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KREBS+KIEFER 
Ingenieure 
GmbH
Bewertung

Toll für Absolventen, die ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammeln wollen und denen Work-Life-Balance wichtig ist

3,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Krebs + Kiefer Ingenieure GmbH in Darmstadt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Lage in Darmstadt - toll für Absolventen der TU und der Hochschule. Generell gut geeignet, um das Handwerkszeug nach dem Studium zu erlernen! Tolles Team.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Intransparenz, undurchsichtige Prozesse, wenig Ehrgeiz, wenig Mut. Die Hälfte der Leute starrt den ganzen Tag auf die sehr nahe gegenüberliegende Hotelfassade. Leider sind auch immer häufiger Büros leer oder Bürotüren geschlossen, sodass keine gute Stimmung mehr aufkommt so wie früher.

Verbesserungsvorschläge

Wer Führungskraft werden will, muss (vorher!) verbindlich Dorsch-Akademie-Seminaren absolvieren. Auch eine Begleitung / ein Mentoring für z.B. die 180 ersten Tage in der Rolle sollten Standard sein.

Führungskräfte sollten auch anonymisiert von ihren Teams reviewt werden, um Verbesserungspotentiale identifizieren zu können.

K+K sollte auch an die Kunden Zufriedenheitsumfragen schicken, um Verbesserungspotentiale aufgezeigt zu bekommen.

Führungskräfte sollten Mo-Fr in den Kernarbeitszeiten präsent sein - oder eine fachlich geeignete Vertretung haben (Führen im Tandem).

Transparenz statt Notlügen und Herauswinden! Mitarbeiter reden miteinander und es fliegt sofort auf, wenn ein Chef verschiedenen Personen gegenüber Widersprüchliches erzählt. Das wirft ein unseriöses Licht auf ihn und verspielt direkt das Vertrauen.

Eine Essenszulage für die Sodexokantine, wie es sie woanders gibt, wäre wünschenswert, damit nicht so viele Essen von zuhause mitbringen müssten und ihre Pause am Schreibtisch verbringen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsverträge sind normalerweise auf zwei Jahre befristet. "Wackelkandidaten" lässt man die Probezeit bestehen und evaluiert dann nach zwei Jahren noch mal neu, ob man die Person wirklich halten möchte. Die Verträge haben eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, damit Angestellte schlechtere Chancen haben, wenn sie sich woanders bewerben.
Durch die Übernahme durch Dorsch ändert sich gerade aber auch viel. Es scheint, etwas aufgeräumt zu werden und als würde man auch mehr auf Zahlen schauen als vorher.
Viele zentrale Personen, die die Arbeitsatmosphäre geprägt haben, verabschieden sich gerade in die Rente, auch einige Geschäftsführer, aber auch das Herz, die Zentrale. Das Klima wird insgesamt anonymer.

Image

Wirkt nach außen hin immer noch recht solide.

Work-Life-Balance

Überstunden werden eigenständig festgehalten. Es können beliebig viele Gleittage genommen werden, Mobiles Arbeiten - auch aus dem Ausland - ist auch möglich: zwei Tage pro Woche ohne Angabe von Gründen, darüber hinaus sind die meisten Vorgesetzten aber auch deutlich großzügiger (Hauptsache, die Leute arbeiten).
Es gibt eine Kernarbeitszeit und darüber hinaus kann man kommen und gehen wie man möchte. Vollzeit bedeutet 40 Stunden. Abgaben werden eher nicht eingehalten, als dass Überstunden angewiesen werden.

Karriere/Weiterbildung

Ebenfalls sehr nach Nasenfaktor. Es gibt eigentlich nur einen möglichen Karriereweg: Projektingenieur - Leitender Ingenieur - Prokurist - Geschäftsführer. Das sind sehr wenige Stufen. Zudem gibt es schnell Führungsverantwortung und die meisten Ingenieure sind darauf nicht wirklich vorbereitet und einige auch leider nicht geeignet - klassisches Peter-Prinzip! Für Konstrukteure, auch mit abgeschlossenem Studium, gibt es gar keine Karriereoptionen. Hier sollten die Karrierewege ausdifferenziert und flexibilisiert werden.
Weiterbildungen werden nach Nasenfaktor verteilt. Weder für Karriere noch für Weiterbildungen wird Mitarbeitenden sachlich aufgezeigt, was konkret erbracht werden muss, um dafür jeweils in Betracht gezogen zu werden. Auch die Aufgabengebiete sucht man sich meist nicht selbst aus und wird auch aktiv am Wechseln gehindert.

