplatz aufarbeiten
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark durchwachsen und stark abhängig vom eigenen Teamleiter. Der Geschäftsführer veranstaltet gerne Vollversammlungen, in denen er über die prekäre wirtschaftliche Lage klagt und damit die Angestellten verantwortlich macht. Eine Fehlerkultur ist nicht vorhanden und ehrliches Feedback wird mit der kalten Schulter bestraft. Niemand weiß so richtig, wer wofür verantwortlich ist und dadurch läuft die Organisation vieler Dinge miserabel. Auf die Bearbeitung personeller Belange wartet man lange und grundsätzlich herrscht eine Stimmung der Vetternwirtschaft - Wer mit der Geschäftsführung privat befreundet ist, darf das Unternehmen behandeln wie einen Spielplatz (Hier werden trotz jeglicher Versäumnisse dann beide Augen zugedrückt).
Wer nicht will, dass Fotos und Videos von einem veröffentlicht werden, muss sich sehr aktiv und beständig dagegen wehren. Es werden Listen darüber geführt, wer mit den Beiträgen auf sozialen Plattformen interagiert. Wer nicht genug oder gar nicht interagiert, wird persönlich von Verantwortlichen angesprochen und zur Interaktion genötigt.
Work-Life-Balance
Eigentlich Okay. Doch private Whatsapp-Nachrichten an einem freien Tag sind Schikane.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist abhängig von der eigenen Position. Dennoch ist dieser lobenswert und das, wofür es sich lohnt, hier zu arbeiten.
Vorgesetztenverhalten
Die Geschäftsführung ist launisch, impulsiv und unberechenbar. Niemand weiß, wen der Groll des Tages gerade trifft - so ist auch die Stimmung vor Ort abhängig von der Laune der obersten Riege. Absprachen sind genauso bedeutungslos wie die Mitarbeiterbenefits, die immer noch groß angepriesen werden. Vorgesetzte setzen sich nicht für einen ein. Teilweise werden sie zum persönlichen Peiniger. Auf Hilferufe an HR gibt es keine Reaktion. Dann müsste man ja etwas verändern.
Kommunikation
Es gibt den Ansatz kommunikativer Strukturen, doch diese werden durch weitere Absprachen unter der Hand zunichte gemacht. Die monatliche Vollversammlung wird knapp vorbereitet und das merkt man. Andere Kollegen weisen andere Kollegen darauf hin, dass gerade Entscheidungen über einen getroffen werden, obwohl man vorher nichtmal wusste, dass so etwas überhaupt im Raum steht. Jeder weiß ein bisschen und dadurch entstehen Hoheitsgefälle, die die Stimmung weiter trüben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist gut.
Gleichberechtigung
Es gibt unter 60 Mitarbeitern noch vielleicht 6 Frauen im Team. Sexismus ist an der Tagesordnung und Kommentare über Kleidung, sowie anzügliche Witze werden selbst im Frühstückscall getätigt und gefeiert. Das Unternehmen ist jetzt Teil der Charta der Vielfalt. Hier muss noch einiges gelernt werden.
