2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
- Die gute Bezahlung der Arbeit.
- Die überaus wichtige, wertvolle und sinnstiftende Aufgabe im Rahmen des Bayerischen Krisendienstes.
- Die Möglichkeit, die tägliche Arbeit individuell am Menschen zu gestalten, sowie die unkomplizierte Intervision im Team.
- Die nach meiner Wahrnehmung stark autoritären Führungs- und Machtstrukturen.
- Eine aus meiner Sicht völlig unzureichende Kommunikationsbereitschaft seitens der Vorgesetzten.
- Die erlebte, plötzliche und massive Eskalation (Einstellung der Lohnfortzahlung, Kündigung und Hausverbot binnen drei Tagen).
- Dass eine professionelle und verlässliche Supervision für das Team nicht gewährleistet wurde.
- Den spürbaren Widerspruch zwischen dem wertvollen sozialen Zweck der Einrichtung und der tatsächlich gelebten, von Druck geprägten Arbeitskultur.
- Der Umgang mit persönlichen Belastungssituationen: Dass in einer Einrichtung, die Menschen in Krisen auffangen soll, aus meiner Sicht so wenig Empathie und Reflexion im Umgang mit der Krise eines eigenen Mitarbeiters vorhanden war, enttäuscht mich zutiefst. Was ich dadurch lernen musste ist, mich für meine persönliche Krise nicht zu schämen.
- Überdenken Sie kritisch die bestehenden, stark autoritären Führungsstrukturen.
- Zeigen Sie mehr Offenheit für berechtigte Kritik und die Bereitschaft, das eigene Führungsverhalten aktiv selbst zu reflektieren.
- Schaffen Sie eine transparente, offene und vor allem gesprächsbereite Kommunikationskultur auf Augenhöhe.
- Vermeiden Sie unvorhersehbare, massive Eskalationen im Umgang mit Mitarbeitern bei Unstimmigkeiten.
- Gewährleisten Sie eine verlässliche und kontinuierliche professionelle Supervision für das Team. Seien Sie offen für Feedback.
- Lehnen Sie die gelebte Arbeitskultur näher an den eigentlichen, wertvollen Zweck einer sozialen Kriseneinrichtung an: Es braucht eine gesunde Arbeitsatmosphäre für gesunde Mitarbeiter, um Menschen in Krisen professionell begleiten zu können.
Ab dem ersten Tag wurde mir gegenüber Vorsicht in der Zusammenarbeit mit den Führungskräften kommuniziert. Nach meiner Zeit beim Krisendienst Oberpfalz gGmbH kann ich diese Wahrnehmung nachvollziehen. Nach meinem Empfinden herrscht in der Einrichtung eine autoritäre Führungs- und Machtstruktur.
Ein vertrauensvolles und offenes Betriebsklima habe ich persönlich nicht erlebt. Stattdessen nahm ich eine Atmosphäre wahr, die von Unsicherheit, Angst und Anpassungsdruck geprägt war. Für eine Einrichtung, die Menschen in Krisen begleitet, empfand ich diese Arbeitskultur als besonders problematisch.
Die direkten Kollegen und Kolleginnen (Psychologen/Psychologinnen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen und Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerinnen für Psychiatrie) schafften es, eine erträgliche Arbeitsatmosphäre herzustellen. Man hatte vereinzelt guten Austausch und/oder engeren Kontakt, oder man konnte sich auch zurückziehen. Ich empfand den Kontakt zu den Kollegen als gut. Umso mehr war ich enttäuscht, dass mir während meiner AU lediglich eine Kollegin gute Besserung wünschte. Das erteilte Hausverbot ging für mich gefühlt mit der implizierten Dienstanweisung einher, nicht mit mir in Kontakt zu treten. Es wurde sich nach meiner Wahrnehmung daran gehalten, jedoch schmälert dies nicht meine persönliche menschliche Enttäuschung.
