Oberflächlich gut, aber hinter den Kulissen geht sehr viel schief.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen sind schon wirklich super manchmal. Mit einem guten Team vor Ort macht die Arbeit einfach spaß!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Management, Kommunikation und Bürokratie. Wenig Leute sind wirklich daran interessiert irgendwas zu verbessern. Probleme sind bekannt aber werden nicht angepackt. Probleme ansprechen ist ein absolutes no-go. Persönliche belange der Monteure werden meistens Ignoriert. Serviceleitung Jagen irgendwelchen imaginären Verbesserungen nach nach denen niemand gefragt hat und Jahre alte Probleme werden einfach nicht angepackt.
Verbesserungsvorschläge
Baut Bürokratie ab, ich brauche keine 10 Meetings für jede kleine Änderung. Werdet mal modern. "Wir machen das schon immer so" ist -KEINE- gute Argumentation wenn Sachen nicht funktionieren. Werdet endlich mal flexibler! GERADE im extrem schweren Arbeitsalltag der Monteure MUSS die Firma auch flexibel sein, nicht nur die Mitarbeiter. Wenn die Mitarbeiter im Service belange haben, HÖRT BITTE MAL DARAUF.
Arbeitsatmosphäre
Kommt stark auf die Kollegen auf Baustelle an. Man sieht selten die selben Leute (auch weil viele Kündigen oder neue dazu kommen) Es ist generell -immer- Zeitdruck weil wieder irgendwelche Termine nicht eingehalten wurden oder Projektleiter dem Kunden das blaue vom Himmel versprechen. Lob für gute Arbeit gibts eigentlich garnicht seitens der Führungskräfte. "Nicht jgemeckert ist das beste Lob!"
Image
War mal gut, aber auch Kunden haben ein immer schlechteres Bild von Krones. Teuer, schlechte Leistung, unrealistische versprechen usw.
Work-Life-Balance
Im Service? -5 Sterne.
Projekte werden so knapp geplant, dass immer Zeitdruck ist. 10h sind meistens Mindestanforderung. Samstag wird jedes Wochenende gearbeitet. Es gibt Fälle wo auch deutlich über die maximale Arbeitszeit gearbeitet wird und man sich dann beim Stundenschreiben selbst betrügt und Arbeitszeit herschenkt. Die Regel, dass man alle 3 Wochen (EU) und alle 6 Wochen (weltweit) mal Heim darf ist auch eher eine ungefähre empfehlung als eine wirkliche Zusage. Gern sind es auch mal 8..12..14..16 Wochen.
Karriere/Weiterbildung
die Letzte Schulung ist gute 6 Jahre her und Aufstiegschancen sind ziemlich gering.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist nicht angemessen für die Lebenszeit die man im Service für die Firma opfert. Lohnanpassung finden auch nach Jahren nicht statt. Generell muss man für alle Reisekosten erstmal in Vorkasse gehen und die Firma zahlt sie aus wenn sie irgendwann mal mit der Bearbeitung fertig sind. Zahlungsziel ist 3 Wochen, 10 Wochen aufwärts ist die Regel. Werkzeug zahlen viele aus der eigenen Kasse weil das gestellte Werkzeug der Firma entweder einfach nicht verfügbar ist oder weils schrott ist. Abrechnungen werden abgelehnt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Also was bei uns Containerweise weggeschmissen wird weil zurückschicken zu teuer ist lässt für mich zumindest nicht den Schein erzeugen, dass wir sonerlich Umweltbewusst handeln.
Kollegenzusammenhalt
Aus sicht im Service ist der Kollegnzusammenhalt definitiv gegeben. Natürlich ist das von jedem ein wenig abhängig aber im großen und ganzen ganz gut. Firmenintern allerdings garnicht. In der Inbetriebname wird Leuten hinterrücks das Messer in den Rücken gestochen damit man selbst einen Vorteil hat. Fälle von Mobbing sind mir auch schon öfter unter die Augen gekommen und wenn es gemeldet wird, wird alles so schnell wie möglich im Keim erstickt damit die Manager kein ärger bekommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt fast nur ältere Kollegen. Deren verhalten oft nicht in Ordnung gegen den jüngeren ist.
Vorgesetztenverhalten
Managment ist meiner Meinung nach das allergrößte Problem im Konzern. Zuviele mittlere Manager. Dauerhaft in Meetings gefangen, nie erreichbar und absolut Machtlos. Selbst wenn sie einen versuchen zu helfen können sie sowieso nichts erreichen. Es gibt sehr sehr viele Manager die ihre Positionen lediglich auf Grund von irgendwelchen Gefallen und Kontakte haben oder sie wurden eben Wegbefördert. Die wenigsten sind leider wirklich gut in dieser Berufung.
Arbeitsbedingungen
Sehr Kundenbedingt, weil die Firma nichts stellt oder bezahlt. Wenn man vom Kunden keine Stühle oder Tische bekommmt ist man aufgeschmissen und sitzt auf der Holzpallette
Kommunikation
Kommunikation ist die letzten Jahre deutlich schlechter geworden. Jeden Morgen wird Zeit verschwendet mit belanglosen Meetings oder Shopfloors die entweder NULL mit der tatsächlichen Arbeit zu tun haben. Wichtige Sachen werden dort sehr selten besprochen oder dann tatsächlich später unter vier Augen geklärt. Sehr viele Leute sind nicht erreichbar weil sie jeden Tag 5 Meetings haben. Baustellenleiter sind vor Ort kaum erreichbar weil sie selbst in zig Meetings sind, aber nicht mit dem Kunden oder irgendwelchen Subcontractorn sondern firmenintern. Meldestellen antworten sehr träge, Reklamationen werden zwar bearbeitet aber Feedback ob Probleme gelöst wurden oder nicht gibt es nicht. Ich rede selbst mit meinem Chef maximal 1-2 im Jahr, sonst habe ich mit denen kein Kontakt.
Gleichberechtigung
Kann man nichts bemängeln. Jeder ist willkommen. Es gibt mehr Männer im Service als Frauen, aber das ist der Arbeit an sich geschuldet.
Interessante Aufgaben
Im Service ist die Arbeit schon wirklich interessant, Abwechslungsreich und an den Maschinen zu arbeiten macht schon sehr spaß und ist nach all den Jahren weiterhin sehr beeindruckend.
Im Innendienst ist es aber schon ziemlich sehr zäh. Gleicht oft einfach nur Fließbandarbeit.

