Unsicherheit statt Wertschätzung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
e Organisation ist stark Top-Down geprägt. Mitarbeitermeinungen und Leistungen werden kaum geschätzt, stattdessen werden bei Problemen Fehler vor allem bei den Mitarbeitern gesucht. Der Fokus liegt nicht auf Verbesserungen oder Innovation, sondern ausschließlich auf dem Überleben der Firma, was ein Klima von Unsicherheit und fehlender Wertschätzung schafft. Die fehlende Unterstützung durch HR macht es nicht besser. Es ist leider traurig, wie schnell sich eine Firma negativ entwickeln kann, wenn Entscheidungen ohne Reflexion getroffen werden und diese einseitig beschlossen werden. Anstatt Schuld bei anderen zu suchen, wäre es entscheidend, die eigenen Managemententscheidungen kritisch zu hinterfragen und die Mitarbeitenden mit Respekt zu behandeln.
Verbesserungsvorschläge
Eine echte Verbesserung wäre möglich, wenn die Mitarbeiter stärker einbezogen würde. Wertschätzung (unabhängig vom Geschlecht), offener Dialog und das ernsthafte Annehmen von Feedback könnten die Stimmung und Motivation im Unternehmen deutlich verbessern. Ebenso wäre es hilfreich, wenn das Management ein professionelleres und weniger selbstbezügliches Auftreten pflegt und stattdessen eine kooperative und transparente Führungskultur fördert. Unter solchen Voraussetzungen ließe sich aus dem Unternehmen langfristig wieder ein attraktiver Arbeitgeber formen.
Arbeitsatmosphäre
Unter den Kollegen herrscht eine sehr gute und unterstützende Stimmung, das ist oft der einzige Grund, warum man noch gerne zur Arbeit kommt. Im oberen Management hingegen ist die Atmosphäre angespannt und negativ, was sich deutlich auf die Gesamtstimmung auswirkt.
Image
Der Ruf verschlechtert sich zunehmend. Intern wie extern spricht man nur noch ungern darüber, was das negative Stimmungsbild deutlich zeigt.
Dabei ist Recycling eigentlich ein wichtiges und gesellschaftlich sinnvolles Thema, das dem Image grundsätzlich guttun könnte, umso bedauerlicher ist es, dass dies im Unternehmensauftritt aktuell nicht widerspiegelt wird.
Work-Life-Balance
Es gibt eine 50% Anwesenheitspflicht im Büro, die streng kontrolliert wird. Abweichungen werden hinterfragt, und es gelten feste Arbeitszeiten, was die Flexibilität deutlich einschränkt.
Karriere/Weiterbildung
Eine persönliche Weiterentwicklungen ist schwer vorstellbar.
Kollegenzusammenhalt
Wie bereits erwähnt, unterstützen sich die Kollegen gegenseitig. Das ist oft der einzige Grund, warum man noch Freude und etwas zum Lachen im Arbeitsalltag hat.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Wissen und die Erfahrung älterer Kolleginnen und Kollegen werden kaum genutzt. Oft fehlt es im Umgang mit ihnen an Wertschätzung, sodass sie sich nicht ernst genommen fühlen und den Eindruck gewinnen, eher als Belastung statt als Bereicherung wahrgenommen zu werden.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen werden oft einseitig vorgegeben, ohne Rücksprache, wodurch echte Führung auf höherer Ebene nicht erkennbar ist.
Arbeitsbedingungen
Die neuen Büros sowie die Weiterentwicklung des Standortes bieten viel Potenzial. Die Arbeitsumgebung selbst ist modern und gut gestaltet, hier gibt es wenig auszusetzen.
Kommunikation
Informationen werden kaum weitergegeben. Mitarbeiter werden vom Management nicht rechtzeitig informiert und oft vor vollendete Tatsachen gestellt, was zu Frustration und fehlender Transparenz führt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist tarifgebunden, was grundsätzlich positiv ist. Dennoch entsteht der Eindruck, dass nicht nach tatsächlicher Arbeitsleistung oder Verantwortungsumfang bezahlt wird, sondern lediglich das Minimum ausgeschöpft wird. Entwicklungsmöglichkeiten oder echte Karriereperspektiven sind schwer vorstellbar. Es gibt zwar eine jährliche, performanceabhängige Einmalzahlung für Mitarbeitende, jedoch wird diese nicht fair nach individueller Leistung verteilt. Stattdessen erhält ein kleiner Kreis ausgewählter Personen den Großteil der Auszahlung. Trotz guter Leistung bekommt man dann oft gar nichts. Nach Aussagen aus dem Umfeld scheint dieses Prinzip im AT Bereich ähnlich gehandhabt zu werden. Die Sozialleistungen entsprechen weitgehend denen der Krones AG, was sehr positiv hervorzuheben ist. Das Angebot ist umfangreich und für Mitarbeitende ein klarer Vorteil.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist hier kaum vorhanden. Frauen erleben spürbare Diskriminierung und werden teils hinter ihrem Rücken schlecht gemacht. Obwohl der Mutterkonzern eigentlich im Bereich Diversity hohes Engagement zeigt, würde ich Frauen dieses Unternehmen definitiv nicht als Arbeitgeber empfehlen.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich ja, die Branche ist interessant und relativ neu bei Krones. Allerdings wird der Bereich ständig als „Start-up“ bezeichnet, was bedeutet, dass man alles machen muss, auch wenn es nicht Teil der eigenen Aufgaben oder Position ist. Mitarbeiter werden oft dort eingesetzt, wo es gerade passt, statt entsprechend ihrer Qualifikation.