Das Verhalten der Führungskräfte habe ich als von oben herab und unprofessionell erlebt. Seitens der Vorgesetzten gab es aus meiner Sicht keinerlei Bereitschaft zu einer konstruktiven Kommunikation oder einem sachlichen Dialog. Stattdessen kam es zu einer massiven und völlig unvorhersehbaren Eskalation: Auf berechtigte Nachfragen zur grundlosen Einstellung meiner Lohnfortzahlung wurde innerhalb weniger Tagen prompt mit einer Kündigung und Hausverbot reagiert. Diese autoritäre Struktur empfinde ich für eine soziale Einrichtung als erschreckend und absolut destruktiv.
Während meiner Arbeitsunfähigkeit (AU) stellte der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung ohne jegliche Vorinformation ein. Als ich mich danach erkundigte, wurde mir zurückgemeldet, ich sei laut dem Arbeitgeber bei Aktivitäten beobachtet worden, weshalb meine AU angezweifelt werde. Zudem wurde mir vorgeworfen, ich sei arbeitsunfähig geworden, nachdem ich um eine Stundenreduzierung gebeten hatte. Auf meine Nachfrage hin, was denn beobachtet worden sei und wieso dies eine Arbeitsunfähigkeit ausschließe, folgte die Kündigung. Zudem wurde mir zunächst per SMS, dann per E-Mail ein Hausverbot erteilt. Diese Ereignisse spielten sich innerhalb von drei Tagen ab. Während zunächst meine AU angezweifelt wurde, folgte die Kündigung drei Tage darauf aus personenbedingten Gründen, aufgrund zu vieler Fehlzeiten und einer aus Arbeitgebersicht schlechten Prognose. Die angeführten Begründungen sind aus meiner Sicht und nachweislich nicht zutreffend. Die Beilegung des daraus resultierenden Konflikts erfolgte schlussendlich über Anwälte und das Arbeitsgericht.
Die Arbeit im Rahmen des Bayerischen Krisendienstes ist aus meiner Sicht eine überaus wichtige und wertvolle Aufgabe. Das Tätigkeitsfeld bot mir die Möglichkeit, mich mit vollem Engagement einzubringen und die Aufgaben individuell sowie bedürfnisorientiert auszuführen. Die Arbeit mit Klientel habe ich als sehr bereichernd empfunden. Eine verlässliche und professionelle Supervision wurde aus meiner Sicht leider nicht gewährleistet. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass eine Intervision im Team jederzeit eigenständig möglich war und flexibel genutzt werden konnte.
Das Team basiert auf einer multimodalen Zusammenarbeit. Anhand der vielen verschiedenen Professionen wurde eine interessante Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Perspektiven, Ideen der Intervention und Ressourcen gewährleistet. Auch die Tätigkeit an sich war sehr abwechslungsreich und interessant (jedoch auch immer wieder von Phasen der Langeweile geprägt, auch sollte man das 3- bzw. 4-Schichtsystem mögen); für Berufsanfänger aus meiner Sicht ebenso geeignet.
Das Verhalten der Führungskräfte ist aus meiner Sicht einfach nur als inakzeptabel zu beschreiben. Die Arbeitsatmosphäre war geprägt von Dominanz und Intriganz. Auch die Teamleitung zeigte sich hier wenig verlässlich. Vereinbarungen und Absprachen z.B. zur Einarbeitung und Zusatzaufgaben wurden nicht eingehalten. Es gab bewusst erzeugte Unklarheiten hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und Arbeitsrechte. An die Angestellten wurden zudem nicht die gleichen Erwartungen und Bedingungen gestellt. Die Kommunikation ist von passiver Aggression, unausgesprochenen Konflikten und Spaltungen geprägt. Wer einen konstruktives Miteinander und Gleichberechtigung erwartet, wird hier meiner Erfahrung nach enttäuscht werden. Daher ist der Arbeitgeber absolut nicht zu empfehlen.