Solider Arbeitgeber mit Verbesserungspotenzial
Verbesserungsvorschläge
Ein Verbesserungsvorschlag betrifft den Umgang der Vorgesetzten mit beruflichen Veränderungen der Mitarbeitenden. Aus meiner Sicht sollte stärker zwischen persönlichen Gefühlen und professionellem Verhalten getrennt werden. Kündigungen oder berufliche Neuorientierungen sollten als normaler Teil des Arbeitslebens akzeptiert werden, ohne diese persönlich zu bewerten oder negativ zu kommentieren. Unterschwellige oder abwertende Aussagen gegenüber Mitarbeitenden oder dem neuen Arbeitgeber sollten vermieden werden, um einen respektvollen und professionellen Umgang sicherzustellen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war im Team grundsätzlich gut. Allerdings wurde häufig hinter dem Rücken über Kollegen gesprochen, was je nach Team unterschiedlich ausgeprägt war. Lob und Anerkennung durch die Führungskräfte fehlten aus meiner Sicht oft, während Kritik schnell geäußert wurde. Zudem hätte ich mir mehr Verständnis für die Situation der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag gewünscht.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten waren insgesamt in Ordnung. Urlaubswünsche und private Termine konnten, sofern es die Personalsituation zuließ, meist berücksichtigt werden. Allerdings war in meiner Abteilung aufgrund des Dienstplans keine Gleitzeit oder flexible Arbeitszeitgestaltung möglich, wodurch die Work-Life-Balance im Vergleich zu anderen Abteilungen etwas eingeschränkter war.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten oder Weiterbildungen innerhalb der Abteilung waren kaum gegeben, sodass man dort in der Regel auf derselben Position verbleibt. Generell bestehen im Unternehmen jedoch Weiterbildungsmöglichkeiten, die jedoch meist mit einem Abteilungswechsel verbunden sind, da es in anderen Bereichen bessere Aufstiegs- und Entwicklungschancen gibt
Gehalt/Benefits
Das Gehalt in meinem Bereich war eher gering und entspricht aus meiner Sicht dem üblichen Niveau im öffentlichen Dienst.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Umwelt gab es aus meiner Sicht Verbesserungsbedarf. Besonders in meiner Abteilung fiel eine sehr hohe und teilweise vermeidbare Papierverschwendung auf. Positiv zu erwähnen sind Maßnahmen wie Wasserspender, durch die der Verbrauch von Einwegflaschen reduziert wurde.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war insgesamt gut. Die meisten Kollegen waren hilfsbereit und unterstützten sich gegenseitig bei Fragen oder Problemen. Allerdings wurde Kritik häufig eher hinter dem Rücken als im direkten Gespräch geäußert, was den Zusammenhalt teilweise beeinträchtigte. Natürlich gab es auch einzelne Kollegen, die sich weniger engagiert zeigten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfand ich als verbesserungswürdig. Anregungen und Wünsche der Mitarbeitenden wurden aus meiner Sicht nicht immer nachvollzogen, da einige Führungskräfte die Tätigkeiten des Arbeitsbereichs selbst nie ausgeführt hatten. Zudem wurde meine Kündigung trotz mehrfacher Erklärung persönlich aufgefasst. Ich hätte mir mehr Professionalität, sowie eine klare Trennung zwischen persönlichen Gefühlen und beruflichen Entscheidungen gewünscht, da ein Arbeitgeberwechsel ein normaler Bestandteil des Berufslebens sein sollte.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt ausbaufähig. Das Kreishaus wirkt in vielen Bereichen veraltet und weist teilweise sichtbare Mängel auf, auch wenn inzwischen erste Verbesserungen vorgenommen werden. Gerade als öffentlich zugängliches Gebäude könnte das Erscheinungsbild moderner und gepflegter sein. Die technische Ausstattung war insgesamt in Ordnung, allerdings besteht insbesondere bei der Digitalisierung und der Effizienz von Arbeitsabläufen aus meiner Sicht noch deutlicher Verbesserungsbedarf
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt gut. Wichtige Informationen wurden zeitnah weitergegeben und regelmäßige Teambesprechungen sorgten dafür, dass alle über aktuelle Entwicklungen informiert waren.
Interessante Aufgaben
Ich kann hier nur meine Abteilung beurteilen. Dort waren die Arbeitsabläufe überwiegend gleich und sehr routiniert, wodurch die Tätigkeit auf Dauer eher monoton war und wenig abwechslungsreiche Aufgaben bot.