15 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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15 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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15 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Nach meiner Sicht hat die Firma unklare intransparente Auswahlkriterien. Es fehlt an Kommunikation über den Bewerbungsprozess und die Absagegründe.
Über eine zu langsame Reaktion kann ich mich wirklich nicht beklagen, im Gegenteil. Die Absage kam bereits nach drei Tagen:
"Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns nicht für Sie entscheiden konnten."
Das kann ich allerdings nicht glauben, "sorgfältig", zumal ich alle in der Ausschreibung geforderten Anforderungen aus Berufserfahrung umfangreich erfülle. Nun sehe ich, dass die Stelle sogar immer noch ausgeschrieben ist, also bereits seit über einem Jahr. Dass sich, außer mir, nicht auch andere kompetente Leute beworben haben, kann ich nicht glauben. Ich nehme insgesamt also an, aufgrund der langen Ausschreibungszeit und der absurd kurzen Reaktionszeit, dass die Stelle nicht ernsthaft besetzt werden soll. Man sollte sich also überlegen, ob man sich die Mühe einer Bewerbung macht.
Die erste Reaktion auf die Bewerbung war noch in Ordnung. Ein paar Tage später Kontakt, per Teams, mit dem Abteilungsleiter. Er wollte ein erstes informelles Kennenlernen. Es wurde eine Einladung zu einem Gespräch vor Ort angekündigt. Diese Einladung ließ fast drei Monate auf sich warten.
Das Gespräch war inhaltlich und von der Form hier in Ordnung, seltsam war nur, dass einer der Teilnehmer, welcher auch Fragen zu Qualifikation und Werdegang stellte, ein Mitglied des zu führenden Mitarbeiterteams war.
Nach dem Gespräch wurde eine entsprechende Antwort des Abteilungsleiters versprochen. Das ist nun wieder fast 3 Monate her und es ist nichts gekommen. Mein Interesse an Position und Unternehmen sank erwartungsgemäß auf Null, aber da hier bereits jemand eine ähnliche Erfahrung machte, sollte der Bewerbungsprozess vielleicht doch professionell überarbeitet werden.
Es ist eine ernst gemeinte Bitte an das Management, introspektiv auf die eigene Initiativen zu gucken.
Bereits am Parkplatz hat mir ein Mitarbeiter mitgeteilt, dass die Firma viele Verbesserungen im Bereich Software Entwicklung benötigt. Die generelle Einstellung des Unternehmens ist leider für die neue Generation der Software Ingenieure nicht sehr attraktiv.
Die Software Entwickler, die ursprünglich aus Embedded Entwicklung stammen, werden moderne Lösungen und Ansätze nicht aus der Praxis kennen, und neigen in Richtung Prozedurales Programmieren anstatt Obiekt-Orientiert oder Distributed Computing. Um solche Spezialisten mit modernen Methoden auszubilden oder zu ergänzen, muss die Firma sich etwas an die heutige Kohorte dieser Spezialisten anpassen:
- Mehr Home Office
- Weniger Red Tape
- Mehr Dynamik in der Organisation
- Aufstiegschancen oder Karrierepfad-Planung berücksichtigen
- Etwas mehr Flexibilität bei Lohnverhandlungen: wenn ein Principal Software Engineer an die Tür klopft, und nur ein Intermediate Gehalt anbietet wird, wird er sich umdrehen
- Eine separate, dynamische, spezialisierte Business Unit für Software Dienste erstellen
Zurzeit sind die Konditionen bei Krohne leider nur für Anfänger oder wenig ambitionierte Entwickler attraktiv.
Es wird vieles über Solidarität mit der Fertigung gesprochen, und schlecht über Mobiles Arbeiten. Diese generelle Einstellung mag für Hardware Entwicklung noch anwendbar sein, aber für Software Entwicklung ist es eine große Rote Fahne. Wenn das Management kein Verständnis für diese Domäne hat, wird die Firma keine leistungsorientierten Kandidaten anlocken und behalten.
Der ideale Kandidat für Krohne ist jemand, der:
- gerne im Büro sitzt und mit Kollegen quatscht
- hat kein Problem mit mittelmäßigem Gehalt
- hat kein Problem mit dem Gehalt bis zur Rente mit minimalen Anpassungen weiter zu fahren
- hat kein Problem damit, dass die gesamte Umgebung kein Verständnis für moderne Technologien hat
- hat selbst keine Neigung zu neuen Technologien und Selbstentwicklung
- ist von Benefits wie "jobrad und obstkorb" zufrieden
Vielleicht die einfachste Lösung ist eine neue Business Unit:
- mit 10-15 MA anfangen
- 50-95% Home Office
- Karrierestufen von Graduate Developer bis Solution Architect
- Globaler Einsatz für das Unternehmen: Mitarbeiter aus dem Ausland, nahe zum Kunden in das Team integrieren, als Stakeholder, Mitwirkende und Kunden
- komplett Agile Hierarchie mit einem Scrum Master, Product Owner, anstatt die typische Management Pyramide
- Professionelle Förderung und Zertifikate für MA
- Unterstützung eines professionellen Personal Entwicklers
- Klare Schnittstellen mit der restlichen Organisation um Overhead zu reduzieren
Die träge und statische Organisation des heutigen Unternehmens kann man somit umspringen, und als einen Kunden betrachten. Diese neue Einheit kann Talent sammeln und effektiv einsetzen. Insgesamt werden weniger teuren Manager notwendig, um das Team zu organisieren, weil kleine Agile Teams selbstorganisierend sind.
