Hinter den Kulissen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ein positiver Punkt wäre sicherlich schnell gefunden, wenn er denn vorhanden wäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die wesentlichen Punkte wurden bereits genannt.
Eine vollständige Liste würde wahrscheinlich länger dauern als eine Entscheidung im Unternehmen.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungen sind nur möglich, wenn das Unternehmen bereit ist. Genau daran scheitert es hier.
Arbeitsatmosphäre
Von einer positiven Arbeitsatmosphäre kann aus meiner Sicht keine Reden sein. Wertschätzung gegenüber Mitarbeiter, Transparenz und offene Kommunikation fehlen komplett. Dies führt zu einem Arbeitsumfeld, das eher von Demotivation als von Vertrauen und Zusammenarbeit geprägt ist.
Image
Das Image des Unternehmens ist furchtbar. Kundenanforderungen und Erwartungen bekommen nicht die notwendige Bedeutung. Interne Interessen und Prozesse werden konsequent über die Kundenorientierung gestellt.
Das Unternehmen lebt weniger von der Begeisterung der Kunden, sondern hauptsächlich vom Kostenargument.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitsmodelle sind in dieser Firma nicht gewünscht. Teilzeitkräfte oder Werkstudenten passen nicht in das bevorzugte Modell. Rahmenbedingungen werden verschärft, die Mitarbeitenden mit anderen Arbeitszeitmodellen unter Druck setzen.
Karriere/Weiterbildung
Das Angebot beschränk sich auf interne Schulungen oder Lernplattformen, ohne eine Strategie zur individuellen Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Interne Beziehungen haben mehr Einfluss als Leistung und fachliche Kompetenz.
Gehalt/Benefits
Die Vergütungspolitik ist nicht einheitlich. Obwohl interne einheitliche Prozesse für Gehaltsanpassungen bestehen, gilt dies nicht konsequent für alle Mitarbeitenden. Wie genau man zur Ausnahme wird, bleibt allerdings ein gut gehütetes Geheimnis.
Motto: Prozesse sind wichtig, solange sie nicht im Weg stehen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein hat dieses Jahr mehr Aufmerksamkeit und einen höheren Stellenwert bekommen als die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden.
Kollegenzusammenhalt
Durch die Vielzahl an Übernahmen und die fehlende Integration wirken viele Teams wie einzelne Inseln, die nach eigenen Regeln spielen. Es fehlt ein Verständnis dafür, dass man eigentlich für dasselbe Unternehmen arbeitet.
Umgang mit älteren Kollegen
Es spielt keine Rolle, wie lange jemand im Unternehmen ist oder welchen Beitrag er geleistet hat. Langjährige Erfahrung und aufgebautes Wissen werden nicht ausreichend anerkannt.
Vorgesetztenverhalten
Führungskraft / Vorgesetztenverhalten bedeutet hier eher Macht ausüben als Mitarbeiter führen. Rückhalt und Unterstützung fehlen.
Fehlentscheidungen auf Führungsebene werden nicht hinterfragt. Die Konsequenzen tragen diejenigen, die nicht an der Entscheidung beteiligt waren.
Zusammengefasst:
Wenn von „oben“ gesagt wird, das es regnet, dann regnet es. Auch wenn draußen die Sonne scheint. Eine eigene Meinung oder ein Widerspruch sind in dieser Firma nicht willkommen. Denn nicht das beste Argument zählt, sondern wer es ausspricht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind nicht auf einem Niveau, das man von einem modernen Unternehmen erwarten würde. Die internen Prozesse und Strukturen sind eher ein Hindernis als eine Unterstützung. Sie sind unnötig komplex, schwer nachvollziehbar und führen dazu, dass einfache Themen unnötig lange dauern. Zuständigkeiten verschwimmen, Entscheidungen werden verzögert und Rückmeldungen lassen teilweise vergeblich auf sich warten. Durch die komplexe Unternehmensstruktur entstehen viele Schnittstellen. Zuständigkeiten sind nicht immer klar und Informationen gehen zwischen den verschiedenen Ebenen verloren.
Kommunikation
Das Wort Kommunikation ist in dieser Firma nicht geläufig. Informationen werden nicht dort geteilt, wo sie gebraucht werden. Entscheidungen werden verkündet, aber nicht erklärt. Probleme und kritische Rückmeldungen werden nicht offen adressiert, sondern teilweise nicht weiterverfolgt oder verschwinden im Prozess.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist in dieser Firma ein Fremdwort. Eine andere fachliche Meinung wird nicht als Mehrwert gesehen, sondern als Widerspruch. Ein ehrlicher Austausch auf Augenhöhe oder das Hinterfragen von Entscheidungen ist nicht gewünscht.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben sind vorhanden, hängen aber stark vom jeweiligen Projekt ab.