Gehalt/Benefits

Unter Branchendurchschnitt. Alle, die hier gearbeitet haben, und sich dann woanders bewarben, bekamen direkt ohne Eignungstest deutlich mehr angeboten. Die Gehälter werden pünktlich ausgezahlt. Es gibt eine kleine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeitenden. Boni werden in sehr geringem Umfang nach Nasenfaktor vergeben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen. Tendenziell ist das Umweltbewusstsein stärker im Fokus als das Sozialbewusstsein.

Kollegenzusammenhalt

Super viel Support und Zusammenhalt, tolle Persönlichkeiten! Es ist immer Zeit für ein Gespräch und man begegnet sich meist wohlwollend. Das liegt sicher auch an dem engagierten und beliebten Betriebsrat, der den Mitarbeitenden Zusammenhalt vorlebt.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Team sind sie sehr geschätzt, denn sie haben so viel Wissen. Leider gab es auch schon sang- und klanglose Abgänge ohne angemessene Verabschiedung - und das obwohl einige ihr ganzes Berufsleben in den Dienst von K+K gestellt haben.

Vorgesetztenverhalten

Trotz interner Dorsch-Akademie mit zahlreichen Soft-Skill-Seminaren (an denen diejenigen grundsätzlich nie teilnehmen, die es nötig hätten) gibt es wirklich alles an Vorgesetztenverhalten, von Gen-Z-hyperachtsam bis hin zu Boomer-Patriarch. Als Mitarbeiter muss man sich da immer schnell anpassen.
Häufig stockt die Arbeit, weil die Führungskraft nicht greifbar ist: Einige können sich selbst leider gar nicht organisieren und haben dementsprechend trotz physischer Anwesenheit nie Zeit für ein ungestörtes Gespräch. Andere nutzen Gleitzeit und (Eltern-)Teilzeit auf eine Art und Weise, dass sie zwar in Randzeiten (morgens vor acht Uhr und abends nach 18 Uhr) da sind, aber in den Kernarbeitszeiten abwesend sind (vor allem freitags) ohne dass es eine ordentliche Vertretung gibt.

Arbeitsbedingungen

Was Digitalisierung angeht, sicher höchstens im Mittelfeld. Dadurch verbringt man so viel Zeit mit dem Suchen. Auch die Lösung für Mobiles Arbeiten funktioniert immer mal wieder nicht bei Einzelpersonen. Aber ansonsten sind die Arbeitsbedingungen ok. Man bekommt alles gestellt, dass man braucht.

Kommunikation

Dorsch Online ist ganz nett für übergeordnete Informationen. Offizielle Kommunikationskanäle innerhalb von K+K funktionieren jedoch einfach nicht zuverlässig. Meiner Meinung nach ist die Einstellung zur Kommunikation: "Je weniger die Mitarbeiter wissen, umso weniger können sie sich den Kopf zerbrechen". Das mag vielleicht gut gemeint sein, aber wir sind größtenteils Akademiker mit viel Verantwortung und da kommt Intransparenz nicht gut an. Das ist seit Jahren immer mal wieder ein Ärgernis. Zum Glück zieht der Betriebsrat der Geschäftsführung hin und wieder relevante Infos aus der Nase.

Gleichberechtigung

Auf den Einstiegsebenen sind super viele gute Frauen zu finden. Leider sind Frauen schon in der ersten Beförderungsebene der leitenden Ingenieure im Vergleich dazu völlig unterrepräsentiert und das wird auf den höheren Ebenen logischerweise nicht besser. Stefan befördert eben auch heute noch lieber Stefan als Stefanie, nicht nur bei gleicher Leistung. Auch in den anderen Diversitätskategorien sieht es in den Entscheidungsebenen leider eher ernüchternd aus. Selbst auf der eigenen Homepage wird ausschließlich von "unseren Experten" gesprochen. Für "und unsere Expertinnen" war wohl kein Platz mehr da.
Mir ist aufgefallen, dass junge Frauen das Unternehmen schneller verlassen als junge Männer, und wenn man sie fragt, hat es eigentlich immer auch damit zu tun, dass sie den Eindruck haben, hier schnell gegen gläserne Decken und Wände zu stoßen.
Es gibt Baustellenbekleidung in Frauengrößen.

