Suboptimaler Arbeitgeber
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in meiner früheren Abteilung war nachhaltig belastet. Das Betriebsklima war von häufiger Unzufriedenheit geprägt, konstruktive Zusammenarbeit sowie gegenseitiges Vertrauen und Fairness waren nur eingeschränkt gegeben. Toxisches Arbeitsumfeld
Image
Das frühere positive Image des Unternehmens hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert.
Work-Life-Balance
Zwar war offiziell ein Gleitzeitmodell vorgesehen, in der praktischen Umsetzung wurde dieses jedoch nicht eingehalten. Arbeitszeiten wurden kontrolliert, insbesondere hinsichtlich Kommen und Gehen, und faktisch wurde erwartet, sich an festen Schalterzeiten zu orientieren, obwohl dies formal nicht vorgesehen war.
Karriere/Weiterbildung
Interne Weiterbildungsmaßnahmen wurden unterstützt, externe Qualifikationen wie ein Fachwirt oder ein Studium hingegen nicht. Entsprechende Vorhaben wurden seitens der Führungskraft nicht gefördert und teilweise sogar erschwert. Eine finanzielle Unterstützung war ebenfalls nicht vorgesehen
Gehalt/Benefits
Im Vergleich zu anderen Banken lag die Vergütung auf einem niedrigeren Niveau.
Kollegenzusammenhalt
Wie bereits im Zusammenhang mit der Kommunikation dargestellt, war kein ausgeprägter Kollegenzusammenhalt vorhanden. Stattdessen bildeten sich wiederholt informelle Grüppchen, und über Kolleginnen und Kollegen wurde negativ gesprochen. Eine echte Teamkultur existierte nicht, die Zusammenarbeit war überwiegend von Einzelarbeit geprägt. Mitarbeitende wurden regelmäßig von Kolleginnen und Kollegen kontrolliert, ohne dass diese eine formale Führungsbefugnis innehatten. Mitarbeitende mischten sich wiederholt in das Privatleben anderer ein. Trotz entsprechender Hinweise hat sich nichts geändert.
Vorgesetztenverhalten
Eine strukturierte Einarbeitung fand nicht statt, und Unterstützung im Arbeitsalltag war nur selten gegeben. Die Führungskraft beteiligte sich hingegen aktiv an nicht sachbezogener Kommunikation. Aus meiner Sicht erfordert eine Führungsposition eine fundierte fachliche und methodische Qualifikation, beispielsweise durch eine entsprechende Weiterbildung oder ein Studium; diese Voraussetzungen waren hier nicht durchgängig gegeben. Feedback erfolgte nicht konstruktiv oder nachvollziehbar, sondern wirkte situationsabhängig und wenig objektiv.
Arbeitsbedingungen
Das Arbeitsumfeld war sehr laut und stark lärmbelastet. Eine ausreichende Privatsphäre war nicht gegeben, da Kundengespräche für Dritte problemlos mithörbar waren. Dies entsprach aus meiner Sicht nicht den Anforderungen an einen angemessenen Datenschutz.
Kommunikation
Transparente und verlässliche Kommunikation war weder seitens der Führungskraft noch über das Intranet gegeben. Relevante Informationen wurden häufig verspätet oder gar nicht weitergegeben. Auffällig war hingegen, dass informelle Kommunikation, insbesondere in Form von Lästereien über Kolleginnen und Kollegen, sehr schnell verbreitet wurde.
Gleichberechtigung
Auch nach Abschluss der Ausbildung wurde man nicht als vollwertige Fachkraft wahrgenommen, sondern dauerhaft wie eine Auszubildende bzw. ein Auszubildender behandelt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren insgesamt vielfältig und boten stellenweise interessante Inhalte. Je nach Tätigkeit schwankte der persönliche Anspruch, insgesamt war der Aufgabenbereich jedoch abwechslungsreich und in Ordnung.