Eine solche Einheit kann das gesamte Unternehmen modernisieren: die IT Infrastruktur, Fertigung, Entwicklung. Innerhalb einer bestehenden Organisation sind solche Prozessänderungen von vorne an zu scheitern verurteilt. Ich habe es persönlich erlebt und habe gesehen, wie das ein Unternehmen niederlegen kann.
-Bessere Bearbeitungszeit
-Ein Bewerber bewirbt sich nicht, um 3 Monate zu warten.
Vielleicht wäre es sinnvoll, dem Bewerber am Ende des Gesprächs ein kleines Handout oder eine Übersicht über die vielen positiven Benefits mitzugeben. Da die Firma ihren Mitarbeitern sehr viele Vorteile bietet, habe ich persönlich schon fast den Überblick verloren.
HR Personal sollte das Bewerbungsgespräch führen und nicht potentielle Kollegen, die unqualifizierte Fragen stellen, die sie überhaupt nichts angehen. Wenn man im Gespräch als unqualifiziert für die Stelle abgestempelt wird, stellt sich auch die Frage, warum man überhaupt eingeladen wird. Mit wurde im Gespräch versucht die Stelle auszureden. Zeitverschwendung für beide Seiten.
Einem Bewerber nicht mal ein Glas Wasser anzubieten, vor Allem bei über 30 Grad draußen, ist ja wohl auch ein Witz.
Mir geht es nicht darum die Absage durch Krohne zu bemängeln, sondern vielmehr wie man nach dem ersten Interview vor Ort mit mir umgegangen ist.
Im Interview wurde mir zugesagt, dass ich innerhalb von 2 Wochen eine Rückmeldung erhalten würde. Soweit so gut. Nach 3 Wochen hab ich bei meinem Gesprächspartner aus der Fachabteilung per Mail nachgefragt und bekam einen Abwesenheitsassistenten als Antwort. Kein Problem bis hierhin, Krankheiten können auftreten. Eine weitere Woche später auf eine weitere Mail von mir meldete sich die Assistenz einer leitenden Position um mir mitzuteilen, dass Aufgrund von Urlaub und Krankheit die Entscheider nicht verfügbar sind. Man würde sich melden, wenn alle wieder da sind. Weitere drei Wochen später bekam ich auf Eigeninitiative meinen Gesprächspartner ans Telefon, der mir zusicherte sein Vorgesetzter und alleiniger Entscheider würde mich heute noch anrufen. Es passierte nichts. Schlussendlich habe ich dann nach ca. 10 Wochen ohne Rückmeldung eine Standardmail mit der Absage erhalten. Terminliche Zusagen im Interview sowie weitere Zusagen zu Rückrufen zu versprechen und dann nicht zu halten ist in jeglicher Hinsicht unprofessionell und kein zeitgemäßer Bewerbungsprozess. Im gesamten Bewerbungsverfahren gab es keinen Kontakt mit HR, vielleicht wäre das hilfreich für die Zukunft, HR diesen Prozess steuern zu lassen.
Die Firma soll das angebotene Gehaltsniveau einmal mit der Realität und den Jobaufgaben vergleichen und sich ein paar Gedanke machen, warum keine gute Bewerber sich für die Firma entscheiden.
Auf Anfrage wurde mitgeteilt, das ist die Gehaltsstruktur in der Firma. Entweder akzeptiert man so wie es ist oder sucht etwas anderes.
Darüber hinaus wird erwartet vom Manager, das er die Technikeraufgaben neben Hauptaufgaben auch für das niedrige Gehalt machen muss, damit das Geld für die Managementetage gespart werden kann.
Langjährige Erfahrung, Kenntnisse der Softwaretools, fachlich und disziplinarisch führen usw. spielen keine Rolle hier.
Hauptsache billig, damit die aktuellen unterbezahlten Mitarbeiter sich nicht schlecht fühlen.
Man sollte sich im Klaren sein, dass sich die Firma auch bei den Bewerbern bewirbt. Das kam so nicht rüber, ...
Welche Stärken und Schwächen man hat. Was man über die Firma weiß. Wo man sich in 10 Jahren sieht.
So verdient kununu Geld.