Interessante Aufgaben

Da ist schon immer was Spannendes dabei! Die ganz großen Prestigeprojekte fehlen aber doch etwas. Wettbewerbe und Preise gibt es so gut wie gar nicht. Aber solides Handwerk lernt man hier.

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Arbeitgeber-Kommentar

Team HR-KommunikationReferentin Kommunikation und Marketing

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen zu teilen und uns so ausführliches Feedback zu geben. Wir bedauern, dass Sie bislang in einigen Bereichen nicht die Erfahrungen gemacht haben, die wir uns für unsere Mitarbeitenden wünschen. Wie schade, dass Sie enttäuscht sind. Gerne möchten wir Ihre Rückmeldung nutzen, um mit Ihnen in den Dialog zu gelangen.

Wir nehmen Ihre Kritikpunkte – insbesondere zur Intransparenz, der Präsenz von Führungskräften und der Weiterentwicklungsmöglichkeiten – sehr ernst und möchten etwaige Missverständnisse oder Unklarheiten in einem persönlichen Gespräch klären. Ein direkter Austausch bietet die Möglichkeit, Ihre Anliegen besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Wir möchten Sie ermutigen, solche Themen auch direkt anzusprechen, sei es mit Ihrer Führungskraft, der Teamleitung, dem Betriebsrat oder unserer Personalabteilung (Monika.Langenegger@dorsch.de). Nur durch offenen Austausch können wir gezielt an Verbesserungen arbeiten. Gerne auch in einem Gespräch gemeinsam mit dem Betriebsrat. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns darauf.

Schön zu lesen, dass Sie den Zusammenhalt im Kollegium sowie die Lage in Darmstadt mit der Nähe zur TU als positiv hervorheben. Zu Ihrem Hinweis, dass Büros häufiger leer wirken: Dies ist tatsächlich eine Folge unseres flexiblen Arbeitsmodells, das sowohl Mitarbeitenden als auch Führungskräften die Möglichkeit bietet, mobil zu arbeiten. Wir sind überzeugt, dass diese Flexibilität ein wichtiger Bestandteil einer modernen Arbeitskultur ist.
Um den fachlichen und sozialen Austausch zu stärken, setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit im Team, die in vielen Bereichen in Darmstadt ausgesprochen gut funktioniert – sicher gibt es auch Verbesserungspotential.

Wir arbeiten bereits kontinuierlich daran, unsere Führungskultur weiterzuentwickeln und nehmen Ihre Anregung zur spezifischen Schulung und Begleitung von Führungskräften entsprechend sehr gerne auf. Wir möchten zudem betonen, dass bei uns die berufliche Weiterentwicklung nicht vom Geschlecht abhängt. Diskriminierendes Verhalten ist für KREBS+KIEFER inakzeptabel, ein respektvolles und wertschätzendes Arbeitsumfeld muss Grundlage jeglicher Zusammenarbeit sein – der gruppenweite Verhaltenskodex im Rahmen des Compliance-Management-Systems ist hier ein verpflichtendes Element für alle KREBS+KIEFER zugehörigen Personen. Falls Sie Bedenken haben, dass ein Verhalten gegen unseren Verhaltenskodex verstößt, möchten wir Sie ermutigen, dies über die geschulten Kanäle oder unser Hinweisgebersystem vertraulich zu melden.

Vielen Dank nochmals für Ihr umfangreiches Feedback. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog und hoffen, gemeinsam mit Ihnen positive Veränderungen anzustoßen und nachhaltige Lösungen zu erzielen, die Ihre berufliche Situation bei uns verbessert und gegebenenfalls sogar bereichert.


Viele Grüße
Ihr Team HR-Kommunikation

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.